"Berliner helfen"

Kinderheim Elisabethstift erhält Internet-Anschluss

Lernen am Computer im Hausaufgabenraum des Kinderheims Elisabethstift.

Lernen am Computer im Hausaufgabenraum des Kinderheims Elisabethstift.

Foto: Sergej Glanze / FUNKE Foto Services

Spendenaktion erfolgreich: Kinderheim Elisabethstift in Reinickendorf kann endlich WLan installieren.

Mit der Weihnachtsaktion „Schöne Bescherung“ im vergangenen November und Dezember hatte die Berliner Morgenpost mit ihrem Verein Berliner helfen e. V. auch zu Spenden für das Elisabethstift in Hermsdorf aufgerufen. In einem der ältesten Kinderheime Berlins müssen dringend die technischen Voraussetzungen geschaffen werden, damit alle 200 Kinder in den Wohngruppen auch am Home-Schooling und online-Unterricht teilnehmen können. Das scheitert bisher nicht nur an fehlenden Laptops und Tablets, sondern vor allem am nicht vorhandenen Wlan-Netz.

Dank der Spende von 10.000 Euro aus der „Schönen Bescherung“ und einer weiteren Großspende des Nürnberger Start-up-Unternehmens primoza können nun die Aufträge an Techniker und Handwerker erteilt werden. Das junge Unternehmen primoza, dessen Hauptprodukt nachhaltige Kalender aus einpflanzbarem Samenpapier sind, hat die Einnahmen aus der Mehrwertsteuersenkung in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres an sechs soziale Projekte gespendet, darunter 25.000 Euro an das Kinderheim Elisabethstift. „Wir freuen uns wahnsinnig über die Spenden! Das heißt: Bald können unsere Kinder und Jugendlichen problemlos am digitalen Unterricht teilnehmen“, sagt Wohngruppenleiterin Maren Müller vom Elisabethstift.

Investitionen in den Unterhalt und die Pflege der EDV sind teuer, vom Senat gibt es für Kinderheime dafür keine Zuschüsse. „Auch bei den Anträgen für digitale Geräte in den Schulen werden Heimkinder oft vergessen“, sagt Beate Timnik vom Elisabethstift. Die Heimplätze werden vom Jugendamt finanziert, aber für Tablets und andere Extrakosten für Klassenfahrten, besondere Therapien oder eine neue Brille werden Spenden gebraucht.