Berliner helfen

Inner Wheel Club spendet für die Bahnhofsmission

Spenden, was wirklich gebraucht wird: der Inner Wheel Club Berlin-Spree kauft Socken, Schals und Lebensmittel für die Bahnhofsmission.

Besuch vom Inner Wheel Club Spree in der Bahnhofsmission am Zoo: Ingrid Hahn, Gräfin Finckenstein, Gaby Schlosser, Willy Nadolny und Eva Reiber (v.l.).

Besuch vom Inner Wheel Club Spree in der Bahnhofsmission am Zoo: Ingrid Hahn, Gräfin Finckenstein, Gaby Schlosser, Willy Nadolny und Eva Reiber (v.l.).

Foto: Petra Götze

Jedes Jahr besucht eine Abordnung des Inner Wheel Club Berlin-Spree die Bahnhofsmission am Zoo. Die Damen bringen Kisten und Karton mit warmen Socken, Schals, Männer-Unterwäsche und Lebensmitteln. „Eigentlich wollten wir zum Tag der guten Tat kommen, am 10. Januar, aber es hat erst jetzt geklappt“, sagt Präsidentin Eva Reiber.

Spenden werden für die Versorgung der Obdachlosen gebraucht

„Jeder Tag ist doch gut für eine gute Tat“, antwortet Willy Nadolny, Leiter der Bahnhofsmission. Er freut sich über die gespendeten Sachen. „Ohne die könnten wir die Menschen hier gar nicht versorgen. Und ich werde immer vorher angerufen und gefragt, was gebraucht wird“, sagt er und fügt hinzu: „Schlüpper gehn immer!“

Die insgesamt 43 Mitglieder des Clubs haben gesammelt, Ingrid Hahn hat im Schlussverkauf Kleidung und Unterwäsche gekauft und noch einen zusätzlichen Rabatt herausgehandelt. „Sie ist unsere Einkäuferin und Organisatorin“, bestätigt Gräfin Finckenstein. Die Frauen verbinden die Ziele der Inner Wheel Clubs, die ursprünglich aus den Rotary Clubs hervorgegangen sind: die Förderung der Freundschaft untereinander und der Soziale Dienst am Nächsten.

In Berlin gibt es fünf Inner Wheel Clubs

Fünf solcher Frauenclubs gibt es in Berlin, weltweit sind es 4000 mit insgesamt 100.000 weiblichen Mitgliedern. Damit ist Inner Wheel eine der größten nicht konfessionell gebundenen Frauenorganisationen der Welt.

Der Inner Wheel Club Spree hat an diesem Dienstag auch jede Menge Würstchen, selbstgemachte Bouletten und Schokolade in die Bahnhofsmission mitgebracht. „Die ist bei unseren obdachlosen Gästen besonders beliebt. Ein Seelentröster, wie bei uns“, sagt Willy Nadolny und erzählt von den 60 Litern Kaffee, die am Tag getrunken werden, natürlich auch gespendet.

„Berlin ist keine kalte Stadt“, sagt der Leiter der Bahnhofsmission. Die „Wheelerinnen“ wollen bald wiederkommen – um frische Waffeln für die Gäste zu backen.