Anti-Terror-Übung

Berliner Polizei probt Ernstfall zu Biowaffen-Anschlag

Dazu gehören die Festnahmen von Terroristen, die Versorgung von Opfern, die Spurensicherung und der Schutz vor gefährlichen Erregern.

Sicherheitskräfte proben für den Ernstfall (Archivbild)

Sicherheitskräfte proben für den Ernstfall (Archivbild)

Foto: Arne Dedert / dpa

Mit einer großangelegten Übung bereiten sich verschiedene Polizeibehörden und Seuchenexperten auf einen Terroranschlag mit biologischen Waffen vor. Dabei sollen von Dienstag bis Donnerstag in Berlin Einsatzpläne zur Gefahrenabwehr, zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung und zur Verfolgung von Terroristen geprobt werden, wie die Polizei am Montag mitteilte.

An der Übung mit dem Titel „Wunderbaum“ nehmen außer der Berliner Polizei auch Polizisten vom Bundeskriminalamt (BKA) und der Bundespolizei sowie Mediziner vom Robert-Koch-Institut, Ärzte von der Uniklinik Charité und Feuerwehrleute teil. Bis zu 300 Statisten und Experten arbeiten dabei auf einem Polizeigelände nahe dem Olympiastadion im Westen der Hauptstadt mit. Außerdem sind 80 Beobachter aus dem In- und Ausland eingeladen. Seit dem Jahr 2010 ist das die vierte Übung der Polizei Berlin zur Bewältigung eines schwierigen Anti-Terroreinsatzes.

Zu den durchgespielten Szenarien gehören die Festnahmen von Terroristen durch Spezialeinheiten der Polizei, der Transport und die Versorgung von infizierten Opfern, die Spurensicherung am Tatort und der Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Erregern.

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