Obdachlosenhilfe

Berliner helfen e.V. spendet 10.000 Euro für den Kältebus

Ab 6. April ist der Kältebus auch tagsüber für Obdachlose unterwegs. Unterstützt mit einer Spende von Berliner helfen e.V.

Der Kältebus versorgt Menschen, die auf der Straße leben.

Der Kältebus versorgt Menschen, die auf der Straße leben.

Foto: Sergej Glanze / Glanze/Berliner Morgenpost

Berlin. Normalerweise muss er jetzt zurück in die Garage: Der Kältebus der Berliner Stadtmission ist jedes Jahr von Anfang November bis Ende März nachts in der Stadt unterwegs, um die Obdachlosen mit einem heißen Getränk, einem Schlafsack oder eine Isomatte zu versorgen. Und sie in eine Notunterkunft zu fahren, falls sie das möchten.

Kältebus fährt ab 6. April auch tagsüber

Aber wegen der Corona-Krise hat die Berliner Stadtmission entschieden: der Kältebus fährt weiter, und zwar nicht nur in der Nacht sondern ab dem 6. April auch tagsüber. Berliner helfen e.V., der Verein der Berliner Morgenpost spendet 10.000 Euro, damit der Kältebus Menschen auf der Straße versorgen kann. „Wir sind sehr dankbar für diese Unterstützung“, sagt Barbara Breuer, Sprecherin der Berliner Stadtmission. Durch die Maßnahmen gegen das Corona-Virus ist die Versorgungslage für Obdachlose sehr schwierig geworden. Die meisten Suppenküchen, Wärmestuben oder Tagescafés haben geschlossen. Der Kältebus versorgt sie mit warmem Essen, heißen Getränken, Hygiene-Artikeln, Wasser, Kleidung und Schlafsäcken. Das Fahrerteam achtet auch auf den Gesundheitszustand der Obdachlosen. Bei Bedarf wird die Ambulanz der Berliner Stadtmission eingeschaltet. Aufenthaltsorte von Obdachlosen kann man dem Kältebus-Team über die E-Mail kaeltebus@berliner-stadtmission.de melden.

Belegte Brote einpacken für Obdachlose

Zusätzlich hat die Berliner Stadtmission die Aktion #nothilfeberlin ins Leben gerufen. Ziel ist es, täglich bis zu 2000 Nothilfepäckchen mit belegten Broten, einer Wasserflasche und einem Müsliriegel zu packen und auszuteilen. In der Cafeteria des Jugendgästehauses in der Lehrter Straße ist dazu eine Packstation mit acht Ehrenamtlichen aufgebaut worden. Mehr als 1000 Nothilfepäckchen werden zur Zeit an elf Standorten in Berlin verteilt. Auch verschiedene Gastronomen, Hotels sowie die BVG packen auf eigene Kosten Nothilfepäckchen. „Allein 8000 Wasserflaschen werden jede Woche benötigt“ sagt Jens-Martin Krieg von der Berliner Stadtmission. Die Nothilfepäckchen werden auch an die Bahnhofsmission am Zoo, an die Citystation, die Kleiderkammer der Berliner Stadtmission und Notunterkünfte verteilt. Die Nothilfehotline 0170 814 80 92 ist täglich von 7 bis 13 Uhr besetzt.