Charlottenburg

Zwei Jugendliche am Bahnhof Zoo schwer verletzt

Mehrere Männer sind am Bahnhof Zoo aus einem Auto gestiegen - und haben einen 15-Jährigen und einen 20-Jährige mit einem Messer und einem Elektroschocker schwer verletzt. Die Täter entkamen.

Foto: ABIX

Ein 15-Jähriger und ein 20-Jähriger sind in der Nähe des Bahnhofs Zoo in der Nacht zu Mittwoch niedergestochen worden. Eine Gruppe unbekannter Männer habe die Jugendlichen mit Messern und Elektroschockgeräten angegriffen, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Das Motiv für die blutige Auseinandersetzung in Berlin-Charlottenburg ist noch unklar.

Ersten Erkenntnissen zufolge standen die zwei jungen Männer gegen 22.30 Uhr mit zwei 19-Jährigen vor einem Lebensmittelmarkt in der Hardenbergstraße. Ein Auto soll vor ihnen gehalten haben. Mehrere Männer sollen ausgestiegen sein und angegriffen haben. Die Attackierten versuchten zu fliehen und rannten in verschiedene Richtungen. Doch weder der 15-Jährige noch der 20-Jährige konnte den Angreifern entkommen.

Letzterer wurde von einem Passanten gefunden. Er lag mit schweren Stichverletzungen an der Ecke Joachimstaler Straße und Kantstraße auf dem Boden. Der Passant alarmierte die Feuerwehr, die die Polizei verständigte. Wenig später fanden Beamte den 15-Jährigen an einer Bushaltestelle am Hardenbergplatz, wo er mit schweren Stichverletzungen kollabiert war.

Die beiden Opfer wurden in ein Krankenhaus eingeliefert. Am Mittwochmorgen befanden sie sich außer Lebensgefahr. Das Fachkommissariat der Direktion 2 fahndet nach den Tätern und hat die Ermittlungen übernommen. Unklar blieb am Mittwoch, ob sich die zwei Gruppen kannten und warum es zu dem Angriff kam.

Straftaten, bei denen Messer eingesetzt werden, sind in Berlin keine Seltenheit. Vor weniger als einer Woche wurde ein Mann vor einem Starbucks-Café in Charlottenburg niedergestochen. 2013 gab es in Berlin insgesamt 2512 Straftaten mit einem Messer – etwa sieben pro Tag. Das geht aus einer Antwort der Senatsverwaltung auf eine Anfrage des Abgeordneten Peter Trapp (CDU) hervor.