Blaulicht-Blog

A100: Autofahrer überholt mit Tempo 165 die Polizei

| Lesedauer: 6 Minuten
Blaulichter leuchten auf dem Dach eines Streifenwagens der Polizei.

Blaulichter leuchten auf dem Dach eines Streifenwagens der Polizei.

Foto: Carsten Rehder/dpa/Symbolbild

Im Blaulicht-Blog finden Sie die Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Dienstag, 29. November 2022.

A100: Autofahrer überholt mit Tempo 165 ausgerechnet die Polizei

Mit 165 Stundenkilometern hat ein 21-jähriger Autofahrer auf der A100 in Berlin eine Streife der Autobahnpolizei überholt. Erlaubt war Tempo 80 - er war also mehr als doppelt so schnell unterwegs wie erlaubt. Der Mann sei in der Nacht zu Montag über die nasse Autobahn gerast und habe andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, teilte die Polizei am Montagabend per Twitter mit. Ihr Fazit: „Fahrt beendet & Auto beschlagnahmt“.

Reinickendorf: Mann sticht Zimmergenossen nieder

In der Nacht zum Dienstag stach ein Mann einem anderen in einem Wohnheim an der Scharnweberstraße (Reinickendorf) in Rücken und Hals. Der Verletzte kam in ein Krankenhaus. Der Tatverdächtige kehrte am frühen Morgen in das Wohnheim zurück und wurde dann festgenommen.

Prenzlauer Berg: Betrunkener Polizist bedroht Sicherheitsdienst - Ermittlung eingeleitet

Wegen des Verdachts einer Bedrohung hat das für Beamtendelikte zuständige Fachkommissariat beim Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen. Ein Polizist außer Dienst soll bisherigen Erkenntnissen zufolge in der vergangenen Nacht gegen 1.30 Uhr vor einer Diskothek in der Schönhauser Allee in Prenzlauer Berg zwei Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes bedroht haben. Die beiden 23 und 33 Jahre alten Männer sollen ihm wegen Streitigkeiten innerhalb der Diskothek zuvor ein Hausverbot erteilt haben. Aufgrund seines Auftretens und einer offensichtlich starken Alkoholisierung riefen die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes die Polizei hinzu.

Die Einsatzkräfte stellten die Personalien des Tatverdächtigen fest und führten einen Atemalkoholvortest durch, der einen Wert von rund 2,5 Promille ergab. Anschließend wurde der Mann vor Ort entlassen. In Abhängigkeit vom Ausgang des Strafverfahrens werden auch disziplinarrechtliche Konsequenzen geprüft. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Berlin: Mann nach tödlichem Messerstich festgenommen

Ein Mann stach am 2. Oktober 2022 an der Zietenstraße in Schöneberg einen 35-Jährigen nieder. Der starb am Tag darauf. Nun wurde der Tatverdächtige festgenommen, als er aus Istanbul wieder in Deutschland einreiste. Die Hintergründe der Tat sind unklar. Vermutlich gerieten die beiden Männer "über die Abwicklungen von Betäubungsmittelgeschäften miteinander in Streit", so die Polizei.

Mitte: Gruppe beschmiert Zelte eines Camps und setzt Zelt in Brand

Eine Gruppe von bis zu zehn Leuten hat am Montagabend ein Kundgebungs-Camp des Friedenskollektivs am Berliner Dom in Mitte überfallen. Die Gruppe schnitt Zelte ein und beschmierte Schilder mit Farbe. Eine Frau bemerkte Flammen an einem Zelt, das als Materiallager dient. Außerdem löschte sie zwei Fackeln, die in der Nähe lagen. Die Frau und zwei Männer, die sich in einem anderen Zelt aufhielten, wurden nicht verletzt. Das Materiallager wurde erheblich beschädigt. Die Polizei fand in der Umgebung keine Tatverdächtigen. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt ermittelt.

