Feuerwehreinsatz

Neukölln: Brand in Seniorenheim - Frau stirbt

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Großeinsatz der Feuerwehr am Adventssonntag: Es brannte in einem Seniorenheim. Die Ermittlungen zur Ursache laufen.

  • An der Schudomastraße in Berlin-Neukölln hat heute (4. Dezember 2022) ein Seniorenheim gebrannt.
  • Bei dem Feuer kam eine Frau ums Leben.
  • Die Berliner Feuerwehr war bei dem Brand mit einem Großaufgebot vor Ort.

Berlin. Am Vormittag nach dem Unglück deutet vor dem Heim und auf den umliegenden Straßen nichts mehr darauf hin: Dabei war am frühen Morgen im Pflegeheim an der Schudomastraße in Neukölln ein Mensch bei einem Brand ums Leben gekommen. Laut Polizei wurden zudem zwei Personen vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.

Ein Pfleger hatte gegen 6.40 Uhr gemeldet, dass es in einem Patientenzimmer, das sich im dritten Stock des Pflegeheims befindet, brenne. Während die Berliner Feuerwehr dann löschte, wurde der 32 Jahre alte Pfleger sowie eine 97 Jahre alte Bewohnerin des Heims mit dem Verdacht auf Rauchvergiftung in ein Hospital gefahren.

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Brand in Berlin-Neukölln: Leiche gefunden

Zwei 82- und 92-jährige Bewohner wurden evakuiert und während der Löscharbeiten in einen Einsatzwagen gebracht, in dem sie sich aufwärmen konnten. Gesundheitliche Beeinträchtigungen durch den Brand gab es bei ihnen nicht. So konnten sie nach den Löscharbeiten wieder zurück ins Heim, allerdings auf andere Etagen.

Der Brand konnte nach Angaben der Feuerwehr schnell unter Kontrolle gebracht werden und war am Morgen gelöscht. Zuletzt entdeckte die Feuerwehr im Brandzimmer einen Leichnam. Laut Berliner Polizei handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um die 74-jährige Bewohnerin des Raums. „Eine abschließende Identifikation steht derzeit noch aus“, hießes.

Feuer an der Schudomastraße in Neukölln: Ermittlungen laufen

Über 100 Einsatzkräfte waren vor Ort. Die Polizei sperrte die Umgebung rund um das Pflegeheim ab. Für den Zeitraum der Löscharbeiten gab es zwischen Braunschweiger Straße und Mereschstraße keinen Zugang zur Schudomastraße. Die Ursache für den Brand war zunächst unklar. Am Nachmittag erklärte die Polizei, man gehe zu dem Zeitpunkt von einer fahrlässigen Brandstiftung aus. Die Ermittlungen hat ein Brandkommissariat des Landeskriminalamts übernommen.

In jenen Geschäften, die in den Stunden des Einsatzes gerade öffneten, wurde von den umfangreichen Absperrungen berichtet. Ein Bäcker etwa erzählte, dass er sein Geschäft mit dem Auto nur schwer erreichen konnte.

Zimmer mit Notrufanlage

Das Heim befindet sich wie die angrenzende Kindertagesstätte im sogenannten Haus St. Richard. Die Betreiber, die Vivantes Hauptstadtpflege, teilen auf ihrer Internetseite mit, dass dort alters- und krankheitsbedingt Pflegebedürftige aller Pflegegrade untergebracht sind. Es gibt 58 Einzel- und fünf Doppelzimmer. Jedes verfügt über eine Notrufanlage.

( mit JP/dpa )