Brand

BVG-Bus fängt während der Fahrt plötzlich Feuer

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Christina Brüning

Foto: schroeder / <219,4,191>schroeder

Schreck für die Fahrgäste eines Busses der Linie M49: Im Fahrzeug brach ein Feuer aus. Der Fahrer stoppte sofort. Verletzt wurde niemand - das ist auch einer neuen Feuerlöschanlage zu verdanken.

Weil ein BVG-Bus am Montagabend plötzlich Feuer fing, musste die Kantstraße in Charlottenburg vorübergehend eine halbe Stunde lang gesperrt werden. Der Fahrer des Busses der Linie M49 bemerkte nach Polizeiangaben gegen 18.30 Uhr den Brand im Motorraum seines Fahrzeugs. Er hielt den Bus sofort an und ließ alle Fahrgäste aussteigen. Danach begann er, den Motor selbst zu löschen, bevor die Feuerwehr eintraf und den Rest der Löscharbeiten erledigte. Verletzt wurde bei dem Vorfall nach Angaben der Polizei niemand.

Wieder war es ein Bus der Baureihe Citaro, in dessen Motorraum es zu brennen anfing. Vor zwei Jahren plagte die BVG bereits eine ganze Serie von Busbränden. Doch anders als damals schlugen am Montag keine Flammen aus dem Motorraum, die auf den gesamten Bus hätten übergreifen können. Denn die Verkehrsbetriebe haben nach der Reihe von Bränden 2011 damit begonnen, ihre Busse mit Feuerlöschanlagen im Motorraum auszurüsten.

Wird es zu heiß am Motor und gerät dieser in Brand, lösen die Temperaturfühler der Anlage aus, dass ein Wasser-Chemie-Gemisch in den Motorraum gesprüht wird. Fast die ganze rund 1300 Fahrzeuge umfassende Busflotte sollte seither mit dem System ausgerüstet werden, die Kosten dafür lagen bei rund sechs Millionen Euro.

„Großes Lob an den Busfahrer“

„Die Anlagen funktionieren, das hat man nun wieder gesehen“, sagte Petra Reetz, Sprecherin der BVG, am Dienstag. Durch das Löschmittel entstehe zusätzlicher Dampf im Motorraum, aber eben keine großen Flammen. So sei auch die Dampfwolke zu erklären, die auf den Fotos des am Montag in Brand geratenen Busses zu sehen ist. „Der Busfahrer hat das gesehen und sich sofort ganz vorbildlich verhalten, dafür gebührt ihm ein dickes Lob“, sagte Reetz. Der Mann habe die Ruhe bewahrt, die rund 80 Leute aus dem voll besetzten Bus im Feierabendverkehr aussteigen lassen und habe sich dann unverzüglich mit einem Feuerlöscher selbst ans Werk gemacht. Der Kollege eines nachfolgenden Busses habe dabei geholfen.

Der kaputte Bus sei in die Werkstatt geschleppt worden. Dort müssen die Fachleute den Grund für den Brand heraus finden. Nach Polizeiangaben ist vermutlich ein technischer Defekt für den Zwischenfall verantwortlich.