Blaulicht-Blog

Wedding: Schwerbehinderter auf U-Bahn-Gleis gestoßen

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Der gewaltsame Vorfall ereignete sich im U-Bahnhof Wedding.

Der gewaltsame Vorfall ereignete sich im U-Bahnhof Wedding.

Foto: picture alliance / dpa | Hauke-Christian Dittrich

Im Blaulicht-Blog finden Sie die Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Mittwoch, 23. November 2022.

Wedding: Schwerbehinderter auf U-Bahn-Gleis gestoßen

Bei einem Streit am Bahnsteig des U-Bahnhofs Seestraße in Wedding ist am Dienstagabend ein Schwerbehinderter auf das U-Bahngleis gestoßen worden. Im Zuge der Auseinandersetzung soll ein 52-Jähriger seinen 59 Jahre alten Kontrahenten auf das Gleis gestoßen haben. Der Mann konnte sich aufgrund einer Schwerbehinderung nicht alleine befreien, Zeugen eilten ihm jedoch rechtzeitig zu Hilfe. Er erlitt durch den Sturz eine leichte Verletzung am Arm, benötigte jedoch keine ärztliche Behandlung. Ein Polizeibeamter außer Dienst hielt den Tatverdächtigen, der eigenen Angaben zufolge verschiedene Drogen konsumiert haben wollte, bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte fest. Während der Wartezeit auf ein Transportkommando kollabierte der Tatverdächtige und stürzte auf den Boden, wodurch er sich eine Platzwunde am Kopf zuzog. Rettungskräfte brachten den Mann ins Krankenhaus. Von dort brachte das Transportkommando den 52-Jährigen anschließend in einen Polizeigewahrsam, wo eine erkennungsdienstliche Behandlung durchgeführt und er der Kriminalpolizei überstellt wurde. Die Ermittlungen dauern an.

Lichtenberg: Mann greift in Unterhose Hostel-Gäste an

Ein nur mit einer Unterhose bekleideter Mann soll zwei Gäste in einem Hostel angegriffen haben. Wie die Polizei mitteilte, soll der 29-Jährige in der Nacht zum Mittwoch plötzlich zunächst auf einen ihn unbekannten 48-Jährigen und dann auf einen 31-Jährigen in der Lobby des Hostels in Alt-Hohenschönhausen eingeschlagen haben. Zwei Zeugen seien dem Jüngeren zur Hilfe gekommen, als dieser vom Beschuldigten gewürgt worden sei. Beide Opfer erlitten Verletzungen am Kopf. Die Hintergründe des Angriffs waren laut Polizei noch unklar. Der Verdächtige habe dazu keine Angaben gemacht.

Dahlem: Mann vor iranischer Botschaft mit abgesägtem Stuhlbein festgenommen

Polizisten haben am Dienstagabend einen Mann in Dahlem festgenommen. Wie die Polizei mitteilte, bemerkten Mitarbeiter des Objektschutzes der Polizei Berlin den Mann gegen 18 Uhr auf der Podbielskiallee, wie er dort vor der iranischen Botschaft auf der Fahrbahn hin- und herlief. Dabei sagte der Mann, dass er die Botschaft betreten wolle, um dort das Personal anzugreifen. Weiterhin sagte er, dass er eine Waffe dabeihabe. Die Mitarbeiter alarmierten daraufhin Unterstützungskräfte, die den 39-Jährigen ansprachen, überprüften und durchsuchten. Dabei fanden sie bei ihm ein abgesägtes Stuhlbein. Schließlich brachte ein Transportkommando den Tatverdächtigen in einen Polizeigewahrsam, in dem ein Anschlussgewahrsam angeordnet wurde. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Mitte: Ladendetektiv mit Messer bedroht

Ein polizeibekannter 19-Jähriger soll am Dienstag in Mitte nach einem Ladendiebstahl einen Sicherheitsmitarbeiter bedroht haben. Wie die Polizei mitteilte, hatte der 37 Jahre alte Ladendetektiv eines Supermarktes an der Karl-Liebknecht-Straße kurz nach 7 Uhr die Polizei alarmiert. Zuvor wollte er den Heranwachsenden beim Diebstahl von Spirituosen beobachtet und ihn aufgefordert haben, ihm in sein Büro zu folgen. Dort soll der 19-Jährige ein Küchenmesser gezückt, den 37-Jährigen verbal mit dem Tode bedroht und mehrere Stichbewegungen in Richtung des Angestellten ausgeführt haben. Im Anschluss flüchtete der junge Mann mit einem Teil seiner Beute in den Hauseingang eines benachbarten Wohnhauses, in dem er wenig später durch Polizeikräfte festgenommen wurde. Weil er dabei den Eindruck erweckte, er könne unter dem Einfluss berauschender Mittel stehen, brachten ihn die Polizisten in einen Polizeigewahrsam. Aus diesem wurde er im Anschluss den Ermittlerinnen und Ermittlern eines Fachkommissariats übergeben.

