Lichterfelde

Bezirk will neue Firmen am Teltowkanal ansiedeln

Im Gewerbegebiet an der Goerzallee in Lichterfelde sind noch fünf Hektar ungenutzt. Das soll sich bald ändern.

Michael Pawlik (l.) hat als Leiter der Wirtschaftsförderung auch den Eigentümer der Goerzwerke, Silvio Schobinger, bei der Ansiedlung von Firmen und Erweiterungsbauten unterstützt.

Michael Pawlik (l.) hat als Leiter der Wirtschaftsförderung auch den Eigentümer der Goerzwerke, Silvio Schobinger, bei der Ansiedlung von Firmen und Erweiterungsbauten unterstützt.

Foto: Jörg Krauthöfer

Berlin. Zwischen Goerzallee und Teltowkanal liegt das größte zusammenhängende Gewerbegebiet von Steglitz-Zehlendorf. Insgesamt 85 Hektar ist der Lichterfelder Wirtschaftsstandort groß. Etwa fünf Hektar davon sind ganz am Ende zwischen Teltower Damm und Wupperstraße direkt am Wasser noch ungenutzt. Das soll sich ändern.

Das Bezirksamt hat eine Studie in Auftrag gegeben, in der das Potenzial der Fläche untersucht wird. „Im Dezember liegen die Ergebnisse vor“, sagt Michael Pawlik, Leiter der Wirtschaftsförderung. Der Bezirk erwarte aus der Untersuchung Handlungsempfehlungen, wie das Gebiet weiter entwickelt werden kann. Ziel sei, es den Gewerbestandort mit der Ansiedlung neuer Firmen auszubauen.

Natur hat sich die Fläche zurückerobert

Seit Jahren liegt die Fläche brach, die Natur hat sich das Gelände zurückerobert. In der Machbarkeitsstudie wurden fast ein Jahr lang der Baugrund, Flora, Fauna und der Artenschutz untersucht. „Das Gebiet wurde schon vor dem Zweiten Weltkrieg als Industriestandort genutzt, damals haben Unternehmen noch einfach Abfallstoffe in den Boden eingeleitet“, sagt Pawlowski. Noch wisse man deshalb nicht, wie viel von der Fläche genutzt werden könne.

Gebiet ist im Eigentum des Bezirks

Das ungenutzte Areal ist im Eigentum des Bezirks. Untersützung kam von der Senatswirtschaftsverwaltung, die die Studie mit Fördermitteln aus Fonds für die Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur unterstützt hat. Da die Fläche als Gewerbegebiet im Bebauungsplan eingetragen ist, können an dieser Stelle keine Wohnungen am Wasser entstehen. Sogar bei der Ansiedlung von Firmen gibt es Einschränkungen. „Zulässig sind nur Produktion und produktionsnahe Dienstleistungen“, sagt Michael Pawlik. Dennoch könnten sich natürlich Software-Unternehmen dort niederlassen. Es sollten nur nicht ausschließlich Büros sein.

Viele Start-ups in den Goerzwerken

In dem Gewerbegebiet an der Goerzallee haben sich zuletzt viele Start-ups in den Goerzwerken angesiedelt. Eigentümer Silvio Schobinger hat die alten Fabrikhallen umgebaut und und mehrfach erweitert. Carl Paul Goerz ließ im Werk an der Goerzallee 299 ab 1917 optische Linsen und Lampen produzieren. Das Goerzwerk stand fast leer, als es Silvio Schobinger mit seinem Bruder 2015 übernahm.