Blaulicht-Blog

Kreuzberg: Massenschlägerei mit Holzlatten und Metallstangen

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Polizeiauto im Einsatz (Symbolbild).

Polizeiauto im Einsatz (Symbolbild).

Foto: Christophe Gateau/dpa

Im Blaulicht-Blog finden Sie die Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Donnerstag, 17. November 2022.

Kreuzberg: Massenschlägerei mit Holzlatten und Metallstangen

Berlin. Im Görlitzer Park in Kreuzberg nahmen Polizeikräfte gestern Abend neun Männer vorläufig fest, die zuvor an einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen bis zu 30 Personen beteiligt waren und hierbei unter anderem Metallstangen und Holzlatten eingesetzt haben sollen.

Gegen 18.45 Uhr waren Zivilkräfte im Görlitzer Park auf die Schlägerei aufmerksam geworden und daraufhin auf die Beteiligten zugelaufen. Die teilweise mit Holzlatten und Metallstangen bewaffneten Männer ergriffen die Flucht. Ein Polizeibeamter stoppte einen 22-jährigen Beteiligten, der dann mehrfach in Richtung des Kopfes des Polizisten schlug, diesen jedoch verfehlte, und dann zu Boden gebracht und festgenommen werden konnte. Zuvor hatte der junge Mann noch versucht, sich diverser Betäubungsmittel zu entledigen. Während der Festnahme des 22-Jährigen kamen plötzlich zehn mit Schlagwerkzeugen bewaffnete Männer zurück, die sich mit dem Festgenommenen solidarisierten. Ein Polizist nahm daraufhin seine Dienstwaffe in die Hand und forderte die Männer auf, Abstand zu halten. Zeitgleich trafen Unterstützungskräfte ein, die die drohende Gruppe mit einfacher körperlicher Gewalt wegdrängten. Einzelne Polizisten mussten hierbei auch Pfefferspray einsetzen. Die bewaffneten Männer ergriffen daraufhin abermals die Flucht.

Insgesamt nahmen die Polizeikräfte neun Personen im Alter von 17-33 Jahren fest. Von den Festgenommenen war ein Mann zur Fahndung ausgeschrieben, er wurde deshalb in Polizeigewahrsam genommen. Ein weiterer Mann wurde für das Landeseinwohneramt Berlin eingeliefert, gegen einen dritten Mann bestand ein auswärtiger Haftbefehl, er wurde ebenfalls in Polizeigewahrsam genommen.

Die anderen Festgenommenen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Die Ermittlungen wegen eines besonders schweren Landfriedensbruchs, einem tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte, mehreren Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie mehreren Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz, dauern an. Verletzt wurde bei dem Polizeieinsatz niemand.

Charlottenburg: Getunte Autos und Raserei - Polizei schnappt Verkehrssünder

Bei einer Verkehrssonderkontrolle am Donnerstagabend am Kurfürstendamm in Charlottenburg ahndete die Polizei mehrere Verstöße. Auch ein seltsamer Maserati wurde kontrolliert. Hier geht es zu den Details der Verkehrssonderkontrolle.

Lichterfelde: Mann mit Golfschlägern und Stichwaffe schwer verletzt

Am Donnerstagabend wurden Einsatzkräfte wegen einer Körperverletzung nach Lichterfelde alarmiert. Ersten Erkenntnissen nach soll ein 36-jähriger Mann in der Ritterstraße von mehreren unbekannten Personen mit Golfschlägern und einer Stichwaffe schwer verletzt worden sein, nachdem er aus seinem Fahrzeug ausgestiegen war. Der Mann wurde durch Rettungskräfte erstversorgt und anschließend zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht, wo er operiert wurde. Er erlitt schwere Schnitt- und Stichverletzungen im Bereich der Arme, der Beine und des Rumpfes. D

Lichtenberg: Autofahrer angeschossen und schwer verletzt

Ein Autofahrer wurde am Mittwoch in Lichtenberg angeschossen. Die Polizei teilt Hintergründe zur Tat nur sparsam mit. Welche Hinweise es gibt, lesen Sie hier.

Wedding und Reinickendorf: Mann beschädigt mehr als 80 Fahrzeuge

Ein Mann war am Mittwochmorgen in der Letteallee (Wedding) und umliegenden Straßen unterwegs. Dort schlug er mit einem Hammer die Außenspiegel von Autos ein. Ein Zeuge rief die Polizei und folgte dem Tatverdächtigen bis zur Residenzstraße (Reinickendorf). Dort nahmen Polizisten den 22-Jährigen fest. Er leistete erheblichen Widerstand. Nach einem Umweg über einen Polizeigewahrsam kam der Mann in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses, in der er nun stationär behandelt wird. Insgesamt hatte er bei seiner Aktion mehr als 80 Fahrzeuge beschädigt.

