Berliner helfen

Das wird eine schöne Bescherung!

Leser der Morgenpost und viele Unternehmen spenden 60.000 Euro für die Weihnachtsaktion von „Berliner helfen“.

Eckhard von Hirschhausen auf der Frühchen Station in der Charité. 

Eckhard von Hirschhausen auf der Frühchen Station in der Charité. 

Foto: Frank Eidel

Berlin. Ganz leise zupft Musiktherapeutin Stephanie Scileppi die Tamborina, Karin Petke klopft im Rhythmus der Musik ganz zart den kleinen Kinderkörper auf ihrem Arm: Ihre Tochter Larissa wurde nach 23 Wochen und vier Tagen geboren, viel zu früh mit einem Gewicht von nur 615 Gramm. „Inzwischen sind es 4255 Gramm, sie macht sich“, sagt Schwester Dorit. Wie die Stationsleiterin der Neonatologie in der Charité, Bianca Rösner, führt sie die positive Entwicklung von Baby Larissa und der anderen zehn Frühchen der Station auch auf den Einsatz der Musiktherapeutin zurück. „Nicht nur die Kinder profitieren davon, sondern auch die Mütter. Ihnen wird gezeigt, wie sie mit ihrer Stimme, vertrauten Liedern und kleinen Gesten ihre Kinder beruhigen und Nähe herstellen können“, sagt der Arzt und Entertainer Eckhart von Hirschhausen.

Mit seiner Stiftung „Humor hilft heilen“ fördert er die Musiktherapie für Frühgeborene und freut sich über weitere Unterstützung durch die Weihnachtsaktion der Berliner Morgenpost. Die Musiktherapie wird nicht durch die Krankenkassen, sondern allein durch Spenden finanziert. „Das Gehör ist im Gegensatz zu den Augen bei den Frühchen schon gut entwickelt, selbst im Inkubator nehmen sie Töne und Stimmen wahr“, sagt die in den USA ausgebildete Musiktherapeutin.

60.000 Euro sind bei der diesjährigen Weihnachtsaktion zusammengekommen. Mit dem Geld können nicht nur Projekte wie die Musiktherapie für Frühchen und der regelmäßige Besuch einer Zauberin auf der Kinder-Dialysestation am Virchow-Klinikum gefördert werden, sondern auch Sommercamps für chronisch kranke Kinder und Ferien für Kinder aus finanziell schwachen Familien. 52 Spandauer Kinder im Alter von acht bis 13 Jahren wünschten sich eine finanzielle Unterstützung für ihre Skireise im nächsten Jahr.

Denn zwischen dem Mindestbeitrag von 50 Euro, den sich auch Familien leisten können, die von Transferleistungen leben und den tatsächlichen Fahrtkosten von 250 Euro pro Kind, klafft eine Lücke. „Mit Ihrer Hilfe kann unser Wintermärchen wahr werden“ freut sich die Leiterin des Jugendklubs „Wildwuchs“, Brigitte Fuchs. Auch viele in der Jugendhilfe engagierte Einrichtungen wie die Gelbe Villa in Kreuzberg, Jona’s Haus in Staaken oder der Erlebniscircus in Neukölln sind für ihre Arbeit und die laufenden Kosten auf Spenden angewiesen.

„Von Herzen Danke!“

Dank einer Zuwendung aus der „Schönen Bescherung“ konnte die Tanz AG der Neuköllner Gemeinschaftsschule Campus Efeuweg wieder zum großen Bühnenauftritt nach Gera reisen. „Der Auftritt war ein voller Erfolg. Ich bin stolz auf die Kids, sie haben Großes geleistet, wenn man bedenkt, dass es sich ,nur‘ um eine Schul-AG handelt“, schreibt Lehrer Robin Grimm.

Mit einem hübschen Foto bedankt sich eine Betreuerin bei Berliner helfen: Die Spende ermöglicht einem 13-jährigen Mädchen die geliebten Reitstunden zu nehmen, für die die Pflegesätze vom Jugendamt nicht ausreichen. Glücklich ist auch eine schwer kranke, alleinstehende Mutter. Dank der „Schönen Bescherung“ konnten ihre beiden Kinder den Weihnachtsmarkt besuchen und zu den Großeltern nach Süddeutschland fahren. „Von Herzen Danke! Toll, dass es sie gibt“, schreibt die Mutter. Diesen Dank geben wir gern an alle Spender weiter.