Blaulicht-Blog

Dealer liefern sich Verfolgungsjagd mit der Polizei

| Lesedauer: 5 Minuten
Nach 12 Kilometern Verfolgungsjagd quer durch den Osten Berlins nahm die  Polizei zwei der Flüchtigen fest. Nach dem dritten Mann wird gefahndet.

Nach 12 Kilometern Verfolgungsjagd quer durch den Osten Berlins nahm die Polizei zwei der Flüchtigen fest. Nach dem dritten Mann wird gefahndet.

Foto: Morris Pudwell

Im Blaulicht-Blog finden Sie die Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Donnerstag, 10. November 2022.

Treptow: Mutmaßliche Drogendealer liefern sich Verfolgungsjagd mit Polizei

In der Nacht auf Donnerstag haben sich die Insassen eines Kleintransporters eine Verfolgungsjagd mit der Polizei durch den Osten Berlins geliefert. Bereits in Treptow war einer Streife gegen 22.30 Uhr das Fahrzeug mit überhöhter Geschwindigkeit aufgefallen. Als die Polizisten den weißen Renault Traffic an die Seite ordern wollten, gab der Fahrer Gas. Durch mehrere Bezirke und Viertel flüchteten die Businsassen vor der mittlerweile verstärkten Polizei.

Auf der Lichtenberger Siegfriedstraße soll der Kleintransporter den Verfolgern mit rund 150 Km/h zwischenzeitlich entwischt sein, wie die "B.Z." berichtete. Als die Beamten den flüchtigen Wagen wieder ins Visier nahmen, wies er die Spuren einer selbst verursachten Kollision an der Kreuzung von Gabriel-Max-Straße und Krossener Straße auf. Nachdem Polizisten in der Adolfstraße auf Höhe der Frankfurter Allee eine Straßensperre errichtet hatten, versuchten die zwei Personen im Kleintransporter zu Fuß weiterzuflüchten. Der Fahrer soll noch an Ort und Stelle festgenommen worden sein, während ein Flüchtiger 250 Meter vom Fluchtwagen entfernt von fünf Polizeibeamten überwältigt wurde. Bei dem Einsatz wurden zwei Polizisten verletzt.

Weitere Ermittlungen am Ort ergaben, dass der Transporter am 8. November in Neukölln gestohlen worden war. Im Fahrzeug fanden die Einsatzkräfte des Weiteren mutmaßliche Drogen und stellten sie sicher. Der 22-jährige Fahrer sowie sein 33-jähriger Beifahrer wurden einem Polizeigewahrsam zugeführt und dann einem Fachdezernat des Landeskriminalamtes überstellt. Gegen die beiden Tatverdächtigen wurden Strafermittlungsverfahren wegen des Verdachtes des verbotenen Kraftfahrzeugrennens, des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie des Widerstandes gegen und tätlichen Angriffes auf Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Haselhorst: 21-Jähriger angeschossen – Hintergründe unklar

In der vergangenen Nacht wurden Einsatzkräfte in die Berthold-Schwarz-Straße nach Haselhorst alarmiert. Ersten Erkenntnissen nach sollen Zeugen gegen 23.40 Uhr mehrere Schüsse gehört haben und eine Person in Richtung Gartenfelder Straße humpeln sehen. Die Einsatzkräfte trafen dann einen 21-Jährigen mit einer blutenden Schusswunde am Knie an. Nach der Erstversorgung kam der Mann in ein Krankenhaus, wo er noch in der Nacht operiert wurde und stationär verbleibt. Am Tatort konnten mehrere Patronenhülsen sichergestellt werden. Die weiteren Ermittlungen übernimmt ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 2 (West).

Johannisthal: 63-Jähriger attackiert und verletzt Polizist

Gestern Mittag griff ein Mann in Johannisthal einen Polizisten an und verletzte ihn. Der 63-Jährige geriet kurz vor 12 Uhr in der Wache des Polizeiabschnitts 35 im Segelfliegerdamm wegen seiner Wartezeit mit einem Polizisten in einen Streit, welcher ihn zur Beruhigung der Situation aus dem Gebäude begleitete. Dort stieß der Mann den Beamten mit beiden Händen von sich weg und schlug ihm im weiteren Verlauf mit der Faust ins Gesicht, wodurch der Polizist verletzt wurde. Der Beamte wehrte sich und nahm den Angreifer im weiteren Verlauf gemeinsam mit zwei Kollegen fest. Dabei erlitt der 63-Jährige Verletzungen im Gesicht, weshalb hinzualarmierte Rettungskräfte ihn in ein Krankenhaus brachten. Dieses konnte der Mann nach einer ambulanten Behandlung wieder verlassen. Der angegriffene Beamte beendete seinen Dienst vorzeitig und begab sich selbstständig in ärztliche Behandlung. Die weiteren Ermittlungen zum Sachverhalt dauern an.

Spandau: 21-Jähriger erleidet Stichwunde und verfolgt Angreifer

In Spandau ereignete sich gestern Abend eine Auseinandersetzung, bei der ein Mann schwer verletzt wurde. Gegen 18.10 Uhr kam es bisherigen Erkenntnissen zufolge in der Seegefelder Straße zwischen dem 21-Jährigen und zwei bislang Unbekannten zu einem Streit, wobei der Mann eine Stichverletzung am Rücken erlitt. Anschließend flüchteten die Angreifer in unbekannte Richtung. Der Verletzte rannte dem Duo noch hinterher, brach die Verfolgung aber kurz darauf ab und alarmierte einen Rettungswagen. Dessen Besatzung brachte den 21-Jährigen zur Behandlung seiner Verletzung in ein Krankenhaus, in welchem er stationär verblieb. Lebensgefahr soll dem bisherigen Vernehmen nach nicht bestehen. Die weiteren Ermittlungen dauern an und werden von der Kriminalpolizei der Direktion 2 (West) geführt.

Wahlkreisbüro angegriffen - Polizeilicher Staatsschutz ermittelt

In Marzahn beschädigten bislang Unbekannte gestern Nachmittag ein Wahlkreisbüro einer Partei. Gegen 16.30 Uhr rief eine Mitarbeiterin die Polizei in die Marzahner Promenade, nachdem sie zwei beschädigte Scheiben, eine an der Eingangstür und einer an der Fensterfront, festgestellt hatte. Die weiteren Ermittlungen wegen Sachbeschädigung dauern an und werden vom Polizeilichen Staatsschutz des Landeskriminalamtes geführt.

Lichtenow: Lastwagen mit Windrad-Bauteil blockierte B1

Ein Lastwagen mit einem geladenen Windrad-Bauteil blockiert seit Stunden die B1 in Lichtenow (Landkreis Märkisch-Oderland) Richtung Müncheberg. Seit Mitternacht versucht ein Bergungsunternehmen den festgefahrenen Lkw samt Ladung von der Fahrbahn am Ortseingang zu räumen, wie die Polizei am Donnerstagmorgen mitteilte. Das Bauteil muss vermutlich zunächst entladen werden, bevor die B1 geräumt werden kann. Dies kann nach Angaben der Polizei noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Derzeit können deshalb nur vereinzelt Autos die B1 Richtung Müncheberg befahren. Der Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen bei 10.000 Euro.

( BM )