Berlins Bezirke

Das sind die Tipps für das Wochenende

Ausgehen nur in Mitte? Weit gefehlt. Das Veranstaltungsangebot ist in allen Berliner Stadtteilen vielfältig. Eine Auswahl.

Dschungelbuch in der Komödie am Kudamm

Dschungelbuch in der Komödie am Kudamm

Foto: Barbara Braun

Konstantin Weckers Dschungelbuch in der Komödie im Schiller-Theater

Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom Dschungelbuch? Rud­yard Kipling schrieb sie 1894. Seitdem begeistern die Abenteuer rund um das Menschenkind Mogli und seine tierischen Freunde Generationen. Es gibt wohl kaum einen Stoff, der so berühmt und unvergänglich zugleich ist. Aber auch zwei andere Namen verbinden sich seit vielen Jahren untrennbar mit dem Erfolg dieses Klassikers: die des Kindermusicalmachers Christian Berg und des Liedermachers und Komponisten Konstantin Wecker. Fünf Darsteller übernehmen mehr als ein Dutzend Rollen und fordern die Zuschauer immer wieder zum Mittanzen und Mitmachen auf. Dabei spielen die Kinder unter anderem die Elefanten, die mit Mogli durch den Dschungel ziehen. Eltern finden sich als Palmen auf der Bühne wieder.

Das Dschungelbuch, bis 28. Dezember in der Komödie im Schiller-Theater, Bismarckstr. 110, Karten zwischen 12,90 und 20,90 Euro, Ermäßigungen für Kita- und Schulgruppenunter, Tel. (030) 88 59 11 88 und www.komoedie-berlin.de

Weihnachtslieder im Rathaus Steglitz mit dem Studio für Musiktheater

Mitten im Weihnachtsstress gibt es auch noch Gelegenheit, sich hinzusetzen, zur Ruhe zu kommen und sich dennoch auf Weihnachten einzustimmen. „Heute wollen wir glücklich sein“ – unter dieses Motto haben die Mitglieder des Studios für Musiktheater ihr Konzert am Sonnabend im Rathaus Steglitz gestellt. Die überwiegend aus Gesangssolistinnen und -solisten bestehende Gruppe unter der ­Leitung von Alfred Bär studiert Werke aus den Bereichen Operette, Oper und Musical sowie Volkslieder für öffentliche Aufführungen ein. Bei dem Konzert an diesem Sonnabend werden die Mitglieder des Seniorenensembles traditionelle deutsche Weihnachtslieder, aber auch internatio­nale Lieder, so zum Beispiel schottische und russische Weihnachtslieder, gesungen. Der Veranstalter des Konzerts ist die Leo-Borchard-Musikschule.

Weihnachtskonzert des Studios für Musiktheater, Sonnabend, 7. Dezember, 17 Uhr, im Rathaus ­Steglitz, Karten an der Abendkasse im Rathaus für 4 Euro, ermäßigt 2 Euro

Schön trotz Straße: Fotografin eröffnet Schau mit Porträts von Obdachlosen

Ihre Gesichter sind vom Leben auf der Straße gezeichnet - und auf eine besondere Weise schön. Obdachlose sind Menschen, die Debora Ruppert als Foto­modelle für sich entdeckt hat. Was für Bilder dank einfühlsamer Verständigung entstehen können, beweist die Fotografin nun bei einer Ausstellung im Rathaus Pankow. Unter dem Titel „Kein Raum – Begegnungen mit Menschen ohne Obdach“ sind hier Schwarz-Weiß-Porträts zusammengefasst, die vom Leben am Rande der Gesellschaft erzählen, dem Dasein auf Bürgersteigen, unter Brücken und in Parks. Zur Ausstellungseröffnung am Montag, 9. Dezember, werden Experten wie Bruder Christoph von der Suppenküche des Franziskaner-Klosters und der frühere Obdachlose Orlando El Mondry ab 17 Uhr im Podiums­gespräch über „unsichtbare Armut“ diskutieren. Wer die Schau mit Schulklassen besuchen will, kann eine Führung anfragen unter hello@deborahruppert.com.

