DRK

AG City und Schausteller sammeln für den Wärmebus

Es ist ein guter Brauch, den Geschäftsleute und Schausteller in der City West pflegen. Einen Nachmittag sammeln sie Geld für Obdachlose.

Dürfen sich über Unterstützung freuen: Zwei Mitarbeiter des Projekts Wärmebus des DRK uind der ehemalige Berliner DRK-Präsident Uwe Kärgel.

Dürfen sich über Unterstützung freuen: Zwei Mitarbeiter des Projekts Wärmebus des DRK uind der ehemalige Berliner DRK-Präsident Uwe Kärgel.

Foto: Carolin Brühl

Charlottenburg. So richtig krachkalt wie in den Vorjahren war es an diesem Freitag nicht auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche, aber alle Jahre wieder und jedes Jahr ein bisschen erfolgreicher haben AG City und der Schaustellerverband wieder einen ganze Nachmittag lang Glühwein verkauft. Ein guter Brauch, denn der Erlös kommt auch in diesem Jahr wieder dem Wärmebus des DRK zugute, der in den kalten Winternächten Obdachlosen hilft. Aus der Benefizaktion ist in all den Jahren so etwas wie ein Familientreffen für Menschen geworden, die in der City West leben und arbeiten und gern ihren Obolus für den guten Zweck geben.

Allein im Winter 2017/18 hatte der DRK-Bus in 151 Nächten mehr als 2000 Kontakte mit Bedürftigen. Rund 500 Personen wurden in Notunterkünfte gefahren. Es wurde warmer Tee angeboten und Schlafsäcke, Rucksäcke, wärmende Winterkleidung und festes Schuhwerk ausgegeben.

Schon vor dem Verkauf der heißen Getränke waren 9000 Euro zusammengekommen, die Unternehmen wie Vattenfall (5000 Euro), Berliner Sparkasse (2000 Euro), transact Elektronische Zahlungssysteme GmbH (1000 Euro) und der Verein „Berliner helfen“ der Berliner Morgenpost (1000 Euro) gespendet haben. Die Berliner Firma Grünebaum hat dem DRK reichlich dicke Socken, Pullover und mit einem Grundbedarf gefüllt Toilettenbeutel zur Versorgung der fast 10.000 obdachlosen Menschen in Berlin gestiftet.

AG-City-Chef Klaus-Jürgen Meier freute sich am Abend, dem DRK wieder rund 10.000 Euro überweisen zu können und dankte auch Michael Roden, dem Vorsitzenden des Berliner Schaustellerverbandes, dass er jedes Jahr ein Zelt mit einer entsprechenden Logistik für die Aktion zur Verfügung stellt sowie dem Charlottenburg-Wilmersdorfer Stadtrat Arne Herz (CDU), der unbürokratisch die Genehmigungen für den Ausschank erteilt.

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