Finanzielle Unterstützung

DLRG Reinickendorf braucht dringend neues Wasserrettungsboot

Durch einen erfolgreichen Antrag ist die DLRG ihrem Boot ein Stück näher gekommen. 3000 Euro gibt es aus Sondermitteln der BVV.

Die beiden jetzigen Boote sind zwanzig und zwölf Jahre alt. Es muss dringend ein neues her.

Die beiden jetzigen Boote sind zwanzig und zwölf Jahre alt. Es muss dringend ein neues her.

Foto: Susanne Kollmann

Reinickendorf. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Reinickendorf hat dieser Tage alle Hände voll zu tun. Die Badesaison ist schon Anfang Juni in vollem Gange, die Einsatzstunden häufen sich. Viel zu tun für die ehrenamtlichen Lebensretter der DLRG, die während der Wasserrettungssaison für die Sicherheit der Menschen auf, im und am Wasser sorgen. Für ihren Dienst benötigen die Ehrenamtlichen vor allem ein funktionsfähiges Wasserrettungsboot. Das aktuelle Modell ist mittlerweile 20 Jahre alt und für die heutigen Herausforderungen des Wasserrettungsdienstes nicht mehr geeignet. Aus diesem Grund soll in diesem Jahr ein neues Boot her.

Neues Boot kostet um die 70.000 Euro

Die Kosten für Boot, Plane und Trailer werden von der DLRG auf rund 70.000 Euro geschätzt. Eine Summe, die der Bezirksverband nicht ohne weiteres aufbringen kann. Deshalb haben der DLRG-Bezirksleiter Thiemo Klawa und der Leiter der DLRG-Verbandskommunikation, Felix Schönebeck, einen so genannten Sondermittel-Antrag in der Reinickendorfer Bezirksverordnetenversammlung (BVV) gestellt. Dieser wurde nun einstimmig beschlossen. Der DLRG Reinickendorf werden 3.000 Euro aus Sondermitteln der BVV für das Jahr 2019 zur Verfügung gestellt.

Und das Geld ist sehr wichtig für die DLRG, denn das alte Boot verkaufen und mit dem Geld das neue bezahlen, funktioniert nicht. Der Grund: Es stehen nur zwei Boote zur Verfügung – das eine 20 Jahre alt, das andere zwölf. Da die Anfertigung einige Monate dauert, gebe es nur ein Boot und das sei nicht erlaubt. Also erst ein neues kaufen, dann das alte verkaufen.

Innenausbau wird individuell angefertigt

Warum das neue Boot so teuer ist, liegt an der Ausstattung. Nach Angaben des Bezirksleiters Thiemo Klawa habe die Schale eine Standardform, doch der Innenausbau werde individuell angefertigt. „Das ist auch nötig. Wir haben jetzt kaum Platz, müssen uns bei Einsätzen arrangieren“, sagt Klawa. Mit Bootsführer, Funker, zwei Rettungsschwimmern und einem Sanitäter sind bis zu fünf Personen an Bord. Im Notfall müssen sich alle dort umziehen. Doch einen trockenen Stauraum gibt es dafür bislang nicht – der vorhandene wird für Einsatzmaterial genutzt. „Wir verstauen unsere Kleidung in wasserfeste Säcke“, sagt der Bezirksleiter. Diese Säcke lägen dann im vorderen Teil des Bootes, was sehr ungünstig sei. Das neue Boot wäre größer und hätte vorne sowie hinten Stauraum.

Schnellere Rettung durch Hydraulikklappe

Wesentlich wichtiger ist aber das Material. Besteht das jetzige Boot aus einem aus Glasfaser verstärktem Kunststoff, wäre das neue aus Aluminium. „Wenn wir nachts rausfahren und einen im Wasser treibenden Astübersehen, dann beschädigen wir das Boot“, sagt Klawa. Im schlimmsten Fall wäre ein Loch in der Bootswand. Damit die Rettungskräfte die gekenterten Personen aus dem Wasser nicht mehr über die Wand ziehen müssen, hätte das neue Einsatzboot vorne zudem eine Hydraulikklappe, die direkt auf dem Wasser aufsetzt.

DLRG ist glücklich über die Unterstützung aus dem Rathaus

“Unsere ehrenamtlichen Lebensretter leisten eine herausragende Arbeit. Um den bestmöglichen Dienst für die Menschen in Reinickendorf sicherzustellen, muss unser Einsatzmaterial zeitgemäß sein. Das neue Wasserrettungsboot muss daher auf dem aktuellen Stand der Technik sein. Wir freuen uns sehr über die starke Unterstützung aus dem Rathaus Reinickendorf. Bei der DLRG ist jeder Euro gut und richtig angelegt”, erklärt Felix Schönebeck, der neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit bei der DLRG selbst auch Bezirksverordneter im Reinickendorfer Rathaus ist und dort den Antrag besonders unterstützt hat.

Wer der DLRG Reinickendorf bei der Anschaffung des neuen Wasserrettungsbootes finanziell unterstützen möchte, kann das auf folgender Seite tun: www.reinickendorf.dlrg.de/spenden