Morgenpost vor Ort

Leserforum: Wie entwickelt sich die City West?

„Morgenpost vor Ort“ mit Hajo Schumacher am 19. Februar. Experten diskutieren über Probleme und Perspektiven des Bezirks.

Foto: Jörg Krauthöfer

Wenn die Mietpreise in den Berliner Bezirken verglichen werden, brauchen die Menschen in Charlottenburg-Wilmersdorf nur die Spitze der Tabelle in den Blick zu nehmen. Durchschnittlich 12,50 Euro Nettokaltmiete pro Monat seien im vergangenen Jahr bei Neuvermietungen in besseren Wohnlagen der City West gefordert und auch bezahlt worden, hat der Immobilienverband Deutschland (IVD) ermittelt. In einfachen und mittleren Wohnlagen waren es immerhin noch 10,50 Euro pro Qua­dratmeter. Damit ist das Wohnen in Charlottenburg-Wilmersdorf am teuersten – zumindest für Neumieter.

Aber auch im Bestand sieht es nicht viel besser aus. In den Wohnungen der Mitgliedsunternehmen des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) liegt die durchschnittliche Nettokaltmiete mit 6,52 Euro pro Quadratmeter und Monat nur knapp hinter dem Spitzenwert von 6,62 Euro für Steglitz-Zehlendorf. Die stetig steigenden Mieten und die Wohnungsknappheit lösen bei vielen Menschen in der City West Sorgen und Zukunftsängste aus. Aber der Bezirk steht vor weiteren Herausforderungen. Darüber möchten wir mit Ihnen sprechen – bei einem großen Leserforum am Dienstag, 19. Februar, im Maison de France.

Experten mit differenziertem Blick auf den Bezirk

Mit diesem Forum bietet die Berliner Morgenpost ihren Lesern die Möglichkeit, sich aus erster Hand über die Entwicklung des Bezirks zu informieren und mit unseren Experten auf dem Podium darüber zu diskutieren, wie er lebens- und liebenswert bleiben kann. Unser nächstes Leserforum in der Reihe „Morgenpost vor Ort“ trägt den Titel „City West – Probleme und Perspektiven eines Bezirks“. Das Podium ist sehr gut besetzt. Es diskutieren: Charlottenburg-Wilmersdorfs Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD); Christine Wußmann-Nergiz, Vorsitzende der „Aktiven Bürger“; Gottfried Kupsch, Vorstandsmitglied der AG City; Lars Neumann, Leiter des Stabsbereichs Einsatz der Polizeidirektion 2, und Carolin Brühl, City-West-Reporterin der Berliner Morgenpost. Der Abend wird von Morgenpost-Autor Hajo Schumacher moderiert.

Das Leserforum beginnt am 19. Fe­bruar um 19 Uhr im Maison de France, Kurfürstendamm 211 (Ecke Uhlandstraße) und dauert circa zwei Stunden. Nach der etwa 60 Minuten langen Podiumsdiskussion können die Teilnehmer im Publikum Fragen stellen und mitdebattieren. Die Teilnahme ist für unsere Leser kostenlos, sie müssen sich allerdings zuvor in unserer Redaktion anmelden. Wie das funktioniert, lesen Sie im Infotext rechts.

Das erste Thema des Leserforums ist die zukünftige Entwicklung von Charlottenburg-Wilmersdorf, insbesondere in den Bereichen Stadtentwicklung und Wirtschaft. Gibt es noch Grundstücke, auf denen Wohnungen oder Büros gebaut werden können? Sollen weitere Hochhäuser errichtet werden, und wenn ja, wo? Müssen die Alteingesessenen angesichts steigender Mieten aus ihrem Kiez wegziehen? Können trotz des Baubooms Grünflächen und Freiräume erhalten bleiben? Solche Fragen werden an dem Abend ebenso eine Rolle spielen wie die nach den wirtschaftlichen Perspektiven. Auf welche Stärken und Branchen setzt die City West?

Zweites Thema ist die künftige Entwicklung am Kurfürstendamm. Welche Ideen verfolgen die Geschäftsleute, um den Boulevard attraktiver zu machen? Hat auch die Kultur künftig noch einen Platz am Kudamm? Wohin treiben die Gewerbemieten? Und schließlich wird auch die Sicherheit eine Rolle beim Leserforum spielen. Welche Kriminalitätsschwerpunkte beschäftigen die Polizei? Wie ist es um die Verkehrssicherheit bestellt? Und wie entwickelt sich die Zahl der Einbrüche?

An vielen Stellen im Bezirk drehen sich derzeit die Baukräne. So wird das Kudamm-Karree zwischen Uhland- und Knesebeckstraße seit Februar 2018 einer radikalen Erneuerungskur unterzogen. Die Cells Group aus München reißt Teile der Betonburg ab und baut neu, andere Teile werden saniert. Im „Fürst“, so der neue Name, sollen ab 2022 auf knapp 100.000 Quadratmetern vor allem Büros, Gewerbe und ein Hotel einziehen. Am Kurfürstendamm 12–15 baut die Düsseldorfer Centrum-Gruppe zwei neue Gebäude und saniert den benachbarten Gründerzeitbau, das Mampe-Haus. Wo einst das Kino „Gloria-Palast“ stand, sollen bis 2020 drei Geschäfts- und Bürohäuser mit 20.000 Quadratmeter Nutzfläche entstehen.

