Berlins Bezirke

Das sind die Tipps zum Wochenende

Ausgehen nur in der Innenstadt? Weit gefehlt. Das Veranstaltungsangebot ist in allen Berliner Stadtteilen vielfältig. Eine Auswahl.

Der Zauberstab ist gehoben: 40 Fächer stehen auf dem Zauberstundenplan.

Der Zauberstab ist gehoben: 40 Fächer stehen auf dem Zauberstundenplan.

Foto: FEZ Berlin

Mit dem Besen durch die magische Zauberwelt fliegen

Der Zaubertrankkessel ist ordentlich geputzt, der Zauberstab gezückt und das Zaubergewand liegt bereit? Wunderbar, dann kann es losgehen ins Zauberschloss, das seine Pforten öffnet. Bis zum 10. Februar erleben Ferienkinder in der Schule für Zauberei und Hexerei gemeinsam mit ihren Eltern Tage voller Magie, Spaß und aufregender Abenteuer.

Dort begegnen ihnen Zauberer, Hexen, Feen, Magier, Drachen und andere magische Wesen. Sie erkunden den fabelhaften Forscherclub, die Bücher der berühmten Bibliothek oder die Winkelgasse, lernen von coolen Lehrern die unglaublichsten Dinge, fliegen auf einem Besen quer über das Quidditch-Feld. Unter dem magischen Hut werden die Kinder zu Zauberschülern. Sie lernen im Unterricht wichtige Grundlagen von Magie und Zauberkunst kennen. 40 Fächer gibt es!

FEZ Berlin, Straße zum FEZ 2. Sbd., 12–19 Uhr/So., 12–18 Uhr. Tagesticket: 5,50 Euro, Familien ab drei Pers.: 4,50 Euro p.P.

Mit neuseeländischer Kraft gegen den Rückenschmerz

Etwa jeder elfte Tag, den Arbeitnehmer im vergangenen Jahr krank fehlten, ging auf ein Rückenleiden zurück. Ein neuer Fitnesstrend aus Neuseeland verspricht bei dieser und anderen Beschwerden Besserung. Kaha heißt aus der Sprache der Maori übersetzt „energiegeladen“ und ist unter anderem inspiriert vom Taiji, Qi Gong, Yoga und dem neuseeländischen Haka.

Die Übungen kräftigen, dehnen und entspannen entscheidende Muskelgruppen, und sind vor allem für Menschen mit leichten Gelenk- und Rückenschmerzen sinnvoll. „Es entspannt aber auch den Geist“, sagt Trainerin Grit Koch, die in Mahlsdorf neuerdings Kurse anbietet. Durch den fließenden Übungsablauf mit sanfter Musik werde auch die Stimmung aufgehellt. „Man braucht dafür keine Voraussetzungen, jeder kann mitmachen“, sagt Koch.

Kaha im Stadtteilzentrum Pestalozzi Treff, Pestalozzistraße 1A, jeden Montag 18–19 Uhr. Anmeldungen unter: 0160 8305815

Trompeten-Hits im Rathaus: So klingt die Königin der Blasinstrumente

Sie ist der Inbegriff des melodischen Signals und die Königin der Blechblasinstrumente. Jetzt wird der Trompete im Rahmen der Rathauskonzerte besondere Aufmerksamkeit zuteil. Sören Linke, Solotrompeter des Konzerthausorchesters, und Tatjana Blome, eine freischaffende Pianistin, lassen im großen Saal des Rathauses Pankow Werke aus vier Jahrhunderten erklingen.

Auf dem Programm stehen unter anderem Stücke von Pietro Baldassare, Giovanni Buonaventura Viviani und George Enescu. Professionelle Auftritte zu bezahlbaren Preisen – das Konzept der Rathauskonzerte hat in Pankow Tradition und reicht zurück bis in die 1970-er Jahre. Für Wohlklang bei den jährlich zehn Auftritten sorgt ein Steinway-Flügel, der inzwischen zur dauerhaften Ausstattung des großen Ratssaals gehört.

