Berliner Bezirke

Das sind die besten Tipps für das Wochenende in Berlin

Ausgehen nur in Mitte? Weit gefehlt. Das Veranstaltungsangebot ist in allen Berliner Stadtteilen vielfältig. Eine Auswahl.

Vorfreude auf Weihnachten im FEZ in der Wuhlheide.

Vorfreude auf Weihnachten im FEZ in der Wuhlheide.

Foto: Elena Kratovich

Das FEZ lädt zu Geschichten rund um den Weihnachtsmann

Wie haben unsere Großeltern in ihrer Kindheit Weihnachten gefeiert? Haben sie auch gebastelt und gesungen? Antworten auf diese Fragen gibt der kreative Kinderweihnachtsmarkt Adventiamo im FEZ-Berlin. Er entführt Familien in eine eigene Weihnachtswelt. Kinder spielen hier die Hauptrolle. Sie lernen und singen alte, neue und fremde Weihnachtslieder, probieren spannende Spiele aus und basteln kleine Geschenke für ihre Eltern, Großeltern und Freunde.

Jedes Adventswochenende hat ein anderes Thema, am dritten steht „Upcycling“ auf dem Programm, das Basteln aus Materialien wie recyceltem Papier, Filz und Naturprodukten also. Highlight ist wohl die Begegnung mit dem Weihnachtsmann, der am Klavier Weihnachtslieder singt. Die Astrid-Lindgren-Bühne lockt mit dem wunderbaren Freundschaftsstück „Herr Eichhorn und der erste Schnee“ (Sbd./So., 14 und 16 Uhr).

FEZ, Straße zum FEZ 2, Treptow-Köpenick. Sbd./So., 12-18 Uhr.

Zurück in die revolutionäre Vergangenheit des Bezirks

Die Veranstaltungsreihe „100 Jahre Revolution – Berlin 1918/19“ macht sich auch in Friedrichshain-Kreuzberg bemerkbar. Das bezirkliche FHXB-Museum unterstreicht die Rolle, die Friedrichshain und Kreuzberg in der Revolution 1918/19 gespielt haben. In der Schau geht es etwa um die Besetzung des „Vorwärts“-Gebäudes im Januar 1919 und die Gründung des ersten Arbeiterrates im Werk der Knorr-Bremse AG. Daneben widmen sich die Aussteller der Friedensbewegung, der Versorgung Verletzter nach den Barrikadenkämpfen und der Situation von Arbeiterfrauen vor und während der Revolution.

Besucher wandern über einen Stadtplan und vernehmen über Smartphone oder ein entleihbares Tablet, was sich dort tat, wo sie gerade stehen. Dokumentationsmaterial sind etwa Augenzeugenberichte, Briefe sowie Filme.

FHXB Museum, Adalbertstraße 95A, Kreuzberg, So. 16. 12., 10-18 Uhr, Eintritt frei.

Zwei Berliner inszenieren „Die Feuerzangenbowle“ in Spandau

Für viele gehört dieser Film schon seit langer Zeit zu Weihnachten dazu: „Die Feuerzangenbowle“ mit Heinz Rühmann als Hauptdarsteller als „Pfeiffer mit drei f“, „Eins vor dem ei und zwei hinter dem ei.“, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Heinrich Spoerl. In Spandau kommt der Klassiker aus dem Jahr 1944 am Sonnabend auf die Bühne. Im Kulturhaus ist die altmodische Geschichte um den Pennäler Hans Pfeiffer und seine herrlich verschrobenen Professoren mit all ihren kleinen und großen Macken zu sehen.

Die beiden Berliner Schauspieler Jan Damitz und Helmuth Meier-Lautenschläger erzählen und spielen die schönsten und bekannten Streiche der Geschichte und schlüpfen dabei in verschiedene Rollen. Angekündigt wird eine lebendige und pointenreiche Inszenierung, während der außerdem eine richtige Feuerzangenbowle zubereitet wird, die mit ihrem Duft für die passende Atmosphäre sorgen soll.