Wohnungen werden andernorts in der City West gebaut, allerdings kaum von landeseigenen Unternehmen. Von ihren derzeit 24.000 berlinweit geplanten Wohnungen sollen gerade einmal 500 im Bezirk entstehen. Dafür sind Private aktiv. So realisiert etwa der Hamburger Investor Otto Wulff auf dem ehemaligen Klinikgelände an der Pulsstraße das Projekt „Am Schlosspark“. Bis 2022 sollen 14 Gebäude mit 580 Eigentumswohnungen fertig sein. In Schmargendorf wächst sogar ein neues Stadtviertel. Entlang der Forckenbeck- und Cunostraße wird bis 2022 das Maximiliansquartier errichtet. Insgesamt 973 Miet- und Eigentumswohnungen baut die Groth-Gruppe in fünf- bis achtgeschossigen Häusern.

So können Sie am Leserforum teilnehmen

Das Leserforum „Berliner Morgenpost vor Ort“ zum Thema „City West – Pro­bleme und Perspektiven eines Bezirks“ beginnt am Dienstag, 19. Februar, um 19 Uhr im Maison de France, Kurfürstendamm 211, Ecke Uhlandstraße (Saal „Boris Vian“ in der vierten Etage). Es dauert zwei Stunden. Die Teilnahme ist für unsere Leser kostenlos.

Voraussetzung zur Teilnahme am Leserforum ist eine Anmeldung in unserer Redaktion unter dem Kennwort „Morgenpost vor Ort“. Das geht ganz einfach per E-Mail an aktionen@morgenpost.de, per Fax an 030/8872 77967 oder per Postkarte/Brief an die Berliner Morgenpost, Redaktion Lokales, Kurfürstendamm 21, 10719 Berlin.

Teilen Sie uns bitte mit, wie viele Plätze Sie benötigen. Abonnenten der Berliner Morgenpost können gern ihre Abonummer dazuschreiben, sie werden bei der Platzvergabe bevorzugt berücksichtigt. Alle Anmeldungen werden nach Eingang bearbeitet und müssen spätestens bis Freitag, 15. Februar, 14 Uhr in der Redaktion vorliegen. Der Zugang zum Leserforum im Maison de France ist aus Sicherheitsgründen nur mit einer schriftlichen Bestätigung Ihrer Anmeldung durch die Morgenpost-Redaktion möglich. Wir bitten dafür um Verständnis.

Das Maison de France ist sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Der U-Bahnhof Uhlandstraße (U1) liegt direkt vor der Tür, der U-Bahnhof Kurfürstendamm (U1, U9) ist nur wenige Gehminuten entfernt. An der Ecke Kurfürstendamm/Uhlandstraße halten etliche BVG-Buslinien, zum Beispiel X10, M19, M29, 109, 110. Kostenpflichtige Parkplätze gibt es in umliegenden Parkhäusern.

Diese Experten diskutieren auf dem Podium

Reinhard Naumann (58). Der Jurist ist seit 2011 Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf und auch für Personal, Finanzen und Wirtschaftsförderung zuständig. Er fördert Innovationszentren und die Zusammenarbeit zwischen den Universitäten und der lokalen Wirtschaft.

Christine Wußmann-Nergiz (68): Die Inneneinrichterin ist in Charlottenburg geboren und lebt seit etlichen Jahren an der Schlangenbader Straße in Wilmersdorf. Als Vorsitzende der „Aktiven Bürger“ setzt sie sich für viele Anliegen ein, insbesondere aber für den Erhalt des Grüns.

Gottfried Kupsch (75): Der Diplom-Bauingenieur und Gewerbeimmobilien-Entwickler ist seit 2005 im Vorstand der AG City. Er macht sich für eine Aufwertung und Stärkung des Handels in der City West stark sowie für mehr Aufenthaltsqualität auf Kudamm und Tauentzienstraße.

Lars Neumann (51). Die Polizeidirektion 2 ist für Charlottenburg-Wilmersdorf und Spandau zuständig. Neumann leitet dort den Einsatzstab. Seit 1994 ist er bei der Berliner Polizei, zuvor war der Diplom-Pädagoge Offizier der Luftwaffe bei der Bundeswehr.

Carolin Brühl (57). Die gebürtige Fränkin lebt seit 1996 in Berlin und beobachtet seither als Journalistin den Wandel in der Stadt. In der Morgenpost berichtet die Wilmersdorferin vor allem über Menschen, Kultur und Politik in der City West.

Hajo Schumacher (54). Der Morgenpost-Kolumnist moderiert die Diskussion. Schumacher, in Münster geboren, hat Journalistik und Politikwissenschaft studiert, arbeitet für Magazine, Hörfunk, Online und Fernsehen. Er ist Autor etlicher Bücher.