Kreuzberg

Unfall in Kreuzberg: Fußgänger unter BVG-Bus eingeklemmt

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Am Montagabend wurde ein Fußgänger von einem Doppelstockbus der BVG überrollt und eingeklemmt. Er wurde mit schwerem Gerät befreit und mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Am Montagabend wurde ein Fußgänger von einem Doppelstockbus der BVG überrollt und eingeklemmt. Er wurde mit schwerem Gerät befreit und mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Foto: Morris Pudwell

Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr mussten den Bus mit schwerem Gerät anheben, um den Fußgänger zu befreien.

Berlin. Ein Fußgänger ist am Montagabend in Berlin-Kreuzberg von einem Doppelstockbus der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) überfahren worden. Der Mann wurde bei dem schweren Unfall an der Kreuzung Reichenberger/Glogauer Straße unter der Vorderachse eingeklemmt, laut Polizei wurden beide Beine des noch nicht identifizierten Mannes überrolt.

32 Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr befreiten den lebensbedrohlich verletzten Mann mit schwerem Gerät. Dabei musste der Technische Dienst den Bus der Linie M29 mit einem Hebekran anheben. Der 54 Jahre alte Fahrer des Busses kam mit einem Schock ins Krankenhaus, hieß es.

Ersten Erkenntnissen zufolge ging der Mann an einer Fußgängerampel über die Straße. Ob bei Grün oder Rot ist noch unklar. Die rund 45 Mitfahrenden blieben nach Angaben der Feuerwehr unverletzt. Wegen der Rettungsmaßnahmen war die Kreuzung für mehrere Stunden gesperrt. Die Polizei ermittelt nun zum Unfallgeschehen.

Unfall in Kreuzberg: Fußgänger überrollt - Fall erinnert an tödliches Unglück in Wilmersdorf

Erst in der vergangenen Woche war eine 44 Jahre alte Frau in Berlin bei einem Unfall von einem tonnenschweren Fahrzeug überrollt worden. Bei dem Unglück auf der Bundesallee in Wilmersdorf war die Radfahrerin unter einen Betonmischer geraten. Dabei trug sie so schwere Verletzungen davon, dass sie im Krankenhaus verstarb.

Ob sie getötete Frau zunächst auf dem Radweg fuhr oder bereits auf der Autospur, ist bisher nicht klar. Nach Informationen der Berliner Morgenpost versucht die Polizei, den Unfall anhand von Bildern zu rekonstruieren, die von einem Tesla aufgenommen wurden.

Für Diskussionen und heftige Kritik hatte in dem Zusammenhang eine Aktion der Klimaaktivisten der "Letzten Generation" geführt. Zunächst hatte es von der Feuerwehr geheißen, ein durch die Aktivisten verursachter Stau habe die Anfahrt eines Spezialfahrzeugs zum Unfallort erschwert.

Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete aber unter Berufung auf einen Einsatz-Vermerk, dass der verspätete Wagen nach Einschätzung der Notärztin keine Auswirkungen auf die Rettung der schwer verletzten Frau hatte.

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( BM )