Charlottenburg

„Zara“ gibt seine Filiale am Kudamm auf

Der Vertrag des spanischen Filialisten läuft zum 31. März 2019 aus. Einziehen wird im Frühjahr die japanische Lifestyle-Kette Muji.

Marmorhaus

Marmorhaus

Foto: Carolin Brühl

Charlottenburg. Nach 17 Jahren zieht der spanische Mode-Filialist „Zara“ aus dem Marmorhaus am Kurfürstendamm 226/227 aus. Der Mietvertrag zwischen Zara und der Eigentümerin, der Aachener Grundvermögen Kapitalverwaltungsgesellschaft, läuft nach Angaben einer Mitarbeiterin zum 31. März 2019 aus. ",Zara' hat bei den Verhandlung um eine Verlängerung des Vertrags zu hoch gepokert", sagt Uwe Timm, Vorstandsmitglied der Händlervereinigung AG City.

Spanier ziehen aus, Japaner ziehen ein

Einziehen wird im kommenden Frühjahr die japanische Lifestyle-Kette Muji, die auch am Hackeschen Markt eine Filiale hat. Mit dem Aus der vierstöckigen Mode-Filiale mit ihren rund 2000 Quadratmeter Verkaufsfläche droht fast allen Beschäftigten die Kündigung. Nur sechs der 73 Mitarbeiter soll eine Stelle in anderen Berliner Zara-Filialen angeboten worden sein. "Es ist furchtbar, wie Zara mit dem Mitarbeiter umgeht", sagt Erika Ritter von der Gewerkschaft Verdi. Mindestens 17 der Angestellten seien schon fast von Anfang an dabei. "Zara hat ja durchaus in anderen Filialen offene Stellen oder Stellen, die zum 1. April auslaufen, die werden den Mitarbeitern vom Kudamm aber nicht angeboten."

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