Blaulicht-Blog

Prenzlauer Berg: Jugendlicher ausgeraubt – Nase gebrochen

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Foto: Polizei im Einsatz (Symbolbild).

Im Blaulicht-Blog finden Sie die Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Montag, 14. November 2022.

Prenzlauer Berg: Jugendlicher ausgeraubt - Nase gebrochen

Berlin. Ein 18-Jähriger wurde am Sonntagabend an der Straßenbahnhaltestelle Bornholmer Straße in Prenzlauer Berg von drei Männern traktiert, nachdem er aus der Tram ausgestiegen war. Das Trio hatte schon in der Straßenbahn gesessen. Zwei Männer hielten den Jugendlichen fest, einer schlug ihm mit der Faust ins Gesicht. Das Prügeln ging weiter, als der junge Mann am Boden lag. Ihm wurde die Jacke entrissen. Danach flüchteten die Männer. Er versuchte noch, sie einzuholen, schaffte das aber nicht. Polizisten fanden in der Nähe keine Tatverdächtigen. Der Jugendliche kam mit einer gebrochenen Nase ins Krankenhaus.

Neukölln: SEK setzt Ausreise durch

Dieser Einsatz dauerte nur wenige Minuten: Am Sonntag gegen 22.30 Uhr griff das Spezialeinsatzkommando (SEK) in der Karl-Marx-Straße in Neukölln zu. Drei Personen wurden von Beamten, die überraschend aus Fahrzeugen sprangen, zu Boden gebracht und gefesselt. Wie ein Polizeisprecher der Morgenpost am Montagmittag auf Nachfrage mitteilte, sei es bei dem Einsatz um die zwangsweise Durchsetzung einer Ausreiseverpflichtung gegangen. Bei der betroffenen Person habe es sich nicht um einen Gefährder gehandelt. Nach ersten Morgenpost-Informationen sollte sich unter den Männern ein vom Staatsschutz beobachteter sogenannter Gefährder befunden haben, der im Besitz automatischer Waffen sein sollte.

Der Festgenommene wurde an den Flughafen BER in Abschiebegewahrsam verbracht und noch am Morgen ausgeflogen. Der Zugriff wurde von Beamten einer Einsatzhundertschaft abgesichert. GdP-Sprecher Benjamin Jendro dankte den Polizeikräften via Twitter für ihren Einsatz.

Tempelhof: Smart-Fahrer rast Polizeikontrolle davon – und wird festgenommen

In Tempelhof lieferte sich ein Smart-Fahrer am Sonntagabend eine wilde Verfolgungsfahrt mit einer Verkehrsstreife. Die Einsatzkräfte waren am Platz der Luftbrücke auf ein defektes Abblendlicht an dem Smart aufmerksam geworden. Der Fahrer des Wagens missachtete das Anhaltesignal und raste davon. Auf der Flucht überfuhr der Fahrer rote Ampeln, missachtete Vorfahrtregeln und stieß bei einem Tempo von 80 km/h teilweise fast mit anderen Verkehrsteilnehmern zusammen. Am Wolffring konnte der Smart mit Hilfe eines zweiten Einsatzwagens gestoppt und der 32 Jahre alte Fahrer festgenommen werden. Er verfügte nicht über einen gültigen Führerschein, ein freiwilliger Drogen-Schnelltest verlief positiv. Darüber hinaus wurden zwei Messer bei dem Mann aufgefunden, außerdem war der Smart nicht haftpflichtversichert.

Baumschulenweg: Vermisster Mann tot aufgefunden

Ein seit dem 5. November 2022 vermisstet Senior aus Baumschulenweg ist tot. Sein Leichnam wurde am Montag im Wasser des Britzer Verbindungskanals in der Nähe des Hafens Britz-Ost gefunden. Nun wird er obduziert. Die Todesursache wird ermittelt.

Bernau: Toter auf Baustelle entdeckt

Ein Mann ist in Bernau (Landkreis Barnim) auf einer Baustelle tot gefunden worden. Der Mann habe Kopfverletzungen gehabt, ein Arzt habe nur noch seinen Tod feststellen können, teilte die Polizei am Montag mit. Die Identität des Toten sei noch nicht geklärt. Wie der Mann ums Leben kam, war zunächst unklar. Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen zur Todesursache auf.

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Oberkrämer: Traktor mit Anhänger kippt um - Neun Verletzte

Ein Traktor mit einem Anhänger für den Personentransport ist im Landkreis Oberhavel umgekippt - neun Menschen sind dabei verletzt worden. Der Fahrer fuhr am Sonntagabend durch den Oberkrämer Ortsteil Marwitz mit neun Fahrgästen im Alter von 2 bis 54 Jahren, wie die Polizei am Montagmorgen mitteilte. Wegen einer Bodenschwelle geriet demnach der Anhänger im Ziegenkruger Weg ins Schlingern und stürzte um. Ein 36-Jähriger sei dabei schwer verletzt worden. Ein Rettungshubschrauber flog ihn in eine Klinik. Acht weitere Insassen kamen mit leichten Verletzungen in umliegende Krankenhäuser. Laut Polizei zufolge floh der Traktorfahrer. Die Identität des Mannes stand am Montagmorgen noch nicht fest.

Mescherin: Polizei stellt sich auf lange Ermittlungen ein

Nach der mutmaßlichen Explosion eines Wohnhauses in Mescherin (Uckermark) stellt sich die Polizei auf langwierige Ermittlungen ein. Die Identität einer getöteten Person, die am Freitag in den Trümmern des komplett zerstörten Einfamilienhauses gefunden worden war, sei nur mit einer DNA-Untersuchung möglich, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Ost am Montag. Es gebe nur Anhaltspunkte, dass es sich bei der verkohlten Leiche um den 65-jährigen Bewohner des Hauses handeln könnte.

Auch die Ermittlungen zur Ursache des Unglücks seien aufwendig, weil die Spuren in dem Trümmerberg Schicht für Schicht gesichert und ausgewertet werden müssten. Dies werde auch einige Zeit in Anspruch nehmen, sagte der Polizeisprecher.

Von dem frei stehenden Einfamilienhaus war nach der mutmaßlichen Explosion am Freitagmittag nur noch ein Trümmerberg übrig geblieben. Die Feuerwehr löschte die Flammen. Nach Angaben des Polizeisprechers wurden keine weiteren Menschen verletzt. An Nachbarhäusern seien allerdings Scheiben beschädigt worden.

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( BM )