Berlin-Spandau

Bau neuer Sporthallen an Schulen verzögert sich

Weil das Vergabeverfahren länger dauert, entstehen die neuen Hallen in Spandau später als geplant. Grund sind zu teure Angebote der Unternehmen.

In Spandau sollen zahlreiche neue Sporthallen gebaut werden. An einigen Schulen geht es jedoch langsamer voran als geplant.

In Spandau sollen zahlreiche neue Sporthallen gebaut werden. An einigen Schulen geht es jedoch langsamer voran als geplant.

Foto: Joerg Krauthoefer

Berlin.  Die Liste an Spandauer Schulen, die neue Sporthallen bekommen sollen, ist lang: An 16 Einrichtungen sind neue Hallen geplant, drei von ihnen sollen als so genannte Typensporthallen entstehen, die, so heißt es vom Land, aufgrund ihrer modularen Bauweise besonders schnell, günstig und ökologisch errichtet werden können. Berlinweit sind diese Hallen an bis zu zwölf Standorte vorgesehen.

Doch genau deren Bau verzögert sich nun, weil sich das Vergabeverfahren an einen Generalunternehmer hinzieht und bislang kein Auftragnehmer gefunden wurde. „Leider waren die Angebote deutlich zu hoch“, teilte eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit. Das Verfahren habe aufgehoben werden müssen. „Es wird jetzt mit den Bietern verhandelt“, so die Sprecherin. Bis zum Juli, lautet nun das Ziel, sollen die Bauleistungen vergeben sein.

Siemensstädter Gymnasium: Baustart 2021 statt 2019

Ähnliche Probleme gab es auch bereits bei den modularen Kita-Bauten (Mokib), die in Berlin gebaut werden sollen. In diesem Fall hatte keine Baufirma ein Angebot für den Großauftrag eingereicht. 3000 zusätzliche Kita-Plätze sollen durch die Mokibs geschaffen werden. Die Firmen seien überausgelastet, hieß es damals von der Senatsverwaltung.

In Spandau sollen Typensporthallen am Lily-Braun-Gymnasium, dem Carl-Friedrich-von-Siemens-Gymnasium und an der Bernd-Ryke-Grundschule entstehen. Ein Baustart war an allen drei Standorten für dieses Jahr geplant. Umgesetzt werden kann das, Stand jetzt, wohl nur noch am Lily-Braun-Gymnasium – und dort auch erst im letzten Quartal. Bau-Ende soll an dem Gymnasium dann ein Jahr später sein.

An der Bernd-Ryke-Grundschule ist mit Bauarbeiten erst im dritten Quartal 2020 zu rechnen, bei der Bauzeit wird ebenfalls mit einem Jahr gerechnet. Anfang 2021 soll dann der Baubeginn am Carl-Friedrich-von-Siemens-Gymnasium in der Siemensstadt folgen.

Zwei Modulare Ergänzungsbauten werden ab diesem Jahr gebaut

Besser läuft es bei den Modularen Ergänzungsbauten (MEB) für Schulgebäude, um zusätzliche Unterrichtsräume zu schaffen. Sowohl an der Peter Härtling-Grundschule als auch an der Grundschule an der Pulvermühle soll der Baubeginn wie geplant in diesem Jahr stattfinden. Nutzbar sein soll der MEB mit zwölf zusätzlichen Räumen an der Peter-Härtling-Grundschule ab dem zweiten Quartal 2020. Der MEB an der zweiten Grundschule, mit 16 Räumen und einer Mensa, soll bis zum dritten Quartal 2020 fertig sein.

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