Rathaus Pankow, Breite Straße 24a–26, 13187 Berlin, bis 8. Februar, täglich 8–18 Uhr, Eintritt frei

Tierheim Berlin feiert sein traditionelles Weihnachtsfest

Das Tierheim Berlin feiert auch in diesem Jahr am zweiten Adventssonntag sein traditionelles Weihnachtsfest der Tiere. Interessierte können von 11 bis 16 Uhr vorbeikommen und den etwa 1400 tierischen Bewohnern Geschenke mitbringen. Gemeinsam mit den Mitarbeitern richten tierliebe Besucher die Bescherung in den verschiedenen Tierhäusern aus, können an einer Führung durchs Heim teilnehmen oder besuchen den kleinen Weihnachtsmarkt. Livemusik sorgt für fest­liche Stimmung. In diesem Jahr erhalten Mensch und Tier zum ersten Mal einen weihnachtlichen Segen: Pfarrerin Nana Dorn hält eine kurze weihnachtliche An­sprache zum Thema Tierschutz. Eigene Haustiere können dazu ebenfalls mitgebracht werden. Eine Überraschung wartet am Glühweinstand: Die beiden Schauspieler Lea van Ackern und Raphaël Vogt unterstützen das Tierheim tatkräftig beim Verkauf heißer Getränke.

Tierschutzverein für Berlin, Hausvaterweg 39. Eine Anreise mit dem ÖPNV wird empfohlen, es verkehren Shuttlebusse zwischen dem S-Bahnhof Ahrensfelde und dem Tierheim. 8. Dezember, 11 bis 16 Uhr.

„Grandmother Film Festival“: 30 internationale Produktionen zu sehen

Häufig weiß man jemanden mehr zu schätzen, wenn er nicht mehr da ist. Die Zeit, die man mit seinen Großeltern verbringen kann, ist im Vergleich zu anderen Menschen kurz. Den Großmüttern zu Ehren findet am Wochenende das „Grandmother Film Festival“ statt. Zum zweiten Mal fügt es sich in die Veranstaltungsreihe CrossKultur des Bezirks Tempelhof-Schöneberg ein. Vom 6. bis zum 8. Dezember sind 30 internationale Produktionen zu sehen, die sich auf feinsinnige und persönliche Art den Beziehungen zwischen den Generationen annähern. Es sind Geschichten und intime Einblicke, verpackt in Kurzfilme und lange Spielfilmformate, Dokumentarfilme sowie Animationen. In einigen Filmen begegnet man den Großmüttern selbst, in anderen den Erinnerungen ihrer Hinterbliebenen. Sophia Tabatadze hat das Festival kuratiert.

Grandmother Film Festival, 6. bis 8.12., The.Word.Berlin, Neue Kulmer Straße 2, 10827, Sonnabend ab 17 Uhr, Sonntag ab 19 Uhr, Eintritt frei, www.cross-kultur.de

Abenteuer von Michel aus Lönneberga auf der Astrid-Lindgren-Bühne

Wie man Weihnachtsgaben geschickt und gerecht verteilt, davon erzählt das Theaterstück der Astrid-Lindgren-Bühne im FEZ Berlin. Es geht um Michel, einen Jungen im Dorf Lönneberga. Er lebt mit seinen Eltern auf dem Hof Katthult. Seine Mutter hat vor Weihnachten einen Korb mit Leckerbissen für die Bewohner des Armenhauses abgegeben. Doch die Leiterin dieses Hauses verputzt die Köstlichkeiten selbst und lässt nichts für andere übrig. Mit ein paar Tricks gelingt es Michel, ihr eine Lektion zu erteilen und den Armen doch noch zu einem fröhlichen Festessen zu verhelfen. Das Stück ist für Kinder von vier bis sechs Jahren geeignet. Es hat seinen Ursprung in einer Geschichte der schwedischen Autorin Astrid Lindgren. Sie hatte zuerst ihrem Enkel von den Abenteuern und Streichen des Michel erzählt und sie später aufgeschrieben. Die Bücher sind ab 1963 erschienen.

Astrid-Lindgren-Bühne im FEZ Berlin, Straße zum FEZ 2, Oberschöneweide. Karten kosten elf Euro. Familien ab drei Personen zahlen acht Euro für ein Ticket. Tel. 030 53071250, astrid-lindgren-buehne.fez-berlin.de