Untersützung

8500 Euro für Trauerarbeit im Hospiz Wannsee

Mit der Förderung der Glücksspirale können Schulung für Mitarbeiter angeboten werden, die trauernde Angehörige begleiten

Walther Seiler ist der Geschäftsführer der Diakonie Hospize Wannsee und Woltersdorf.

Walther Seiler ist der Geschäftsführer der Diakonie Hospize Wannsee und Woltersdorf.

Foto: Katrin Lange

Auf der letzten Wegstrecke schwerkranken und sterbenden Menschen ein Zuhause zu geben – das ist die Aufgabe von Hospizen. Doch in der letzten Lebensphase brauchen nicht nur die Bewohner im Hospiz jemanden, der sich um sie kümmert, ihnen zuhört und noch den einen oder anderen Wunsch erfüllt. Auch die Angehörigen sind in dieser herausfordernden Situation auf Hilfe angewiesen. Das Diakonie Hospiz Wannsee führt deshalb regelmäßig Trauerseminare durch, in denen ehren- und hauptamtliche Mitarbeitende für diese Aufgabe geschult werden. Weil die Trauerarbeit von den Kostenträgern nicht gegenfinanziert wird, ist das Hospiz auf Spenden und Fördermittel angewiesen.

Unterstützung kommt jetzt von der Glücksspirale: Mit einer Förderung von 8500 Euro kann das Diakonie Hospiz jetzt wieder einen Grundkurs zur Trauerbegleitung anbieten. Der Trauerbegleiter und Sozialpädagoge Hermann J. Bayer leitet das Seminar, das fünf Unterrichtseinheiten an zehn Tagen bis Februar 2021 umfasst. „Die Trauerarbeit ist ein wesentlicher Bestandteil hospizlicher Arbeit. Dank der Unterstützung können künftig noch mehr Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleiter Menschen nach dem Verlust eines Angehörigen hilfreich zur Seite stehen“, sagt Walther Seiler, Geschäftsführer des Diakonie Hospiz Wannsee. Seelsorger Christian Kürten ergänzt: „Nach dem Tod eines lieben Menschen sind viele Angehörige dankbar für unsere unterschiedlichen Angebote wie Trauercafé oder Trauerspaziergang.“

Das Diakonie Hospiz Wannsee an der Königstraße 62 B steht jedem offen, der Hilfe und Begleitung im Umgang mit Sterben, Tod und Trauer wünscht. Im stationären Bereich stehen 14 Plätze zur Verfügung, im ambulanten Bereich betreuen etwa 100 Ehrenamtliche schwerkranke und sterbende Menschen, ihre Angehörigen und Freunde.