Blaulicht-Blog

Märkisches Viertel: Brand in Flüchtlingsunterkunft gelöscht

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Einsatzkräfte der Feuerwehr in Schutzkleidung.

Einsatzkräfte der Feuerwehr in Schutzkleidung.

Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Symbolbild

Im Blaulicht-Blog finden Sie die Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Sonnabend, 19. November 2022.

Märkisches Viertel: Brand in Flüchtlingsunterkunft in Hochhaus gelöscht

In einer Flüchtlingsunterkunft im Märkischen Viertel (Reinickendorf) hat es am Samstagmittag gebrannt. Das Feuer war in einem Schlafzimmer im sechsten Stock eines Hochhauses ausgebrochen. Es sei rasch gelöscht und niemand verletzt worden, sagte ein Feuerwehrsprecher. Der Sicherheitsdienst habe die Unterkunft schon vor dem Löscheinsatz geräumt. Zur Brandursache konnten Feuerwehr und Polizei zunächst nichts sagen. Offen blieb auch vorerst, wie viele Menschen vor dem Feuer in der Unterkunft waren.

Vor Ort habe alles optimal geklappt, sagte der Feuerwehrsprecher. Die 64 Einsatzkräfte seien schnell und ohne Behinderungen angerückt, das Treppenhaus sei durch einen Rauch- und Wärmeabzug rauchfrei gewesen und die Feuerwehrleute hätten eine trockene Steigleitung zum Löschen gehabt. Der Einsatz war am frühen Nachmittag beendet.

Charlottenburg: Polizei beendet Demo vor Adidas-Store

Polizisten haben eine Aktion von Klimaaktivisten gegen die WM in Katar vor dem Adidas-Store in Charlottenburg beendet. Menschen wurden nicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Es habe bei der Aktion am Samstagmittag vor der Filiale an der Tauentzienstraße keine Zwischenfälle gegeben. Die 25 Aktivisten der Umweltgruppe Extinction Rebellion hätten sich kooperativ verhalten.

Demnach sollen sie die Kunden beim Betreten des Geschäfts behindert und Plakate geklebt haben. Allerdings sei der Klebstoff wasserlöslich gewesen, so dass es keine Sachbeschädigung gegeben habe, hieß es. Die Polizei habe den Aktivisten einen anderen Veranstaltungsort in der Nähe zugewiesen. Dort habe sich die Gruppe später aufgelöst.

Die Klimaaktivisten von Extinction Rebellion wollten mit der Aktion nach eigener Darstellung einen Tag vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft gegen das Sponsoring des Championats protestieren. Auf den Transparenten und Schildern sei auf Umweltauswirkungen und Menschenrechtsverletzungen aufmerksam gemacht worden. Zudem seien Plakate mit den Motiven eines blutenden Fußballs sowie blutbefleckten Fußballschuhen und T-Shirts an die Filiale geklebt worden. Ein Banner habe dazu aufgerufen, keine WM-Produkte zu kaufen.

Schöneberg: Mesusa an Synagoge beschädigt

An einer Synagoge in Schöneberg sind am Samstag Beschädigungen entdeckt worden. So sei die Mesusa - ein Holzkästchen mit einem Schriftstück, das als Talisman gilt - an der Tür des im Gebäude wohnenden Rabbiners geöffnet und das Dokument entwendet worden, teilte die Polizei mit. Ein Sicherheitsbeauftragter der Jüdischen Gemeinde zu Berlin habe deshalb am frühen Morgen die Polizei gerufen. In der Nacht waren die Beamten schon einmal alarmiert worden, weil einer Passantin ein zerstörtes Klingelschild und Müll vor der Eingangstür des Hauses an der Passauer Straße aufgefallen waren. In dem Unrat fanden Polizisten später die Mesusa, wie es weiter hieß. Der Staatsschutz ermittelt wegen Sachbeschädigung und Diebstahls.

Cottbus: Carport und Nebengebäude brennen

Ein Carport und ein Nebengebäude haben im Cottbuser Stadtteil Branitz gebrannt. Die Bewohner eines Wohnhauses hatten sich selbst in Sicherheit gebracht, wie Stadt Cottbus am Samstag mitteilte. Die Feuerwehr konnte bei dem Einsatz am Freitagmorgen zudem zwei Druckgasbehälter sowie ein Auto aus der Gefahrenzone bringen. Ihr gelang es zwar, das Wohngebäude vor den Flammen zu schützen, am Carport und am Nebengebäude entstand jedoch Totalschaden. Die Anwohner wurden wegen des starken Rauches gewarnt.

Schöneberg: Feuerwehr befreit Person nach Unfall aus Auto

Zwei Personen sind am Freitagabend bei einem Unfall auf der A100 in Schöneberg verletzt worden. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, hatte ein Opel-Fahrer gegen 23 Uhr auf Höhe der Wexstraße ein Auto über den rechten Fahrstreifen überholt. Dabei soll er mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren sein und plötzlich die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren haben. Infolgedessen touchierte der Wagen zunächst die rechte Tunnelwand und prallte wenig später am Tunnel-Ende in die linke Leitplanke. "Eine eingeschlossene Person wurde mit Rettungsgeräten befreit, vom Notarzt versorgt und kam in eine Klinik", twitterte die Feuerwehr am Abend.

Nach Angaben der Polizei wurde der Fahrer leicht verletzt. Die Beifahrerin klagte über starke Schmerzen am gesamten Körper. Die 22-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der 28 Jahre alte Fahrer gab gegenüber der Polizei an, Alkohol getrunken zu haben. Er wurde für eine Blutentnahme in ein Polizeigewahrsam gefahren. Weil sich sein Gesundheitszustand dort verschlechterte, wurde auch er in ein Krankenhaus gebracht. Die Ermittlungen zu dem Verkehrsunfall hat ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 4 (Süd) übernommen.

Kreuzberg: Mehrere Kinderwagen brennen in Hausflur

In der vergangenen Nacht haben in einem Hausflur an der Wiener Straße in Kreuzberg Kinderwagen und Unrat gebrannt. Ersteintreffende Beamte einer Einsatzhundertschaft löschten das Feuer. Die Feuerwehr belüftete den stark verrauchten Flur. Einsatzkräfte kontrollierten auch die Wohnungen. Die Kriminalpolizei ermittelt nun zur Brandursache.

( BM/dpa )