Immobilien

Grundsteinlegung für das „Gloria Berlin“ am Kudamm

Am Mittwoch wurde der Grundstein für das Projekt gelegt. Bis Februar 2020 soll der Rohbau für die Büro- und Geschäftshäuser stehen.

"Gloria Berlin": So soll das Gebäude-Ensemble am Kudamm aussehen.

"Gloria Berlin": So soll das Gebäude-Ensemble am Kudamm aussehen.

Foto: Centrum Gruppe

Charlottenburg.  Fast ein Jahr nach dem Spatenstich wurde am Mittwoch nun nach altem Brauch der erste Grundstein für das Projekt „Gloria Berlin“ gelegt. Unmittelbar am Breitscheidplatz und im Schatten des Upper West sollen am Kurfürstendamm 12 bis 15 drei Geschäfts- und Bürohäuser entstehen. Mit ihrem Projekt will die Centrum Gruppe, die auch Miteigentümer des schräg gegenüber liegenden Kudamm Ecks ist, eine Verbindung zwischen geschichtsträchtiger Gründerzeit und zeitgenössischer Moderne herstellen. Wohnungen sind in den drei Häusern nicht mehr vorgesehen.

Natursteinfassaden knüpfen an die Tradition des Kudamms an

Zu „Gloria Berlin“ gehören zwei Gebäude, die nach dem Entwurf des Architekturbüros O&O Baukunst neu errichtet werden. Die Architekten greifen nach den Worten von Peter Knopf, dem Geschäftsführer der Centrum-Projektentwicklung, dabei architektonische Elemente aus der Geschichte des Kurfürstendamms wie Natursteinfassaden, auf: So würden die Eingänge zu den Geschäften repräsentativ gestaltet. Ab dem dritten Obergeschoss sind Büroetagen mit raumhohen Fenstern vorgesehen. Im Erdgeschoss wird es einen zentralen Eingang mit natursteinverkleidetem Foyer geben.

Denkmalgeschütztes Mampe-Haus wird renoviert

Das denkmalgeschützte Gründerzeithaus am Kurfürstendamm 15 aus dem Jahr 1889, auch bekannt als Mampe-Haus, wird nach den Plänen des Berliner Büros Petra und Paul Kahlfeldt Architekten denkmalgerecht wieder hergerichtet. Das neobarocke Erscheinungsbild des Geschäftshauses mit seiner hohen Sockelzone, mit erkerartigen Vorbauten, Balkonen sowie Pilaster und Eckpfeilern wird originalgetreu restauriert. Auch die historischen Stuckdecken und Kachelöfen in den künftigen Büroräumen bleiben erhalten, das Treppenhaus wird restauriert und das Dach in historischer Form komplett erneuert. Gastronomie ist im Erdgeschoss des Hauses, das zuletzt eine McDonalds-Filiale beherbergte, nicht mehr geplant.

Insgesamt wird das Gebäudeensemble über rund 19.800 Quadratmeter Nutzfläche verfügen. Auf vier Ebenen, vom ersten Untergeschoss bis ins zweite Obergeschoss, entstehen Geschäfte und Boutiquen mit zusammen rund 11.000 Quadratmetern Mietfläche. Darüber werden Büroflächen eingerichtet.

Baustadtrat sieht am Kudamm erheblichen Handlungsbedarf

„Am Kurfürstendamm findet ein Strukturwandel mit zahlreichen Nutzungsänderungen statt. Wir müssen die Innenstadt neu denken, es besteht ein erheblicher Handlungsbedarf“, sagte Baustadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) anlässlich der Grundsteinlegung. Schruoffeneger bezeichnete die Architektur als gelungen, weil sie klassische Elemente des Kurfürstendamms wieder aufnimmt. „Ich wünsche mir, dass viele Investoren so engagiert vorgehen wie die Centrum und die Anregungen aus Politik und Verwaltung für diesen exponierten Standort aufnehmen“, so der Grünen-Politiker.

„Nachhaltigkeit, eine hohe Qualität und Wertigkeit unserer Gebäude sind Eigenschaften, die für uns eine außerordentlich hohe Priorität haben“, sagte Knopf. Zu den unverrückbaren Standards zählten die enorm großen Stützweiten und die sehr großen Geschosshöhen, die eine hohe Flexibilität zum Beispiel bei der Gestaltung neuer Einzelhandelsflächen sicherstellten. Knopf erklärte, dass der Rohbau bis Februar 2020 bereits stehen solle. „Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann dass er schon bis Weihnachten fertig ist“, so der Bauherr.

Centrum Gruppe spezialisiert auf 1A-Lagen in Großstädten

Die Centrum Gruppe ist ein inhabergeführtes Unternehmen und wurde 1998 vom geschäftsführenden Gesellschafter Uwe Reppegather in Düsseldorf gegründet. Die Centrum ist spezialisiert auf die Projektentwicklung moderner Einzelhandelsflächen in 1A-Lagen in großen deutschen Städten wie Düsseldorf, München, Hamburg, Frankfurt am Main und Berlin. Das realisierte Volumen beläuft sich auf mehr als 4,5 Milliarden Euro.