Mitte: Duo rast mit gestohlenem Auto über Gehwege und Straßen

Polizisten sahen am Mittwochnachmittag an der Invaliden-, Ecke Scharnhorststraße in Mitte einen gestohlenenn Wagen. Den hatte dessen Besitzer mittels GPS-Ortung dort ausfindig gemacht. Als sie versuchten, den Wagen zu stoppen, floh der Fahrer mitsamt Auto über den Gehweg der Scharnhorststraße. Kurz vor der Habersaathstraße setzten andere Polizisten ihren Streifenwagen vor das flüchtende Auto und stoppten es so. Als sie aus dem Streifenwagen aussteigen wollten, beschleunigte der Tatverdächtige. Er rammte die geöffnete Tür und raste sowohl auf der Fahrbahn als auch auf dem Gehweg weiter. Wieder auf der Straße, verursachte der Fahrer einen Unfall mit einem entgegenkommenden Taxi. Dennoch raste er in Richtung Sellerbrücke weiter. Deren Geländer setzte der Fahrt ein Ende. Die beiden Insassen flohen zu Fuß, wurden dabei von Polizisten eingeholt und festgenommen. Der Fahrer (36) hatte keinen Führerschein und hatte vermutlich berauschende Mittel intus.

Reinickendorf: Radfahrerin bei Unfall lebensgefährlich verletzt

Eine 64-Jährige fuhr am Mittwochvormittag mit ihrem Fahrrad auf die Treuenbrietzener Straße im Märkischen Viertel (Reinickendorf). Dabei achtete sie laut Zeugenaussagen nicht auf den Verkehr. Ein 22-Jähriger lenkte sein Auto zwar noch nach links, doch die Radfahrerin fuhr auf das Heck auf. Sie stürzte und blieb bewusstlos liegen. Mit lebensgefährlichen Kopfverletzungen kam sie in ein Krankenhaus.

Neukölln: Mann nach Diebstahl von zwei Motorrädern festgenommen

Am Mittwochmorgen meldete eine Frau der Polizei, dass ihr Motorrad bewegt wurde. Über die Ortungsfunktion war schnell festgestellt, dass es sich in einem Kleintransporter auf der Karl-Marx-Straße in Neukölln befand. In dem fanden Polizisten dann neben dem gerade gestohlenen ein weiteres Motorrad. Der 40-jährige Tatverdächtigte hatte keinen Führerschein.

Pankow: Verfolgungsjagd durch Berlin und Brandenburg endet im Acker

Gegen Mitternacht fiel Polizeibeamten in Zivil zwei Transporter auf der Autobahn A 114 in Pankow auf. Statt wie aufgefordert für eine Fahrzeug- und Personenkontrolle anzuhalten, gaben die Fahrer beider Kleinbusse Gas und fuhren davon. In Richtung Brandenburg und schließlich polnische Grenze lieferten sich die Flüchtigen in den beiden Fahrzeugen eine wilde Verfolgungsjagd. Auf der A 10 Richtung Frankfurt/Oder rammte eines der Fluchtautos die Zivilstreife, wie die "B.Z." berichtete.

Mit teilweise 160 km/h flohen beide Transporter vor der mittlerweile durch brandenburgische Einsatzkräfte verstärkten Verfolger über die A 11 Richtung Osten weiter und trennten sich erst bei der Ausfahrt zum Ort Schwaneberg. Nach einer Kollision mit einem Baum endete die Flucht für die Besatzung eines der beiden Transporter in einem Acker bei dem kleinen Ort im Randowtal. Der Flüchtige stieg aus dem Faherzeug und suchte Deckung in der Umgebung. Hier wurde er schließlich dank der Wärmebildkameras eines alarmierten Polizeihelikopters gefunden.

In dem verunfallten Transporter fanden Polizeibeamte mehrere Arbeitsmaschinen, die wahrscheinlich gestohlen und daher Grund für die Flucht war. Ein Drogentest ergab zudem ein positives Ergebnis für den Konsum von Amphetaminen. Ob es sich bei dem Flichtfahrzeug um einen gestohlenen Transporter handelt, ist noch unklar.

Malchow: Zwei Männer nach Einbruch in Einfamilienhaus festgenommen

Gestern Nachmittag nahmen Einsatzkräfte der Polizei Berlin zwei mutmaßliche Einbrecher im Ortsteil Malchow im Bezirk Lichtenberg fest. Nach derzeitigem Ermittlungsstand meldete ein 23-Jähriger gegen 17.30 Uhr über den Polizei-Notruf einen gegenwärtigen Einbruch in das von ihm und seinen Eltern bewohnte Einfamilienhaus an der Dorfstraße. Kurz vor dem Eintreffen der alarmierten Einsatzkräfte der Polizeiabschnitte 14 und 31 gelang den mutmaßlichen Einbrechern zunächst die Flucht. Der daraufhin ebenfalls zum Tatort alarmierte Polizeihubschrauber ortete diese jedoch in einer nahegelegenen Kleingartenkolonie, wo die eingesetzten Polizeikräfte die beiden 28- und 29-jährigen Männer festnahmen und anschließend in Polizeigewahrsam nahmem. Nach erkennungsdienstlichen Behandlungen wurden die Festgenommenen der Kriminalpolizei der Polizeidirektion 3 (Ost) übergeben, die auch die weiteren noch andauernden Ermittlungen übernommen hat.

