Charlottenburg

Messehalle ist jetzt ein Reservequartier für Flüchtlinge

Falls die Flüchtlingszahlen wieder steigen, können in der Messehalle kurzfristig wieder Menschen untergebracht werden.

Flüchtlinge am Lageso in Moabit

Flüchtlinge am Lageso in Moabit

Foto: Gregor Fischer / dpa

In die Halle 26 auf dem Messegelände am Funkturm (Charlottenburg) könnten wieder Flüchtlinge einziehen. Wie Sozialsenator Mario Czaja (CDU) der Berliner Morgenpost bestätigte, wurde die Messehalle zum Teil zur Notfallreserve erklärt. Die Reserve wird für den Fall vorgehalten, dass die Flüchtlingszahlen wieder steigen und kurzfristig Unterkünfte benötigt werden.

In der Messehalle 26 waren im vergangenen Jahr rund 1000 Flüchtlinge untergebracht. Nach einer Übereinkunft zwischen dem Senat und der Messegesellschaft wurde sie Mitte Dezember geräumt, weil sie für die Vorbereitung der Grünen Woche benötigt wurde. Die dort untergebrachten Asylbewerber zogen ins stillgelegte Kongresszentrum ICC und in andere Unterkünfte, zum Beispiel in Lichtenberg.

Mit der Messe Berlin wurde damals bereits vereinbart, dass die Halle zwischen der Tourismusbörse ITB, die in diesem Jahr vom 9. bis 13. März stattfand, und der Internationalen Funkausstellung im September erneut genutzt werden könnte, wenn der Bedarf besteht. Deshalb hält sie jetzt der landesweite Koordinierungsstab für die Flüchtlinge bis Ende August als Notfallreserve vor. Zudem sind nicht genutzte Hangars auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof nach Auskunft der Sozialverwaltung Teil der Reserve.

Zwei Sporthallen in Spandau, die Bruno-Gehrke-Halle sowie die Halle der Heinrich-Böll-Schule, wurden hingegen kürzlich von der Notfallliste gestrichen. Flüchtlingsstaatssekretär Dieter Glietsch hatte dazu erklärt, dies sei angesichts des derzeit relativ niedrigen Zugangs an Asylsuchenden vertretbar.