Fördermittel

40.000 Euro für Kiez-Projekte in Reinickendorf

In Lübars, Waidmannslust und Tegel-Süd gibt es Unterstützung für Ideen von Bürgern. Ein Schwerpunkt liegt auf der Rollberge-Siedlung.

Ein Schwerpunkt des Kiezfonds liegt in der Rollberge-Siedlung in Waidmannslust.

Ein Schwerpunkt des Kiezfonds liegt in der Rollberge-Siedlung in Waidmannslust.

Foto: CDU Reinickendorf

Berlin. In Lübars, Waidmannslust und Tegel-Süd werden in diesem Jahr Projekte von Initiativen und Vereinen durch einen Kiezfonds in Höhe von bis zu 40.000 Euro gefördert. Das hat die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) in Reinickendorf kürzlich einstimmig beschlossen. Damit könne die Ausschreibung noch rechtzeitig vor der Sommerpause der BVV erfolgen, teilte die Reinickendorfer CDU-Fraktion mit, die den mit Änderungen beschlossenen Antrag zu dem Kiezfonds eingebracht hatte.

Ein Schwerpunkt bei dem Fonds, aus dem einzelne Projekte eine Fördersumme von maximal 2000 Euro erhalten können, liegt auf der Rollberge-Siedlung. Die Siedlung gilt als strukturschwach, Politiker und Anwohner beklagen, dass Kriminalität, Dreck und Lärm zunähmen. Künftig soll der Kiez deshalb ein Quartiersmanagement bekommen, bislang gibt es dieses aber noch nicht.

„Wir wollen vor allem das bürgerschaftliche Engagement in Gebieten, die nicht bereits durch ein Quartiersmanagement oder ein anderes öffentliches Förderprogramm finanziell und organisatorisch unterstützt werden, fördern“, erklärte Björn Wohlert, CDU-Sprecher für Sozialraumorientierung, in einer Mitteilung.

Bestehende Netzwerke in den Fördergebieten sollen gestärkt werden

Gefördert werden können Projekte von Vereinen oder lokalen Gruppen, die sich für das gemeinschaftliche Miteinander im Kiez einsetzen und beispielsweise die Jugend, Sportangebote oder das Ehrenamt vor Ort fördern. Die CDU-Fraktion verspricht sich davon, bereits bestehende Netzwerke in den Fördergebieten zu stärken.

In den vergangenen beiden Jahren wurden die im Bezirkshaushalt für Kiezfonds zur Verfügung stehenden Mittel in Höhe von 40.000 Euro nicht ausgegeben. 2016 sei nur ein Teil der Fördermittel genutzt worden. Anstatt ehrenamtliches Engagement zu unterstützen seien die Mittel „unbemerkt in den Untiefen des Bezirkshaushalts verschwunden“, hieß es in einer Mitteilung der SPD-Fraktion, die ebenfalls einen Antrag zum Kiezfonds eingebracht hatte, der allerdings vertagt wurde. Darin forderte die Fraktion auch, die Möglichkeiten der Förderung bekannter zu machen.

Die CDU-Fraktion zeigte sich derweil zufrieden, dass ihr Antrag - nach hitziger Debatte, wie es heißt - noch beschlossen wurde. Andernfalls hätte es eine mindestens zweimonatige Verzögerung gegeben, so die Fraktion. „Der Start des Kiezfonds noch vor der Sommerpause wäre in Gefahr geraten“, heißt es in einer Mitteilung. Nach einer Sondersitzung des Ältestenrates gab es aber doch noch eine sofortige Debatte und anschließende Abstimmung in der BVV.

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