Blaulicht-Blog

Neukölln: SUV erfasst Fußgängerin und schleift sie zu Tode

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Polizeiauto im Einsatz (Symbolbild).

Polizeiauto im Einsatz (Symbolbild).

Foto: Christophe Gateau/dpa

Im Blaulicht-Blog finden Sie die Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Freitag, 18. November 2022.

Neukölln: SUV erfasst Fußgängerin – Über 500 Meter zu Tode geschleift

Berlin. Am Donnerstagabend gegen 19.15 Uhr erfasste ein SUV der Marke Renault eine Fußgängerin in Neukölln. Weder der Fahrer des Wagens noch die Beifahrerin bemerkten offensichtlich etwas von der Kollision bei der Ausfahrt aus der Panda Apotheke auf der Mariendorfer Chaussee in Buckow. Denn das Fahrzeug fuhr einfach weiter, wendete nach Zeugenaussage in Richtung Künheimer Weg, ehe Passanten den Wagen stoppten.

Die erfasste Fußgängerin konnte sich auch mit lauten Rufen nicht bemerkbar machen und wurde über eine Strecke von rund 570 Metern zu Tode geschleift. Laut Polizeiangaben soll der 35-jährige SUV-Fahrer den Wagen gestoppt haben, nachdem er einen Widerstand wahrgenommen hat.

Feuerwehr und Rettungswagen wurden alarmiert und befreiten die unter dem Auto Eingequetschte mit einem Hebewagen. Dort konnte der Notarzt nur noch den Tod der Frau feststellen. Zeugen, die den Unfall von einem Bus der BVG aus mit ansehen mussten, wurden von der psychologischen Seelsorge betreut.

Die Umstände des Vorfalls, insbesondere wie die Verunglückte unter den Wagen gelangt war, sind derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Derzeit ist nicht auszuschließen, dass es sich bei dem Geschehen auch um einen Suizid handeln könnte. Die weiteren Ermittlungen führt ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 4 (Süd).

Personen, die den Vorfall beobachtet haben oder sonstige sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich beim Verkehrsermittlungsdienst unter der (030) 4664 - 472800 oder bei einer anderen Polizeidienststelle zu melden.

Johannisthal: Person von einer Straßenbahn erfasst

Am Freitagnachmittag geriet eine Person am Sterndamm in Johannisthal (Treptow) unter die Straßenbahn. Sie starb noch vor Ort. Laut Informationen der B.Z. handelt es sich um ein 13-jähriges Kind.

Tempelhof: Kind reißt sich los – Schwer verletzt

Bei einem Verkehrsunfall, der sich gestern Nachmittag in Tempelhof ereignete, erlitt ein Kind schwere Verletzungen. Nach bisherigen Erkenntnissen und Zeugenaussagen soll sich das am Fahrbahnrand der Eschersheimer Straße stehende neunjährige Kind gegen 15.30 Uhr von der Hand seiner Mutter losgerissen haben und kurz hinter der Kreuzung Oberlandstraße zwischen wartenden Autos hindurch auf die Fahrbahn gerannt sein. Zeitgleich befuhr ein 49-Jähriger mit seinem Auto die Eschersheimer Straße in Richtung Siegfriedstraße. Trotz eingeleiteter Gefahrenbremsung konnte der Mann einen Zusammenstoß mit dem Kind nicht mehr vermeiden, welches Hautabschürfungen sowie schwere Verletzungen an einem Bein erlitt. Alarmierte Rettungskräfte brachten es im Beisein seiner Mutter zur stationären Behandlung in eine Klinik. Der Autofahrer blieb unverletzt. Das Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 4 (Süd) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Kreuzberg: Farbschmierereien an der SPD-Parteizentrale

Unbekannte beschädigten in der vergangenen Nacht die Bundeszentrale der SPD in Kreuzberg. Gegen 23 Uhr bemerkte ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes Farbschmierereien am Haupteingang des Willy-Brandt-Haus an der Wilhelmstraße und alarmierte die Polizei. Die Ermittlungen am Ort ergaben, dass bislang Unbekannte mittels Schablonen und Farbe politische Parolen auf eine der Türen des Einganges aufbrachten. Die Ermittlungen führt der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes. Die Parolen wurden unleserlich gemacht.

Lübben: 83-Jährige bei Verkehrsunfall tödlich verletzt

Eine 83-jährige Fußgängerin ist bei einem Verkehrsunfall in Lübben (Landkreis Dahme-Spreewald) ums Leben gekommen. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, wurde die Frau am Donnerstagabend in der Nähe des Spreeufers von dem Auto eines 32-Jährigen erfasst. Sie erlag ihren Verletzungen noch am Unfallort. Wie es genau zu dem Unfall kam, war laut Polizei noch unklar.

Friedland: Autofahrer stirbt nach Unfall

Ein Autofahrer ist nach einem Unfall in Friedland im Landkreis Oder-Spree an seinen Verletzungen gestorben. Der 37-Jährige kam am Donnerstagabend mit seinem Wagen nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem Baum, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Die Ursache für den Unfall auf der Landstraße zwischen Groß Muckrow und Weichensdorf sei bislang unklar. Der Fahrer kam schwer verletzt in ein Krankenhaus, wo er wenige Stunden später starb. Der 37-Jährige stand laut Polizei unter Alkoholeinfluss.

Eberswalde: Mann klebt sich an Haltestange fest

Ein Fahrgast hat sich mit beiden Händen an einer Haltestange in einem Bus in Eberswalde (Landkreis Barnim) festgeklebt. Der 60-Jährige erhielt für den Rest des Jahres ein Hausverbot für Busse, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Das Ziel des Mannes sei es gewesen, auf die Ignoranz bezüglich der Maskenpflicht innerhalb öffentlicher Verkehrsmittel aufmerksam zu machen. Rettungskräfte befreiten den 60-Jährigen am Donnerstag von der Stange.

Fürstenwalde: Brand im Mehrfamilienhaus fordert 17 Verletzte

In einem Mehrfamilienhaus in Fürstenwalde (Landkreis Oder-Spree) sind bei einem Brand 17 Menschen verletzt worden. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, gerieten am Donnerstagabend ein Kinderwagen und andere Gegenstände im Treppenhaus in Flammen. Mehrere Menschen wurden evakuiert, die genaue Anzahl ist den Angaben zufolge noch nicht bekannt. Es erlitten 17 Menschen eine leichte Rauchvergiftung und wurden vor Ort versorgt, sieben von ihnen wurden in einem Krankenhaus ambulant weiter behandelt. Das Alter der Verletzten liegt den Angaben zufolge zwischen 5 und 36 Jahren. Der Brand wurde von den Einsatzkräften der Feuerwehr gelöscht. Bislang ist noch unbekannt, wie viele Einsatzkräfte vor Ort waren und wie lange die Löscharbeiten dauerten.

Durch den Brand ist nach Angaben der Polizei das Gebäude teilweise nicht mehr bewohnbar. Die Mieter werden vom zuständigen Ordnungsamt untergebracht. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 200 000 Euro. Warum das Feuer ausbrach, ist nach Polizeiangaben noch unklar.

( BM )