Kulturhaus Spandau, Mauerstraße 6, 20 Uhr, Karten 13 Euro, ermäßigt 10 Euro.

Modezeitreise oder Superheldinnen: Gemeinsam Spiele entwickeln

Wenn es zu kalt ist, um lange draußen zu spielen, werden wieder die Spiele in den Wohn- und Kinderzimmern hervorgeholt. Es muss ja nicht immer „Mensch-ärgere-dich-nicht“ sein oder immer dasselbe Computerspiel. Wie wäre es, sich einmal selbst ein Spiel auszudenken? Am Sonnabend können das junge Tüftler von zehn Jahren an in der Stadtbibliothek Steglitz gemeinsam tun.

Das „Mobile Wohnzimmer-Team“ des Nachbarschaftshaus’ Wannseebahn e.V. lädt Kinder und Jugendliche ein, die Lust haben, gemeinsam Ideen für Online- und Offline-Spiele zu entwickeln. Der Workshop findet im Rahmen des Projekts „100 Jahre Frauenrechte“ statt. Gemeinsam sollen dazu kreative Ideen entwickelt werden. Eine Modezeitreise? Ein Quartett? Eine Schnitzeljagd? Ein Rollenspiel über Superheldinnen? Die Ideen aller Teilnehmer sind gefragt.

Ingeborg-Drewitz-Bibliothek, Grunewaldstraße 3, Steglitz, 15 bis 17 Uhr, Eintritt: frei. Information: Nachbarschaftshaus Wannseebahn e.V., Mail: mowo@wsba.de.

„Heute-Show“-Komiker Wischmeyer lädt zur Lesung in Marzahn

Freunde der Satire kennen ihn vor allem durch seine Auftritte in der ZDF-„heute-show“, wo er knarzig-witzig das aktuelle politische Zeitgeschehen kommentiert. In Marzahn präsentiert der Kabarettist, der auch als Schriftsteller unterwegs ist, am heutigen Sonnabend das Ergebnis der diesjährigen Schreibwerkstatt Marzahn.

Dabei schreiben Jugendliche gemeinsam mit einem Autor eine Fortsetzungsgeschichte mit offenem Ende. Für 2018 konnte Wischmeyer gewonnen werden, er fungierte als Direktor einer Insel für Reiche und Schöne und unterzog die Teilnehmer in Briefform einem psychologischen Test. Dabei waren sie aufgefordert, sich für den dauerhaften Aufenthalt auf der Insel zu bewerben. Das Ergebnis gibt es bei der Lesung.

Bezirkszentralbibliothek Mark Twain, Marzahner Promenade 55, 17 Uhr. Der Eintritt ist frei, um eine Spende beziehungsweise auch um eine Anmeldung unter Tel: 030/54 70 41 42 wird gebeten.

„Winter Weihnacht Männer“ im Kulturhaus Karlshorst

Jazz und Comedy kurz vor Weihnachten: Wenn sich Entertainerin Marie Luise und ihre Band am 16. Dezember im Kulturhaus Karlshorst das Thema „Winter Weihnacht Männer“ vornimmt, kann das Publikum sicher sein, dass mehr als „Silent Night“ zu hören sein wird. Denn neben schönen, swingenden Christmas-Songs wird dieser Adventsabend im Jazztreff Karlshorst auch eine launige, humorvolle Abrechnung mit überforderten Weihnachtsmännern, frustrierten Müttern zwischen Back-Koch-Küchen-Chaos und Geschenkeinkäufen, nadelnden Weihnachtsbäumen und veganen Weihnachtsgänsen.

Aus all diesen „Zutaten“ präsentieren Sängerin und Moderatorin Marie Luise, Ralf Ruh am Piano, Stefan Lasch am Kontrabass und Martin Hoffmann am Schlagzeug zwei Stunden Entspannung und Vorfreude aufs Fest.

Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, 19 Uhr, Ticket 16 Euro, Tel. 030/567 68 92, www.jazztreff.com