Lichtenberg: Mann von Tram erfasst und schwer verletzt

Bei einem Unfall in Karlshorst am Dienstagabend ist ein Mann schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, überquerte der 31-Jährige gegen 18.20 Uhr die Tramgleise auf der Treskowallee und wurde dabei – trotz abgesetztem Warnsignal und eingeleiteter Bremsung – von dem Triebwagen, den ein 54-Jähriger führte, erfasst. Der Fußgänger erlitt bei dem Verkehrsunfall schwere Verletzungen am Kopf und am Oberkörper, weshalb Rettungskräfte ihn zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus brachten. Der Triebwagenführer erlitt einen Schock und wurde vor Ort behandelt. Die Treskowallee war zwischen Waldowallee und Marksburgstraße für die Dauer der Verkehrsunfallaufnahme bis etwa 19.15 Uhr komplett gesperrt. Die Ermittlungen dauern an.

Biesdorf: Bürocontainer brannte

In Biesdorf hat in der Nacht ein Bürocontainer gebrannt. Wie die Feuerwehr bei Twitter mitteilte, löschten 18 Einsatzkräfte das Feuer. Die Löscharbeiten dauerten demnach etwa eine Stunde. Angaben zur Brandursache gab es zunächst nicht.

Groß Köris: Auto prallt gegen Baum - zwei Tote

Zwei Menschen sind bei einem Unfall in Groß Köris (Landkreis Dahme-Spreewald) am frühen Mittwochmorgen gestorben. Eine weitere Person wurde schwer verletzt, wie die Polizei weiter mitteilte. Demnach kam das Auto eines 26-Jährigen in einer Linkskurve von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Die beiden Mitfahrer im Alter von 19 und 44 Jahren erlagen ihren Verletzungen noch am Unfallort. Der 26-jährige Fahrer wurde von den Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht. Warum das Auto von der Straße abkam, war den Angaben zufolge noch unklar.

Großräschen: Ein Toter nach Streit in Wohnung

Nach einem Streit zwischen zwei Männern in einer Wohnung in Großräschen (Oberspreewald-Lausitz) hat die Polizei einen 51-Jährigen leblos aufgefunden. Trotz eingeleiteter Wiederbelebungsmaßnahmen starb der Mann am Dienstagabend noch vor Ort, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Polizisten hätten einen 52-Jährigen vorläufig festgenommen, der dringend tatverdächtig sei. Die Todesursache ist noch unklar. Nach bisherigen Erkenntnissen gehe man in diesem Fall aber nicht von einem Gewaltverbrechen aus. Eine Obduktion der Leiche soll Klarheit bringen. Die weiteren Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft Cottbus übernommen.

Teltow-Fläming: Diebstahl-Serie von Autos mit „Keyless-Go-System“

Im Landkreis Teltow-Fläming sind nach Angaben der Polizei in den vergangenen Wochen vermehrt Autos mit einem sogenannten „Keyless-Go-System“ gestohlen worden. Dieses System wurde durch die jeweiligen Täter offenbar technisch überwunden, sodass sie Zugang zu den Autos erlangten, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Mit dem „Keyless-Go-System“ kann ein Fahrzeug ohne die Benutzung eines herkömmlichen Autoschlüssels geöffnet und durch Drücken eines Knopfes im Wagen gestartet werden.

Den Angaben zufolge schlugen die Täter besonders im Norden des Landkreises zu. Unter anderem wurden laut Polizei in der Nacht zum 14. November in Blankenfelde, Zossen und Lüderdorf mehrere Autos gestohlen, die mit einem schlüssellosen Fahrzeugzugangssystem ausgestattet waren. In der Nacht zum 9. November wurden in Blankenfelde ebenfalls mehrere Autos gestohlen.

Die Polizei riet dazu, „Keyless-Go“-Schlüssel nie in der Nähe der Haus- oder Wohnungstür abzulegen uns das Funksignal durch Aluminiumhüllen oder spezielle Boxen und Taschen abzuschirmen. Auch könnten Besitzer den Hersteller fragen, ob für ihr Fahrzeug der Komfortzugang vorübergehend deaktiviert werden könne.

( dpa/BM )