Blaulicht-Blog

Brandenburg: Tierquäler töten Pferde mit perfiden Mitteln

| Lesedauer: 9 Minuten

Foto: dpa

Im Blaulicht-Blog finden Sie die Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Sonntag, 20. November 2022.

Elbe-Elster: Tierquäler töten Pferde - Faserwolle auf Weide ausgelegt

Unbekannte Tierquäler haben in Hohenleipisch im Landkreis Elbe-Elster auf einer Weide einem Pferd Schnitt- und Stichverletzungen zugefügt. Das Tier sei seinen Verletzungen erlegen, teilte die Polizei am Sonntag mit. Auf der Weide hätten die Unbekannten zudem Faserwolle ausgelegt, die von einem Pferd gefressen worden sei. Dadurch habe sich der Gesundheitszustand des Pferdes so drastisch verschlechtert, dass es eingeschläfert werden musste.

In Sallgast seien am Samstagabend zudem vier Pferde aus einer Koppel ausgebrochen, teilte die Polizei weiter mit. Auf der Bundesstraße 96 sei eines der Pferde von einem Auto erfasst worden. Die Autofahrerin wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Das verletzte Pferd sei zwar zunächst weitergelaufen, später aber wegen seiner schweren Verletzungen von einem Tierarzt eingeschläfert worden.

Reinickendorf: Feuerwehr löscht Brand in Industriehalle

In einer Industriehalle an der Thyssenstraße in Reinickendorf ist am Sonntag ein Feuer ausgebrochen. Wie die Feuerwehr auf Twitter mitteilte, brannten ein Technikraum und fünf Quadratmeter Dach. Eine schnelle Brandbekämpfung habe eine größere Ausbreitung verhindert. 54 Kräfte der Feuerwehr waren drei Stunden vor Ort.

Lichtenberg: Betrunkener Autofahrer kracht gegen Ampel

Ein Autofahrer ist in der vergangenen Nacht an der Kreuzung Frankfurter Allee / Atzpodienstraße in Lichtenberg gegen eine Ampel gefahren. Nach dem Unfall waren der Autofahrer, eine Beifahrerin sowie ein dritter Insasse aus dem Seat gestiegen, während zwei weitere Frauen auf der Rückbank sitzen blieben. Zwei Zeugen, die durch den Knall auf den Unfall aufmerksam geworden waren, leisteten Erste Hilfe.

Während die Polizei den Unfall aufnahm, soll sich der 29 Jahre alte Fahrer in Widersprüche verstrickt haben. Dass er das Auto gefahren sei, gaben weder er noch die ihn begleitenden Personen zu. Ein freiwillig durchgeführter Alkoholtest ergab bei dem Fahrer rund 1,2 Promille. In einem Polizeigewahrsam wurde ihm Blut abgenommen.

Sein Führerschein wurde beschlagnahmt. Die drei Frauen im Alter von 21 und 22 wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht, das sie nach ambulanter Behandlung wieder verlassen konnten. Der zweite Mann, ein 23-Jähriger, blieb, wie auch der mutmaßliche Fahrer, unverletzt. Die weiteren Ermittlungen werden von einem Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 3 (Ost) geführt.

Hakenfelde: Cannabisgeruch führt Polizisten in Drogen-Wohnung

Zivile Einsatzkräfte einer Hundertschaft haben am Samstag Cannabis vor einem Haus an der Goltzstraße in Hakenfelde (Spandau) gerochen. Daraufhin erwirkten die Polizisten einen Durchsuchungsbeschluss für eine Wohnung im Erdgeschoss.

In der Wohnung trafen sie einen 38 Jahre alten Mieter und seine Lebensgefährtin an. Bei der Durchsuchung wurden neben Händlerutensilien, diverse Verkaufseinheiten unterschiedlicher Betäubungsmittel, zwei Plantagen mit Cannabispflanzen, eine Machete sowie Bargeld gefunden.

Der 38-jährige Mann wurde für eine erkennungsdienstliche Behandlung in ein Polizeigewahsam gebracht. Danach wurde er einem Fachkommissariat des Landeskriminalamts übergeben. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Charlottenburg-Wilmersdorf: Unbekannte plündern Schließfachanlage

Unbekannte sind am Sonnabendabend in eine private Schließfachanlage an der Fasanenstraße in Charlottenburg-Wilmersdorf eingebrochen. Mehr über den Einbruch lest ihr hier.

Kreuzberg: Auto fährt nach Kreuzungscrash in Stühle und Tische

Zwei Personen sind am Samstagabend bei einem Unfall in Kreuzberg leicht verletzt worden, darunter eine schwangere Frau. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, war ein 28 Jahre alter VW-Fahrer gegen 22.30 Uhr auf der Kreuzung Markgrafenstraße / Rudi-Dutschke-Straße mit einem entgegenkommenden 43 Jahre alten Renault-Fahrer zusammengestoßen.

Den Polizei-Angaben zufolge kam es bei dem 43-Jährigen nach der Kollision zu einer verzögerten Reaktion und er riss das Lenkrad seines Renault um. Dies hatte zur Folge, dass der 43-Jährige mit seinen zwei Mitfahrern in die Außenbestuhlung eines Cafés, einen Metallpoller und in die Eingangstür eines Lokals an der Markgrafenstraße krachte, bevor das Auto zum Stehen kam.

Der 43 Jahre alte Renault-Fahrer und ein 47 Jahre alter Mitfahrer blieben bei dem Unfall unverletzt, die schwangere 30 Jahre alte Mitfahrerin wurde von den Rettungskräften vorsorglich zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Bis auf eine leichte Verletzung eines 28-Jährigen blieben auch die Insassen des VWs bei dem Zusammenstoß unverletzt.

