Freizeit

Das sind die besten Tipps für das Wochenende in Berlin

Ausgehen nur in Mitte? Weit gefehlt. Das Veranstaltungsangebot ist in allen Berliner Stadtteilen vielfältig. Eine Auswahl.

Ulme 35: Zentrum für Kunst, Kultur und Begegnung im Westend.

Ulme 35: Zentrum für Kunst, Kultur und Begegnung im Westend.

Foto: Ulme 35

Fairer Handel: 8. Faires Frühstück in der Ulme 35 in Westend

Gemeinsam mit Judith Siller von der Kampagne Fairtrade Town eröffnet Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD) am Sonnabend, 27. April, um 11 Uhr, das 8. Öffentliche Faire Frühstück in der „Ulme 35“ an der Ulmenallee 35. Fairtrade-Town-Akteure und Gruppen aus der „Ulme 35“ werden ihre Arbeit präsentieren. Am 9. Juni 2011 wurde Charlottenburg-Wilmersdorf als erster Berliner Bezirk mit dem Titel „Fairtrade-Town“ ausgezeichnet. Nach eingehender Prüfung durch TransFair e.V. wurde dem Bezirk im Mai 2017 der Titel für weitere vier Jahre verliehen. „Immer mehr Menschen engagieren sich mit dem Fairen Handel für menschenwürdige Arbeits- und Produktionsbedingungen sowie faire Erzeugerpreise in Entwicklungs- und Schwellenländern“, so Naumann. Zur Vermeidung von Abfall kann Geschirr mitgebracht werden.

Um Anmeldung wird gebeten: Weltladen A Janela, Emser Str. 45, 10719 Berlin, Tel. (030) 886 808 11 oder Email: info@fairtradetown-charlottenburgwilmersdorf.de

Open-Air-Tipp: Brandenburg präsentiert sich in der Altstadt Spandau

Welche touristischen Höhepunkte Brandenburg zu bieten hat, können Besucher an diesem Sonnabend in der Altstadt Spandau erfahren. Dort findet mit dem Brandenburg-Tag die größte touristische Open-Air-Präsentation des Berliner Nachbarlandes statt, heißt es in einer Ankündigung der Marketingagentur „Partner für Spandau“. Im Mittelpunkt der Umland-Tourismus-Börse steht das Fontane-Jubiläum sowie die Landesgartenschau in Wittstock/Dosse. Vertreten seien bei der Messe Freizeitanbieter, Festivals, Landhotels und Bauernhöfe aus allen Regionen Brandenburgs. Zudem sind ein Bühnenprogramm mit Live-Musik und Verlosungen von Tickets und Reisegutscheinen geplant; auch Essen aus der Region wird angeboten. Die Tourismusbörse findet bereits zum 11. Mal statt und wird in Kooperation mit der Tourismus Marketing Brandenburg GmbH organisiert.

11. Brandenburg-Tag Berlin-Spandau, Marktplatz Spandau, 11 bis 18 Uhr, Eintritt frei

Jubiläum: Heimathafen Neukölln feiert seinen 10. Geburtstag

Der Heimathafen Neukölln feiert seinen zehnten Geburtstag. Und wie es sich für ein Haus gehört, das voll ist mit Künstlern, findet die Party nicht nur an einem Tag statt, sondern erstreckt sich über mehrere Wochen. Denn seit seiner Gründung 2009 bietet der Heimathafen unter seinen vier Rubriken Amüsemang, Musik, Tacheles und Theater eine Bühne für ganz verschiedene Kunstformen: Konzerte, Schauspiel, Diskurs und Performances. Am 30. April findet ein Songslam, ein Sängerwettbewerb, im Heimathafen statt. Sechs Sänger und Songschreiber treten vor Publikum auf, das bewertet die jeweiligen Auftritte mit Applaus. Wer den meisten bekommt, gewinnt.

Am 28. April findet ein Kammerkonzert des Deutschen Symphonie-Orchesters im Heimathafen statt. Und am 5. Mai folgt gleich ein weiteres Highlight: ein Babykonzert. Dabei spielen Profi-Musiker klassische Musik, zu der Babys und Kleinkinder gemeinsam mit Eltern oder Großeltern krabbeln und der Musik lauschen können.

Heimathafen Neukölln, Karl-Marx-Str. 141, Karten ab 9 Euro unter www.heimathafen-neukoelln.de

Geschichts-Tipp: Zeitzeugen berichten über die Zeit der Luftbrücke

70 Jahre ist es her, als amerikanische und englische Flugzeuge Kohle, Lebensmittel und Medikamente nach Tegel brachten. Es war die Zeit der Luftbrücke. 15 bis 20 Zeitzeugen berichten am morgigen Sonntag im Museum Reinickendorf über ihre Erlebnisse aus dieser Zeit. Das Gespräch findet im Rahmen der Ausstellung „Als Schokolade vom Himmel fiel“ statt. Die Sowjetunion hatte vom 24. Juni 1948 bis 12. Mai 1949 alle Land- und Wasserwege nach West-Berlin gesperrt. Die Blockade war die Reaktion auf die Einführung der D-Mark in den westlichen Besatzungszonen. Daraufhin brachten die West-Alliierten lebenswichtige Güter auf dem Luftweg zu den West-Berlinern. Einen Monat nach Beginn der Blockade stimmte die französische Besatzungsmacht dem Bau des Flughafens Tegel zu. Er wurde in 90 Tagen auf einem alten Truppenübungsplatz errichtet und ging im Dezember 1948 in Betrieb.

