Restaurant-Tipp

Das Beste aus Perus Küche in Moabit

International wird die Küche Perus seit Jahren gefeiert. Warum das so ist, lässt sich bei „Naninka“ in der Arminiusmarkthalle erleben.

Mit peruanischen Gerichten überzeugt das "Naninka" in der Arminiusmarkthalle in Moabit

Mit peruanischen Gerichten überzeugt das "Naninka" in der Arminiusmarkthalle in Moabit

Foto: Christian Latz / BM

Mitte. Wer eine kulinarische Weltreise machen möchte, ist in der Moabiter Arminiusmarkthalle gut aufgehoben. Hier bekommt man italienische Pizza und Pasta, Spezialitäten der österreichischen Küche oder Fast-Food aus Kanada serviert. Einen der spannendsten Teile der Tour nimmt in dem Sinne jedoch ein Trip nach Peru zu „Naninka“ ein. Seit fast drei Jahren bietet das Restaurant peruanische Spezialitäten auf gutem Niveau.

Besonderes Lob erhält das Lokal regelmäßig für sein Ceviche. Dabei handelt es sich um ein Fischgericht, bei dem der rohe Fisch mit Tigermilch mariniert wird, einem Sud aus Limetten, Salz und Chilli. Gegart wird der Fisch dabei durch die Zitronensäure, die dafür sorgt, dass das Eiweiß wie beim Erhitzen denaturiert. In den vergangenen Jahren hat das Nationalgericht Perus einen waren Hype ausgelöst.

Die Ceviche bei "Naninka" schmecken wahnsinnig frisch

Bis die Ceviche-Varianten im „Naninka“ auf dem Tisch stehen dauert es allerdings ein bisschen. In der Karte klärt das Restaurant auf: Die frische Zubereitung brauche Zeit. Überbrücken lässt sich die mit einem hervorragenden Pisco Sour (acht Euro). Steht das Essen auf dem Tisch schmeckt man sofort: Das Warten hat sich gelohnt. Das Ceviche mit Lachs (Zwölf Euro) und die Mischung aus Heilbutt, Garnelen und Muscheln (16,50 Euro) sind großartig gelungen. Der Fisch und die Meeresfrüchte schmecken durch die Limette wahnsinnig frisch.

Die Schärfe der Chillis verleiht ihnen gleichzeitig eine herzhaft-feurige Note. Geschmacklich abgerundet werden die Gerichte nach klassischem peruanischem Rezept durch geröstete Maiskörner, weichgegarte Süßkartoffel, sowie rohe rote Zwiebel. Als Beilage dazu gibt es frittierte Maniok-Streifen (6,50 Euro), ein Wurzelgemüse, das im Fettgegart an leicht mehlige Pommes frites erinnert und mit einer Salsa Huacaina serviert wird, einer Mischung aus Frischkäse, Chilli und Zwiebeln.

Für Betreiber Toni Brandauer ist die Küche seiner Heimat ein Herzensanliegen

Wer danach noch nicht genug hat, den erwarten als Hauptgang verschiedene Fleisch und Fischgerichte. Bei einem davon werden Tintenfischringe und Garnelen auf einem Bett aus Bohnen, Reis und Speck serviert. Ein sehr herzhafter Kontrast zur Frische der Ceviche und durch die Ají-Sauce noch um einiges schärfer.

Für Betreiber Toni Brandauer, ein Peruaner mit österreichischem Vater, ist Essen eine Leidenschaft. „In Peru kochen alle, die Küche ist sehr traditionsreich.“ Sein Herzensanliegen, die Küche seiner Heimat auch in Berlin noch populärer zu machen, gelingt ihm mit seinem Restaurant bestens.

„Naninka“

Arminiusmarkthalle, Arminusstraße 2, 10551 Berlin

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag ab 17:00 Uhr, Samstag ab 12:30 Uhr

Mehr Infos unter: www.cebiche-berlin.de

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