Blaulicht-Blog

Pankow und Steglitz: Razzia in Spätis und Shishabars

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Razzia in Prenzlauer Berg.

Razzia in Prenzlauer Berg.

Foto: Morris Pudwell

Im Blaulicht-Blog finden Sie die Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Freitag, 11. November 2022.

Pankow und Steglitz: Razzia in Spätis und Shishabars

Berlin. Bei einem Verbundeinsatz von Landeskriminalamt (LKA), Ordnungsamt und Zoll haben rund 40 Beamte am Donnerstagabend zwei Spätis und vier Shishabars in Pankow und Steglitz überprüft. Ein Spätkauf in der Danziger Straße wird der Großfamilie R., einem bekannten Clan in Berlin, zugeordnet. Das Geschäft soll sich vorher in der gleichen Aufmachung in der Wildenbruchstraße in Neukölln befunden haben.

Bei den Kontrollen wurde neben gewerberechtlichen Verstößen auch zweimal der illegale Ausschank von alkoholischen Getränken festgestellt und unterbunden. In einem der Spätis beschlagnahmten die Beamten mehr als 300 E-Shishas ohne Verkaufszulassung. Zudem wurde in mehreren der Läden eine unregelmäßige Kassenführung festgestellt, Verstöße gegen das Tabaksteuergesetz sowie in einer Shishabar in Steglitz erhöhte CO2-Werte.

Mescherin: Mutmaßliche Explosion zerstört Einfamilienhaus – ein Toter

Bei einer mutmaßlichen Explosion in einem Einfamilienhaus im uckermärkischen Mescherin ist ein Mensch ums Leben gekommen - das Haus wurde den Angaben zufolge weitgehend zerstört. Die Einsatzkräfte waren am Freitagmittag zunächst wegen eines Brands alarmiert worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Zeugenaussagen und weitere Hinweise deuteten demnach auf eine Explosion als Grund für das Feuer hin. In den Überresten des Gebäudes fanden die Feuerwehrleute einen verbrannten Leichnam. Zur Identität oder zum Geschlecht der oder des Toten wurde zunächst nichts bekannt.

Prenzlauer Berg: Frau blendet Hubschrauer mit Laserpointer

Am Donnerstagabend meldete der Pilot eines Rettungshubschraubers, dass er beim Flug aus einer Dachgeschosswohnung an der Fritz-Riedel-Straße in Prenzlauer Berg geblendet worden war. Die Polizei begab sich zur Wohnung. Die Mieterin bestätigte, dass sie mit einem Laserpointer in den Himmel geleuchtet hat. Sie will jedoch keinen Hubschrauber bemerkt haben. Der Laserpointer wurde beschlagnahmt.

Kreuzberg: Autofahrer ohne Fahrerlaubnis flieht vor Polizei

Ein Autofahrer fiel der Polizei am Donnerstagabend rasend aus dem Mehringdamm (Kreuzberg) auf. Als sie ihn anhalten wollten, flüchtete er mit seinem Smart. Beim Abbiegen in die Nostitzstraße war er so schnell, dass der Wagen nach rechts abdriftete und beinahe mit parkenden Autos zusammenstieß. Fußgänger mussten zurückweichen, um nicht erfasst zu werden. Der Fahrer fuhr weiter und bei Rot in die Gneisenaustraße. Auch dort sprangen Fußgänger zurück. Schlussendlich wendete der Smart-Fahrer das Auto in der Gneisenaustraße, fuhr zurück in die Nostitzstraße und stellte es ab. Dann flüchtete er zu Fuß. Polizisten holten ihn ein, brachten ihn zu Boden und legten ihm Fesseln an. Alkohol- und Drogen-Tests fielen negativ aus. Aber: Der 23-Jährige war schon mehrmals mit Verkehrsdelikten aufgefallen und hat keine Fahrerlaubnis.

Kreuzberg: Dumm gelaufen

Ein Mann floh am Donnerstagnachmittag nach einem mutmaßlichen Auto-Einbruch an der Graefestraße in Kreuzberg. Dabei stand ihm eine Baustellenabsperrung im Weg, an der er stolperte. Zunächst war die Alarmanlage eines Autos losgegangen. Als der Besitzer des Fahrzeugs nachschaute, sah er, dass eine Fensterscheibe eingeschlagen war und zwei Männer in Richtung Böckhstraße liefen. Der Besitzer rannte mit einem Zeugen den beiden hinterher und hielt einen der Männer fest. Dabei stolperte der Festgehaltene an eben jener Baustellenabsperrung – und blieb dadurch vor Ort, bis die Polizei kam.

Gesundbrunnen: Raser liefert sich mit Polizei wilde verwegene Jagd

In der Nacht zum Freitag bemerkten Polizisten einen Mann, der auf der Transvaalstraße in Gesundbrunnen (Wedding) mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war. Als die Beamten ihm folgten, raste er weiter unter anderem über die Sprengelstraße, die Tegeler Straße, die Lynarstraße und die Fennstraße. An der Fennstraße setzten die Polizsiten ihr Auto an einer roten Ampel vor das Fahrzeug. Als ein Beamter auf das Auto zuging, gab der Fahrer Gas. Er raste weiter über die Schönwalder Straße, die Wiesenstraße und die Hussitenstraße bis zur Bernauer Straße. Dort floh er zu Fuß, war dabei aber nicht sonderlich erfolgreich. Er gab an, keine Fahrerlaubnis zu besitzen. Und: Er hatte Betäubungsmittel intus. Das Auto war ihm zur Aufbereitung übergeben, berichtet die Polizei. Er hatte es unbefugt benutzt, nun wurde es als Beweismittel beschlagnahmt.

Neukölln: Brandstiftung an einem "Tiny House"

Am Donnerstagabend brannte es in einem sogenannten Tiny House – oder, wie die Polizei meldet: einer "derzeit unbewohnten Kleinstunterkunft für Obdachlose". Das Häuschen am Mittelbuschweg in Neukölln brannte vollständig aus. Die Flammen griffen auf ein direkt daneben stehendes ebenfalls kleines Holzhaus über. Verletzt wurde niemand. Ein Kommissariat ermittelt wegen des Verdachts einer schweren Brandstiftung.

Potsdam: Motorradfahrer schießt in mit Schreckschusspistole

Ein betrunkener Mann auf einem Motorrad hat in Potsdam mit einer Schreckschusspistole um sich geschossen. Auf der Maschine hätten zwei Männer gesessen, beide betrunken, teilte die Polizei am Freitag mit. Das Motorrad hätten die beiden Männer kurz zuvor gestohlen. Der 35 Jahre alte Fahrer wurde schließlich am frühen Freitagmorgen in der Innenstadt von der Polizei gefunden, er war offenbar kurz zuvor mit seinem Motorrad gestürzt. Auch der andere Mann konnte wenig später von der Polizei gefasst werden. Beide Männer hatten Drogen und Einbruchswerkzeuge bei sich.

( BM )