Reinickendorf: Feuer in Flüchtlingswohnung laut Polizei fahrlässige Brandstiftung

Nach dem Feuer in einer Flüchtlingsunterkunft im sechsten Stock eines Berliner Hochhauses geht die Polizei von fahrlässiger Brandstiftung aus. Die betroffene Wohnung der Gemeinschaftsunterkunft sei nicht mehr nutzbar, angrenzende Wohnungen aber unbeschädigt, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag. Wie es genau zu dem Brand kam, konnte sie noch nicht sagen.

Die Feuerwehr hatte die Flammen am Samstagmittag rasch gelöscht. Verletzt wurde niemand. Der Sicherheitsdienst habe die Unterkunft im Märkischen Viertel in Reinickendorf schon vor dem Löscheinsatz geräumt, sagte ein Feuerwehrsprecher. Offen blieb vorerst, wie viele Menschen vor dem Feuer in der Unterkunft waren.

Marienfelde: Fahrer verliert Kontrolle über Mercedes

Ein Fahrer hat am Samstagabend auf der Friedenfelser Straße in Marienfelde (Tempelhof-Schöneberg) die Kontrolle über seinen Mercedes verloren. Er kam nach rechts von der Straße ab und krachte in das Heck eines Ford Pickup. An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden. Ersten Informationen von vor Ort zufolge wurde mindestens eine Person bei dem Unfall verletzt. Die Polizei ermittelt nun die genaue Unfallursache.

Hellersdorf: Auto brennt aus

Ein Auto ist am Samstagabend an der Klausdorfer Straße in Hellersdorf ausgebrannt. Zuvor waren Zeugen auf die Flammen aufmerksam geworden und hatten die Feuerwehr verständigt. Als die Brandbekämpfer vor Ort eintrafen, stand der Smart in Vollbrand. Die Feuerwehr konnte das Fahrzeug löschen und ein Übergreifen auf weitere Autos verhindern. Ein hinter dem Smart geparkter VW Passat wurde durch die starke Hitzeentwicklung leicht beschädigt. Es wurden keine Personen verletzt. Ein Brandkommissariat beim Landeskriminalamt hat die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung aufgenommen.

Fürstenwalde: Polizei rettet verwirrten Senior in eiskalter Nacht auf der Straße

Die Brandenburger Polizei hat einen hilflosen Senior aus Hamm (Nordrhein-Westfalen) gerettet, der in der eiskalten Nacht zum Samstag auf einer Umgehungsstraße bei Fürstenwalde (Oder-Spree) herumirrte. Nachdem aufmerksame Bürger die Polizei alarmiert hatten, trafen die Streifenbeamten auf den 85-Jährigen, der nicht gewusst habe, wo er sich befand, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Dabei kam heraus, dass die Polizei den Senior bereits am Tag zuvor im Auto wegen seiner auffälligen Fahrweise auf der Autobahn A12 gestoppt hatte. Weil der 85-Jährige offensichtlich hilflos war, wurde er in einem Hotel untergebracht und über die Kollegen in Hamm der Sohn des Mannes informiert.

Dieser konnte seinen Vater jedoch erst am Samstag abholen, nachdem der 85-jährige die Nacht in einer gut geheizten Zelle auf der Wache in Fürstenwalde verbracht hatte. Der Mann habe selbstverständlich bei geöffneter Zellentür schlafen können und sei von den Beamten pflegerisch umsorgt worden, hieß es.

Oberhavel: Gut 150.000 Euro Schaden durch Scheunenbrand

Beim Brand einer Scheune in Falkenthal im Landkreis Oberhavel ist nach Angaben der Polizei ein Schaden von etwa 155.000 Euro entstanden. Das Feuer habe am Samstag auch eine benachbarte Scheune leicht beschädigt, bevor die Flammen von der Feuerwehr gelöscht werden konnten, berichtete die Polizei am Sonntag. Nach ersten Erkenntnissen sei das Feuer in der Waschküche der Scheune ausgebrochen, so dass der Verdacht eines technischen Defekts als Brandursache bestehe. Die Kriminalpolizei hat dazu die Ermittlungen aufgenommen.

Uckermark: Brandstiftung in Grundschule - Gitarre entwendet

Unbekannte Täter sind in die Astrid-Lindgren-Grundschule in Schwedt im Landkreis Uckermark eingedrungen und haben einen Klassenraum verwüstet. Die Täter hätten am Samstag in dem Klassenraum Papier in Brand gesteckt, wodurch ein Tisch in Flammen geraten sei, teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen. Allerdings sei das Klassenzimmer komplett verrußt und derzeit nicht nutzbar.

Die Täter seien auch über ein Baugerüst in die benachbarte Dreiklang Oberschule eingedrungen, berichtete die Polizei weiter. Dort wurde aus dem Musikraum eine Gitarre gestohlen.

Oberhavel: 700 Meter langes Kupferkabel entwendet - 10.000 Euro Schaden

Unbekannte Täter sind in Oberkrämer im Landkreis Oberhavel auf ein Firmengelände eingedrungen und haben ein rund 700 Meter langes Kupferkabel entwendet. Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma seien in der Nacht zum Samstag misstrauisch geworden, weil vor Ort zwei Kameras ausgefallen seien, teilte die Polizei am Sonntag mit. Bei der Prüfung fiel demnach auf, dass die Täter die Kameras abgeschlagen und nach Unterbrechung des Stroms das Kabel entwendet hatten. Die Polizei bezifferte den Schaden auf etwa 10.000 Euro.

( BM/dpa )