15-17 Uhr, Kabinett im Museum Reinickendorf, Alt-Hermsdorf 35. Der Eintritt ist frei. Info unter www.museum-reinickendorf.de

Weltmusik-Tipp: Mit offenen Ohren auf dem fliegenden Teppich

Die Moving Poets Novilla lädt am morgigen Sonntag zur Konzertreihe mit traditioneller und zeitgenössischer Weltmusik ein. Darunter versteht man Musik, die nicht bei uns, sondern in weit entfernten Ländern entstanden ist. Musikrichtungen, die Einflüsse aus westlichen Ländern und Einflüsse aus Ländern, die nicht in Europa liegen, vereinigen. In Wohnzimmer-Atmosphäre wird man die Musiker also am Sonntag hautnah erleben können. Gäste werden mit selten zu hörenden akustischen Instrumenten aus Indien, Indonesien, Iran, Irak, Afghanistan, Türkei und Israel in Berührung kommen. Bei diesem Format soll es um Kontrast und Dialoge der Musikkulturen gehen. Auf Teppich und Sitzkissen kann man zu Klängen wie aus Tausendundeiner Nacht die Gedanken schweben lassen und sich auf eine Reise begeben. Am Sonntag ist die „Magische Rehab“ zu hören – mit Larry Porter (USA) und Solayman Alizo (Afghanistan).

17 Uhr, Moving Poets Novilla, Hasselwerderstr. 22, Niederschöneweide. Eintritt: zwölf Euro.

Konzert-Tipp: Schauriges und Schönes aus der Welt der Romantik

Die fantastische Welt der Romantik erwartet die Besucher am Mittwoch, 1. Mai, im Schloßpark Theater: Kammersänger Jochen Kowalski und das Carl-Maria-von Weber-Ensemble der Staatskapelle Berlin haben die Meister der Romantik von Carl Friedrich Zelter, Franz Schubert, Robert Schumann über Carl Maria von Weber bis zu dem fast vergessenen Arnold Winternitz im Konzertprogramm. Kammersänger Jochen Kowalski ist einer der vielseitigsten und ungewöhnlichsten Altisten der Gegenwart. Zusammen mit dem Carl-Maria-von-Weber-Ensemble und deren Leiter, Uwe Hilprecht, geht er in ironischer und auch nachdenklicher Weise singend und erzählend auf eine spannende Spurensuche. Bekannte, aber auch wiederentdeckte Musik wird erklingen. Dazu zählen das Melodram „Der Fluch der Kröte“ ebenso wie Lieder des erst 18-jährigen Richard Wagner zu Goethes „Faust“. Die Musiker des Ensembles sind in kammermusikalischer sowie solistischer Form zu erleben.

20 Uhr Schlosspark Theater, Schloßstraße 48, Karten ab 19 Euro, Tel. 030 / 789 5667-100

Restaurant-Tipp: Alpenländisch-rustikaler Genuss am Lietzensee

Direkt am Lietzensee liegt ein kulinarisches Fleckchen Bayern und Österreich: Im „Engelbecken“ gibt es bayerische und alpenländische Küche aus feinsten Zutaten. Wie Küchenchef Maik de Riese-Meyer berichtet, kommt ausschließlich mit Biosiegel zertifiziertes Fleisch auf die Teller, der Fisch ist ebenso zertifiziert. Gemüse, Kartoffeln und Milchprodukte stammen aus der Markthalle Neun, wo Produkte von regionalen Erzeugern verkauft werden. „Wir setzen auf ehrliche Küche in guter Qualität“, sagt der Küchenchef.

Die Karte im „Engelbecken“, das seinen Ursprung in Kreuzberg hat und seit dem Jahr 2000 in Charlottenburg ansässig ist, ist mittelgroß und ausgewählt. Es gibt viele Gerichte mit Fleisch wie Saftgulasch, Tafelspitz oder Lammrücken. Außerdem findet man auf der Karte Fisch-Gerichte sowie drei vegetarische oder vegane Gerichte und eine vegetarische Suppe. Auch die Getränke stammen größtenteils aus Österreich und Italien, das Bier aus Bayern. Die Atmosphäre im Engelbecken passt zum Menü: Die Gäste sitzen an Holztischen in hohen, schlichten Räumen mit großen Fenstern, das Besteck liegt auf karierten Stoffservietten – es wirkt gemütlich-rustikal.

Das Konzept kommt an: Nachbarn, Spaziergänger und Messebesucher fühlen sich wohl, für das Wiener Schnitzel aus Kalbfleisch mit dezent gewürzter Panade kommen manche Gäste aus anderen Ecken Berlins. Es wird mit Kartoffel-Gurken-Salat und Zitrone serviert, schon von der kleinen Portion wird man gut satt. Für die große sollte man richtig großen Hunger mitbringen. Da das Restaurant zu den Stoßzeiten von 19 bis 21 Uhr immer gut besucht ist, empfiehlt Restaurantleiter Christoph Kiss eine Reservierung. Nebenan gibt es aber auch noch die zum „Engelbecken“ gehörende Schankwirtschaft. Mit etwas kleineren Portionen zu günstigeren Preisen.

Engelbecken, Witzlebenstraße 31, Charlottenburg. Mo. bis Fr., 17 bis 1 Uhr, Küche bis 23 Uhr. Sbd. ab 16 Uhr, So. und Feiertag ab 12 Uhr. Telefon: 030/6152819. www.engelbecken.de