Ausstellung

Auf der Suche nach Identität und Zugehörigkeit

Wohin gehört man, wenn man lange unterwegs war. Künstler haben sich für „A Journey of Belonging“ damit auseinandergesetzt.

Die Syrerin Rula Ali beschäftigt sich auf ihrer Reise nach Zugehörigkeit mit  stilisierten Karten, die sie auf helle Stoffe druckt. „Wir gehören alle zum Muster des gleichen Teppichs“, sagt sie

Die Syrerin Rula Ali beschäftigt sich auf ihrer Reise nach Zugehörigkeit mit stilisierten Karten, die sie auf helle Stoffe druckt. „Wir gehören alle zum Muster des gleichen Teppichs“, sagt sie

Foto: Carolin Brühl

In allen Ecken wird noch gewerkelt, gehämmert oder dekoriert: Mehr als einen Monat haben sich zwölf Künstlerinnen und Künstler mit dem Thema Zugehörigkeit auf politischer, emotionaler, ästhetischer, gesellschaftlicher und territorialer Ebene beschäftigt.

In leeren Räumen im ersten Stock des Bikini-Hauses haben sie gemeinsam gearbeitet, sich gegenseitig inspiriert und ihre Werke geschaffen. Am Freitag soll es dann so weit sein, dann wollen sie ihre Arbeiten unter dem Namen „A Journey of Belonging (Part II)“ der Öffentlichkeit präsentieren. Gemeinsam haben sie alle, dass sie aus Ländern stammen, aus denen sie fliehen mussten oder in die sie nicht mehr zurückkehren wollten. Das prägt auch die Geschichten zu ihrer Kunst.

Veranstalter ist die Contemporary Arts Alliance Berlin (CAA), eine Plattform für privates Engagement zur Förderung zeitgenössischer Kunst und Kultur in Berlin. Die CAA wurde Ende 2007 aus dem Impuls gegründet, die lebendige Szene zeitgenössischer Kunst durch bürgerschaftliches Engagement zu stärken und den Nachwuchs zu fördern. Im Rahmen der Ausstellung sollen die KünstlerInnen mit der Kunstszene Deutschlands in Kontakt kommen, sich Netzwerke aufbauen und ihre wirtschaftlichen Perspektiven stärken. Der Fokus der Ausstellung liegt dabei auf der jetzigen Situation und der Zukunft der KünstlerInnen in unserer Gesellschaft.

In der bereits zweiten Runde von „A Journey of Belonging“ wird eine Jury die Arbeit eines der teilnehmenden Künstlers im Rahmen der Eröffnung prämieren. Der Ausgewählte wird die Möglichkeit bekommen, im Sommer 2020 eine Einzelausstellung bei „68 projects“ in Berlin zu zeigen. „68projects“ ist der Projektraum der Galerie Kornfeld.

Bis zum 27. April können die Schützlinge der CAA die Räume im Bikini-Haus nützen.

Begleitet wird das Projekt von einem temporären Pop-up-Store von Abury, der ersten Fair Trade Lifestyle-Marke, die internationale Designer mit traditionellem Kunsthandwerk zusammenbringt, wodurch Taschen, Schuhe, Schmuck und andere Accessoires entstehen. Die Produkte werden in 20 Länder verkauft. Die Hälfte des Gewinns wird über die Abury Foundation in soziale Projekte investiert. dazu gehören Projekte in den Bereichen Bildung und der Stärkung von Frauen.

Information

Die Ausstellung ist ab Freitag, 12. April, täglich von 12 bis 20 Uhr im ersten Stock des Bikini-Hauses (gegenüber dem Foodmarket „Kantini“) zu sehen. Der Eintritt ist frei.