Gifhorn: Zugkollision mit Propangastransport – Strecke Berlin-Hannover gesperrt

Nach der Kollision zweier Güterzüge im Landkreis Gifhorn tritt hochexplosives Propangas aus zwei Waggons aus. Zur Folge hat das eine wahrscheinlich ganztägige Sperrung der Zugstrecke Berlin - Hannover. Angaben der Feuerwehr zufolge müsse das Gas zunächst vollständig entweichen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Donnerstag. Die Aufräumarbeiten und die Ermittlungen dürften mindestens einen Tag dauern, kündigte er an. Bei dem Unfall seien zwei Kesselwagen umgekippt und zwei weitere entgleist, insgesamt bestand der auffahrende Zug aus 25 mit Propangas gefüllten Kesselwaggons. Die Ursache des Unfalls war zunächst noch unklar.

Bei dem Unfall wurden auch mehrere Hundert Meter Oberleitung heruntergerissen, sagte der Sprecher. Der Strom sei abgestellt worden, Züge könnten in beide Richtungen nicht mehr fahren. Experten der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung würden gegen Mittag erwartet.

Spandau: Brüder von Gruppe mit Baseballschlägern, Messern und Pfefferspray attackiert

Gestern Nachmittag wurden Einsatzkräfte wegen einer Schlägerei zwischen mehreren Personen nach Spandau alarmiert. Nach ersten Erkenntnissen soll ein 16- und 21-jähriges Brüderpaar gegen 17.30 Uhr im Münsingerpark durch eine fünf bis zehn Personen umfassende Gruppe mit Baseballschlägern, Messern und Pfefferspray attackiert worden sein. Die Angreifer sollen die beiden jungen Männer eines „Free Israel“-Rufes bezichtigt haben. Zunächst versuchten die Brüder, durch die Parkanlage zu flüchten, wurden jedoch durch die Gruppe verfolgt und immer wieder angegangen. Erst als auf der Galenstraße Zeugen auf den Vorfall aufmerksam wurden, ließen die Tatverdächtigen von ihnen ab und flüchteten in unbekannte Richtung. Die beiden Männer wurden zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht, wo einer von ihnen stationär verbleibt. Die weiteren Ermittlungen übernimmt ein Fachkommissariat der Direktion 2 (West).

Lichtenberg: Zehnjährige bei Verkehrsunfall schwer verletzt

Gestern Nachmittag wurden Einsatzkräfte zu einem Verkehrsunfall nach Lichtenberg alarmiert. Nach ersten Erkenntnissen soll ein 10-jähriges Mädchen gegen 16.40 Uhr hinter einer stehenden Tram auf die Fahrbahn der Herzbergstraße getreten sein, ohne auf den fließenden Verkehr zu achten. Ein 43-jähriger Autofahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr das Kind an. Bei der Kollision wurde das Kind auf die Motorhaube geschleudert und erlitt schwere Verletzungen im Bereich des Rumpfes und der Schulter. Es wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die weiteren Ermittlungen übernimmt ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Direktion 3 (Ost).

Liebenwalde: Drei Schwerverletzte nach Zusammenstoß zweier Autos in Liebenwalde

Drei Menschen sind bei einem Zusammenstoß zweier Autos in Liebenwalde (Landkreis Oberhavel) schwer verletzt worden. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, übersah ein 34 Jahre alter Autofahrer am Mittwochmittag beim Linksabbiegen das Auto einer 43-Jährigen im Gegenverkehr. Daraufhin stießen die beiden Autos zusammen. Die Fahrerin wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Auch der 34-Jährige und ein Beifahrer wurden zur weiteren Behandlung in eine Klinik gebracht.

Wegen der Bergungsarbeiten am Unfallort wurde die Straße für rund eineinhalb Stunden vollgesperrt.

Cottbus: Jugendliche schlagen Busfahrer Zahn aus

Drei Jugendliche haben einem Busfahrer in Cottbus einen Zahn ausgeschlagen, nachdem dieser sie aufforderte, die Füße von der Sitzbank im Bus zu nehmen. Der Fahrer des Linienbusses sprach die Jugendlichen am Mittwochnachmittag an einer Haltestelle an, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Demnach griffen die jugendlichen Fahrgäste ihn an und verletzten ihn. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen Körperverletzung.

( BM )