Friedrichshain: Mann bedroht anderen Mann mit Messer

Am Montagnachmittag bedrohte ein Reisender einen anderen Mann. Zuvor waren die beiden auf dem Bahnsteig der Ringbahn am Bahnhofs Ostkreuz (Friedrichshain) zusammengestoßen. Daraufhin entbrannte ein verbaler Streit, bis der eine Mann ein beidseitig geschärftes Messer zückte, an den Hals des anderen hielt und ihn bedrohte. Nun ermittelt die Bundespolizei gegen den einschlägig polizeibekannten Mann wegen des Verdachts der Bedrohung sowie des Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Schöneberg: Mutmaßliche Diebe von Autorädern geschnappt

Polizisten haben in der Nacht zum Dienstag mehrere Diebe von Autorädern festgenommen. Alles fing damit an, dass jemand bei der Polizei anrief, weil mehrere Personen am Grazer Damm die Räder eines Autos abmontierten. Als die Polizisten zum Einsatz eilten, fiel ihnen in der Peter-Vischer-Straße ein Auto auf, das Räder geladen hatte. Im Wagen saßen ein 18-Jähriger und zwei 17-Jährige. Die Räder gehörten zum Auto am Grazer Damm. Außerdem fanden sich im Auto noch Wagenheber und Radkreuze. Der 18-Jährige hatte zudem fast 30 kleine Gefäße vermutlich mit Betäubungsmitteln dabei.

Der Einsatz ging noch weiter: Den Polizisten war ein weiteres Auto aufgefallen, dass 100 Meter hinter dem gestoppten Wagen fuhr. Als der Fahrer die Polizei bemerkte, fuhr er rückwärts bis zur nächsten Kreuzung und raste in die Kauschstraße. Weil die Polizisten das Verhalten auffällig fanden, verfolgten sie das Auto. Nach einer Flucht über die BAB 100 in die Oderstraße fuhr der Fahrer am Ende einer Sackgasse über einen Radweg in die Leinestraße. Der Fahrer des Polizeiautos touchierte einen Poller und brach die Verfolgung daraufhin ab. Und so konnte der auffällige Raser unerkannt entkommen.

Tempelhof: Zwei Autos brennen

Polizei und Feuerwehr wurden in der Nacht zum Dienstag zu einem Brand an der Briesingstraße in Lichtenrade gerufen. Dort standen zwei Autos in Flammen. Ein weiteres Auto, das davor stand, wurde vom Besitzer rechtzeitig weggefahren. Dennoch wurde es leicht beschädigt. Verletzt wurde niemand.

Lichtenberg: Mann will Katalysator stehlen

Polizisten nahmen in der Nacht zu Dienstag in Alt-Hohenschönhausen (Lichtenberg) zwei mutmaßliche Diebe fest. Die beiden wollten offenbar den Katalysator eines Autos stehlen. Sie hatten dafür an Fahrzeugen an der Plauener Straße herumgesägt.

Hellersdorf und Oberschöneweide: Vermutlich Brandstiftung an Obdachlosen-Unterkünften

Am Montagnachmittag brannte in einer Grünanlage in der Torgauer Straße in Hellersdorf eine selbst gebaute Behausung von Obdachlosen. Fast eine Stunde später brannte ein Holzverschlag von Obdachlosen am Platz am Kaisersteg in Oberschöneweide (Treptow). Beide Feuer wurden gelöscht, verletzt wurde niemand. Brandstiftung wird vermutet, die Ermittlungen dauern an.

Köpenick: Supermarkt brennt aus

Über 100 Feuerwehrleute haben einen in Brand geratenen Supermarkt in Müggelsee in Köpenick gelöscht. Mehr darüber lesen Sie hier.

Mann aus Zehlendorf vermisst

Von einem 37-jährigen Mann aus Zehlendorf gibt es seit Anfang Oktober kein Lebenszeichen. Die Polizei sucht mit zwei Fotos nach ihm. Mehr darüber lesen Sie hier.

( dpa )