Radschnellweg

Teltowkanalroute auf dem Prüfstand

Die InfraVelo GmbH hat die Machbarkeitsuntersuchung fast abgeschlossen. Ziel ist die Ausarbeitung einer Vorzugstrasse.

In Hessen schon Realität: In diesem Jahr wurde ein 3,6 Kilometer langes Teilstück von Hessens erstem Radschnellweg zwischen Darmstadt-Wixhausen und Egelsbach eröffnet +++ dpa-Bildfunk +++

In Hessen schon Realität: In diesem Jahr wurde ein 3,6 Kilometer langes Teilstück von Hessens erstem Radschnellweg zwischen Darmstadt-Wixhausen und Egelsbach eröffnet +++ dpa-Bildfunk +++

Foto: Arne Dedert / dpa

In Berlin sind derzeit zehn Radschnellverbindungen geplant. Zwei davon verlaufen durch den Bezirk Steglitz-Zehlendorf: Das ist zum einen die Route Königsweg-Kronpronzessinnenweg und zum anderen die Teltowkanalroute. Die Untersuchung der verschiedenen Varianten der Teltowkanalroute ist kurz vor dem Abschluss. Darüber informierten Alexandra Hensel und Gabriele Gluth kürzlich den Verkehrsausschuss der Steglitz-Zehlendorfer Bezirksverordneten. „Die Machbarkeitsuntersuchung ist in der Finalisierung“, erklärten sie im Ausschuss. Die Hinweise von Bürgern und anderen Akteuren aus diversen Dialogrunden seien aufgenommen worden und sollen in den weiteren Planungsschritten berücksichtigt werden.

Abstimmung mit dem Bezirk und Senat

Die Ergebnisse der Machbarkeitsuntersuchung werden in einem Bericht zusammengefasst und dann mit dem Bezirk und der Senatsverwaltung für Umwelt und Verkehr abgestimmt. „Anschließend können wir in die nächste Planungsrunde gehen“, sagt Alexandra Hensel. Ziel ist es dann, die Vorzugstrasse zu finden und auszuarbeiten. Die Teltowkanalroute wird etwa zehn Kilometer lang sein und durch Steglitz-Zehlendorf und Tempelhof-Schöneberg führen. Sie unterteilt sich in vier Abschnitte: Der südlichste ist der Uferweg am Teltowkanal, an dem sich der Bereich Teltowkanal-Arnulfstraße anschließt, der dritte führt vom Priesterweg bis zum Hans-Baluschek-Park und der vierte umfasst das Südkreuz.

Routen werden noch geprüft

Mehrer Strecken sind derzeit noch für die Teltowkanalroute in der Prüfung. Es gebe zwar eine Vorzugsvariante, aber noch keine finale Route, so Alexandra Hensel. Entscheidend beim Ausbau der Radschnellverbindungen sei, dass der Radverkehr vom Fußverkehr getrennt geführt werde, damit Konflikte vermieden würden. Anwohner hatten in den öffentlichen Diskussionsveranstaltungen die Befürchtungen geäußert, dass durch den versiegelten Radweg am Ufer des Teltowkanals der Charakter des Naherholungsgebietes verloren gehen könnte. Gerade am Wochenende wird der Weg von vielen Fußgängern genutzt. Anderen Teilnehmern war eine Anbindung an die Nachbargemeinden Teltow und Kleinmachnow wichtig.