Zehlendorf

Neue Wohnungen für Menschen, die Hilfe brauchen

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Katrin Lange
Frank Jeromin, Geschäftsführer von Mosaik und Patrick Gehrke von der Stiftung Berliner Sparkasse vor dem Wohnprojekt.

Frank Jeromin, Geschäftsführer von Mosaik und Patrick Gehrke von der Stiftung Berliner Sparkasse vor dem Wohnprojekt.

Foto: Katrin Lange

An der Fischerhüttenstraße 82 ist ein neues Wohnprojekt vom Verein Mosaik und der Stiftung Berliner Sparkasse eröffnet worden.

Berlin. Noch stehen keine Namen auf den weißen Klingelschildern. Aber das wird sich schnell ändern. Schon Anfang Oktober können die ersten Mieter in das Mehrfamilienhaus an der Fischerhüttenstraße 82 in Zehlendorf einziehen.

Wohnprojekt für Menschen mit Behinderung

Insgesamt werden demnächst bis zu neun Menschen mit Beeinträchtigungen, die Hilfe im Alltag brauchen, dort wohnen. Betrieben wird das neue Wohnprojekt vom Verein Mosaik, der im Bezirk Steglitz-Zehlendorf bereits in der Schwartzschen Villa und im Jagdschloss Grunewald Arbeitsplätze für Menschen mit Handicap geschaffen hat.

Erben haben das Haus der Stiftung Sparkasse hinterlassen

Es ist ein besonderes Wohnhaus mit einer besonderen Geschichte. 2017 hat die Stiftung Berliner Sparkasse das Haus von Geschwistern geerbt, die beide keine Nachkommen hatten. An das Erbe war die Auflage gebunden, es 20 Jahre nicht zu verkaufen. Die Einnahmen aus Miete und Pacht sollten einem gemeinnützigen Zweck zugutekommen. Mit dem Verein Mosaik hatte die Stiftung den passenden Kooperationspartner gefunden. Der Verein machte den Vorschlag, in dem Haus betreutes Wohnen anzubieten.

Seit 2020 wird das 100 Jahre alte Gebäude mit fünf Wohnungen saniert, überall sind neue Bäder und Küchen eingebaut worden. „Unter dem Dach gibt es eine größere WG, zwei Wohnungen sind für Einzelpersonen und zwei für zwei Bewohner oder Paare“, erklärt Mosaik-Geschäftsführer Frank Jeromin.

Niedrige Mieten fließen in soziale Projekte

Die Erträge aus den Mieten, die sozialverträglich und zum Teil über die Grundsicherung abgedeckt sind, fließen an die Sparkassen-Stiftung. „Den Eigentümern war es wichtig, dass das Haus kein Investitionsobjekt wird“, sagt Patrick Gehrke, Referent der Stiftung Berliner Sparkasse. Deshalb soll das Geld für soziale Projekte eingesetzt werden. So könnte es zum Beispiel in Förderprogramme für Kinder in Krankenhäusern fließen.