Berliner helfen

Führungen durch den Zoo gegen das Vergessen

Petra Götze
Demenzführung im Zoo.

Demenzführung im Zoo.

Foto: Malteser Berlin

Sich zu erinnern, ist für Menschen mit Demenz wichtig. Rundgänge durch den Berliner Zoo sollen Kindheitserinnerungen zurückbringen.

Berlin. Die Berliner Malteser bieten im Sommer wieder Führungen für Menschen mit Demenz im Berliner Zoo an. Sich zu erinnern, ist für Menschen mit Demenz sehr wichtig. Die begleiteten Rundgängen durch den Berliner Zoo sollen Erinnerungen aus der Kindheit und an frühere Zeiten zurückbringen.

Dabei sind alle Sinne beteiligt: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hören nostalgische Geschichten und tierische Anekdoten, etwa die von Flusspferd Knautschke, das in der Nachkriegszeit versehentlich ein Kartoffelmesser verschluckte. Und sie können am Bambus riechen, dem Lieblingsfutter der Pandabären. Besucht wird bei den Rundgängen auch der Streichelzoo, wo die Besucher spüren können, wie sich das Fell einer Ziege anfühlt.

Bei den Zoo-Spaziergängen können die Besucher mit Demenz auch von ihren eigenen Zooerlebnissen erzählen oder verraten, welches ihr Lieblingstier ist. Die von den Maltesern begleiteten Zoo-Rundgänge gehören zum Kulturprogramm der katholischen Berliner Hilfsorganisation. Die Malteser bieten auch Spaziergänge durch den Britzer Garten an.

Es gibt auch Führungen durch den Britzer Garten

Die geführten Rundgänge durch den Zoo finden am 5. Juli, 29. Juli und 16. August statt. Der Start der Führungen liegt je nach Wunsch zwischen 10 und 15 Uhr. Anmeldungen für die 90-minütigen begleiteten Spaziergänge nimmt Malteser-Koordinatorin Daniela Langer telefonisch unter 0151/51 03 61 61 oder per Mail an daniela.langer@malteser.org entgegen.

Es gelten die regulären Eintrittspreise für den Zoo. Die Malteser freuen sich über eine Spende für die Führung.