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Entscheidung

Glockenturm am Olympiastadion bleibt nun doch geöffnet

Regulär ist der Aussichtspunkt wieder Ende März offen. Turmwächter Manfred Uhlitz gewährt aber auch im Winter manchmal Einlass.

Der Turm am Olympiastadion wird nun doch nicht geschlossen

Foto: Carolin Brühl

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Charlottenburg. Freunde schöner Aussichten dürfen sich freuen: Der 77,17 Meter hohe Glockenturm am Olympiastadion bleibt auch während der Sanierungsarbeiten im Sockel- und Tribünenbereich des Gebäude geöffnet. „Ich freue, dass Senator Geisel diese Entscheidung getroffen hat“, sagt Pächter Manfred Uhlitz. Es wäre schwer geworden, Berliner und Berlin-Besucher nach einer langen Pause erst wieder an die Möglichkeit zu gewöhnen, hier einen Blick über die Stadt werfen zu können. Zudem bleibe, so Uhlitz, während der Bauarbeiten auch gewährleistet, dass der Aufzug und die Toilettenanlagen gewartet würden.

Die Aussichtsplattform auf der Spitze des Turms bietet einen weiten Blick über die Stadt: Von Spandau im Westen bis zum Alexanderplatz, bei guter Sicht bis Potsdam und zu den Müggelbergen. Regulär geöffnet wird Uhlitz zufolge wieder vom 30. März bis 3. November täglich 9 bis 18 Uhr. „Wenn das Wetter aber so schön ist wie in den vergangenen Tagen, werde ich auch spontan Einlass gewähren“, sagt der Turmwächter. Darauf würde er dann auch auf der Internetseite www.glockenturm.de hinweisen.

Ausstellung wird in der Bauphase nicht zugänglich sein

Zur WM 2006 war der Turm für rund sieben Millionen Euro vollständig modernisiert worden: Ein neuer gläserner Aufzug befördert die Besucher nach oben und zeigt dabei Szenen aus der Geschichte des Bauwerks. Im Erdgeschoss informierte bislang eine Dokumentations-Ausstellung „Geschichtsort Olympiagelände 1909 – 1936 – 2006“ des Deutschen Historischen Museums über die Spiele von 1936 und die wechselvolle Geschichte des Geländes. Die soll während der Sanierung allerdings nicht zugänglich sein. „Die Ausstellung des Museums wird während der Bau- und Sanierungsmaßnahmen aus Gründen der Baulogistik nicht geöffnet sein“, sagt ein Sprecher der Senatsverwaltung für Inneres und Sport. Auch eine kurzfristige Sperrung des Turms bei temporären Erfordernissen wie beispielsweise Kranarbeiten sei nicht auszuschließen.