Denkmal

Böhm-Haus an der Fasanenstraße steht jetzt unter Schutz

Die Mieter im Haus Fasanenstraße 62 freuen sich riesig: Der Abriss ihres Hauses ist vom Tisch, es ist in die Denkmalliste eingetragen.

Die Freude bei den Mietern ist groß: Ihr Haus an der Fasanenstraße 62 steht jetzt auf der Denkmalliste. Das Landesdenkmalamt hat die Schutzwürdigkeit des Gebäudes, das in den 80er-Jahren vom renommierten Architekten Gottfried Böhm errichtet wurde, bestätigt. Damit ist der vom Eigentümer geplante Abriss des Wilmersdorfer Wohnhauses vom Tisch. Das bestätigte Marc Schulte (SPD), Stadtrat für Stadtentwicklung in Charlottenburg-Wilmersdorf. „Wir freuen uns über diese Entscheidung des Landesdenkmalamtes. Aber es muss jetzt mit rechtlichen Schritten gerechnet werden. Die hat der Eigentümer bereits angekündigt“, berichtete Schulte weiter.

Mieter des Hauses hatten beim Landesdenkmalamt die Prüfung beantragt, als sie vom geplanten Abriss hörten. Wie berichtet, hat die Primus Immobilien AG für das Nachbargrundstück Schaperstraße 63 eine Baugenehmigung. Das dortige Haus stand leer und wurde für die Neubebauung bereits abgerissen. Die Primus wollte das Bestandsgebäude auf dem Grundstück Fasanenstraße 62 abreißen, um dort ebenfalls neu zu bauen. Doch die Mieter protestierten.

Der Denkmalbeirat des Bezirks schaltete sich ein und erreichte, dass sich der Bezirk beim Landesdenkmalamt für eine Prüfung der Schutzwürdigkeit einsetzte. Auf dem Tisch des Bauamtes lagen zum Schluss zwei Varianten, für den Fall, dass der Abriss versagt werden würde. In dem Fall soll zwischen dem Neubau Nummer 63 und Haus Nummer 62 noch ein Neubau entstehen. Eine Baugenehmigung liegt dafür aber von Seiten des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf noch nicht vor.