Rathauskonzert, Montag, 11. Februar, 19.30 Uhr, Rathaus Pankow, Breite Straße 24a–26 13187 Berlin, Erwachsene zahlen 9 Euro, Senioren 6 Euro, Schüler und Studenten 3 Euro.

„Hase und Igel“ in der Anton-Saefkow-Bibliothek

Zum Familien-Sonnabend lädt die mobile Puppenbühne „Theater Lakritz“ am 16. Februar um 10 Uhr in die Anton-Saefkow-Bibliothek ein. Eine Märchenerzählerin „plaudert aus dem Nähkästchen“ und erzählt ganz nebenbei die Geschichte vom „Hasen und Igel“: Der Hase und Familie Igel sind Nachbarn und machen sich das Leben nicht immer leicht, bis sie sich eines schönen Sonntagmorgens in die Wolle kriegen und eine folgenschwere Wette abschließen ...

Nach der lebendigen und unterhaltsamen Inszenierung, die für Kinder ab vier Jahren geeignet ist, bieten Mal- und Bastelangebote die Möglichkeit, länger in der Bibliothek zu bleiben. Wer möchte, kann die Medien gleich ausleihen und zu Hause weiterlesen, spielen und Filme anschauen. Der Eintritt kostet einen Euro, Mieter der Howoge können gegen Vorlage der Mieterkarte kostenlose Eintrittskarten reservieren, die aber bis zum 9. Februar abgeholt werden müssen.

Anton-Saefkow-Bibliothek, Anton-Saefkow-Platz 14, Tel. 902 96 37 73

Kreuzberger Galerie zeigt Arbeiten von Pop-Art-Künstler Peter Blake

Es ist sein berühmtestes Werk. Dabei war die Gestaltung von Plattencovern für den 1932 geborenen Briten Sir Peter Blake stets nur Nebenbeschäftigung. 1967 veröffentlichten die Beatles das Album „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ und Blake hatte die Hülle gestaltet: Die Fab Four, umgeben von Fotografien und Stellfiguren namhafter Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Historie.

Die Kreuzberger Browse Gallery zeigt jetzt einen Querschnitt durch fünf Jahrzehnte des Schaffens von Blake. Dazu gehört gewiss auch das „Do they know it’s Christmas?“-Cover der legendären Benefizsingle von Band-Aid. Daneben sind auch weniger bekannte Arbeiten zu sehen, in denen er Pop-Ikonen, Symbole und seine eigene Malerei in den für ihn typischen Collagen arrangiert.

Peter Blake Berlin, Browse Gallery, Bergmannstraße 5, Innenhof rechts, bis 2. März, Di.–So. 14 bis 20 Uhr, Eintritt frei.

Auf dem Rücken der Pferde durch ferne Länder reisen

Wie es sich anfühlt, mit dem Islandpony Gletscher zu überqueren, hoch zu Ross durch die Vogesen zu ziehen oder stimmungsvolle Pferdefestivals zu besuchen, erfahren Gäste der Lesung von Journalist und Autor Stefan Schomann am 12. Februar in der Humboldt-Bibliothek. Er präsentiert sein Buch „Das Glück auf Erden“ und berichtet vom Reisen zu Pferde. Dabei geht es zu Völkern, die eine jahrhundertealte Reitkultur besitzen.

Schomann durchstreift spektakuläre Landschaften, die ohne die für sie gezüchteten Rassen kaum je besiedelt worden wären. Im Fokus steht eine andere Art des Unterwegsseins. Von den prähistorischen Felsmalereien bis zu den „Pferdeflüsterern“ unserer Tage werden Jahrtausende gemeinsamer Geschichte lebendig. Stefan Schomann, geboren 1962 in München, studierte Germanistik und ist seit 30 Jahren freier Autor und Journalist.

Humboldt-Bibliothek, Karolinenstraße 19, 13507 Berlin, Dienstag, 12. Februar, 19.30 Uhr, Eintritt frei, mehr Informationen: www.stadtbibliothek-reinickendorf.de

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