Christoffel-Blindenmission

Spenden aus Berlin schenken Augenlicht in Afrika

Christine (17) kann nach der Augen-Operation gut sehen.

Christine (17) kann nach der Augen-Operation gut sehen.

Foto: Comfort Mussa / CBM

Wenn ein Mensch nach langer Zeit plötzlich wieder sehen kann, ist das wie ein Wunder. Solche Wunder haben 18.119 Spenderinnen und Spender in Berlin im vergangenen Jahr bewirkt. Insgesamt 2.198.334 Euro wurden aus Berlin an die Christoffel-Blindenmission (CBM) gespendet, als Einzelspende, Dauerauftrag und in Form von Vermächtnissen. Mit diesem Geld konnte die Blindenmission 73.277 Operationen am Grauen Star bei Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika durchführen. Der Eingriff kostet in den Projekten der CBM durchschnittlich 30 Euro, bei Kindern wegen der Vollnarkose 125 Euro. Das sind Beträge, die sich viele der Betroffenen in Entwicklungsländern nicht leisten können.

Weltweit sind 17,1 Millionen Menschen durch Grauen Star erblindet, einer Trübung der Augenlinse. So war es auch bei der 17-jährigen Christine aus Kamerun. Ihre Mutter ging schon früh mit ihr zum Arzt, aber sie bekam nur Augentropfen. „Egal wie stark ich blinzelte oder wie weit ich mein Auge geöffnet habe, meine Sicht war verschwommen“, berichtete die junge Frau. Sie ging zur Schule, ihre Noten wurden wie ihr Sehvermögen jedes Jahr schlechter. Im Alltag war sie auf die Hilfe anderer angewiesen. Bis ein Ärzteteam der Blindenmission in ihrer Region sie operiert und ihr Kunstlinsen einsetzt. Kinder sollten eigentlich möglichst früh operiert werden, damit sie noch sehen lernen. Aber Christine hatte Glück: Die 17-Jährige kann nach dem Eingriff klar sehen, der Schleier vor ihren Augen ist weg. Nun möchte sie selbst Augenärztin werden.

Die Christoffel-Blindenmission fördert seit mehr als 110 Jahren Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern. Zurzeit werden 540 Projekte in 51 Ländern unterstützt. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.cbm.de.