Stadtplanung

Baustadtrat zeigt studentische Entwürfe für Preußenpark

Die Thaiwiese ist beliebt bei Touristen und Berlinern. Doch der Zustand der Wiese, Lärm und Müll stehen in der Kritik. Das soll sich ändern.

Foto: BM

Wilmersdorf. Schon seit einigen Jahren steht der Preußenpark im Zentrum kontrovers geführter Debatten. Insbesondere der Verkauf von Speisen und Getränken, der in den Sommermonaten jedes Wochenende Tausende Besucher in die Wilmersdorfer Grünanlage lockt, sorgt dabei für Diskussionen. Denn die sogenannte Thai-Wiese, deren Charme inzwischen auch in Reiseführern gepriesen wird, verursacht wegen der intensiven Nutzung viel Lärm und Müll. Eine von allen Beteiligten getragene Lösung, die den vielfältigen Interessenlagen und Nutzungsansprüchen an die Grünanlage Rechnung trägt, gleicht einer Quadratur des Kreises. Das Bezirksamt hat sie bislang nicht gefunden.

Studierende der Landschaftsarchitektur an der TU Berlin haben sich nun im vergangenen Semester intensiv mit dem Park auseinandergesetzt und kreative Ideen zur Neugestaltung und Neustrukturierung der gesamten Grünanlage entwickelt. Betreut von Professorin Cordula Loidl-Reisch sind so ein knappes Dutzend Arbeiten entstanden, die Impulse auch für die Debatte zur Zukunft des „Thai-Parks“ setzen können.

Gemeinsam tragfähige Lösungen finden

Um gemeinsam mit den Bürgern tragfähige Lösungen zum Umgang mit den bestehenden Konflikten zu entwickeln, sollen die vorliegenden Ideen der Studierenden in einem ersten Schritt öffentlich vorgestellt und diskutiert werden. Baustadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) lädt deshalb am Sonnabend, 16. Februar, ab 14 Uhr, in die Mensa der Robert-Jungk-Oberschule, Sächsische Straße 58, zu einer öffentlichen Präsentationder der studentischen Arbeiten für den Preußenpark ein. Die Ausstellung der Pläne und Modelle öffnet um 14 Uhr. Ab 15 Uhr werden die Entwürfe auf dem Podium vorgestellt und mit Prof. Cordula Loidl-Reisch und den Bezirksstadträten Oliver Schruoffeneger und Arne Herz (CDU) diskutiert. Alle Bürger sind herzlich eingeladen, sich konstruktiv am Dialog zu beteiligen. Die Veranstaltung endet um 18 Uhr.

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