Blaulicht-Blog

Feuer in Wohnhaus: Neun Menschen und zwei Katzen gerettet

| Lesedauer: 8 Minuten
Feuerwehreinsatz in Lankwitz

Feuerwehreinsatz in Lankwitz

Foto: Thomas Peise

Im Blaulicht-Blog finden Sie die Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Sonntag, 6. November 2022.

Lankwitz: Neun Menschen und zwei Katzen nach Brand gerettet

Die Berliner Feuerwehr musste am Sonntagabend zu einem Kellerbrand nach Lankwitz ausrücken. An der Eiswaldstraße brannte es in einem Keller in einem viergeschossigen Wohnhaus. Das führte nach Angaben eines Feuerwehrsprechers zu einer sehr starken Verrauchung. Ersteintreffende Kräfte alarmierten nach. Es wurde ein Massenanfall von Verletzten (ManV) ausgerufen.

Wie der Feuerwehrsprecher der Berliner Morgenpost sagte, wurden neun Personen aus ihren Wohnungen gerettet. Zwei von ihnen wurden über Drehleitern aus den Wohnungen gebracht, weitere Personen konnten über das Treppenhaus ins Freie gelangen. Die Feuerwehrleute retteten auch zwei Katzen das Leben. Bis auf einen 62 Jahre alten Mieter, der mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ambulant in einem Krankenhaus behandelt wurde, blieben die Anwohner unverletzt.

Wegen des Feuers musste der Strom und auch die Wasserzufuhr des Hauses abgestellt werden. Das Haus ist derzeit noch unbewohnbar. Für den Zeitraum der Löscharbeiten blieb die Eiswaldtstraße für gut vier Stunden gesperrt. Die weiteren Ermittlungen, die derzeit auf eine Vorsatztat hindeuten, führt ein Brandkommissariat des Landeskriminalamts

Marzahn: Auseinandersetzung eskaliert – 41-Jähriger niedergestochen

In Marzahn wurde ein Mann in der vergangenen Nacht schwer verletzt. Bisherigen Erkenntnissen zufolge soll der 41-Jährige kurz vor 2 Uhr in einer Bar in der Marzahner Promenade mit einer bislang unbekannten Personengruppe in Streit geraten sein. Die Auseinandersetzung soll sich im weiteren Verlauf vor die Bar verlagert haben, wo der Mann mutmaßlich mit einem Messer schwer am Oberkörper verletzt wurde. Alarmierte Rettungskräfte brachten den Angegriffenen in ein Krankenhaus, wo er stationär verblieb. Lebensgefahr soll nicht bestehen. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat und den Tatverdächtigen dauern an und werden von der Kriminalpolizei der Direktion 3 (Ost) geführt.

Buch: Betrunkene überfallen Kinder, zeigen Hitler-Gruß

Gestern Mittag gab es in Buch einen Polizeieinsatz. Ein 13-jähriges Kind und ein 14-Jähriger sollen bisherigen Erkenntnissen zufolge gegen 13.30 Uhr auf einem ehemaligen Krankenhausgelände in der Hobrechtsfelder Chaussee von zwei ihnen Bekannten mit einer Luftpumpe und einer Eisenstange gegen die Beine geschlagen worden sein. Die 17 und 42 Jahre alten Tatverdächtigen sollen im weiteren Verlauf das Kind aufgefordert haben, sein Mobiltelefon auszuhändigen, was dieses letztlich auch tat. Der 14-Jährige soll von den Tatverdächtigen durchsucht worden sein, wobei diese das Mobiltelefon des Jugendlichen an sich nahmen. Anschließend verließ die Gruppe gemeinsam in Höhe der Straße Am Sandhaus das Gelände. Dort machten das Kind und der Jugendliche die Besatzung eines zufällig vorbeifahrenden Einsatzwagens auf sich aufmerksam und erstatteten Anzeige.

Dabei zeigte der 42-jährige mutmaßliche Tatverdächtige den sogenannten Hitlergruß. Selbiges taten im weiteren Verlauf auch der 17-jährige, vormals als Angreifer in Erscheinung getretene Jugendliche sowie ein dem geschilderten Sachverhalt beiwohnender, bis dahin allerdings unbeteiligter 19 Jahre alter Mann. Letztgenannter beleidigte zudem einen Polizisten rassistisch. Die Einsatzkräfte nahmen die drei fest und stellten ihre Personalien fest. Die Tatbeute trug der 17-Jährige noch bei sich. Sie wurde später wieder an die Berechtigten ausgehändigt. Die Einsatzkräfte entdeckten auch die mutmaßlich zum Angriff benutzte Luftpumpe und die Eisenstange und stellten beide Gegenstände als Tatmittel sicher.

Das Kind und der Jugendliche wurden bei dem Angriff leicht an den Beinen verletzt, benötigten aber eigenen Aussagen zufolge keine ärztliche Behandlung.Die Einsatzkräfte führten bei dem 17-Jährigen und dem 42 Jahre alten Mann jeweils einen Alkoholvortest durch. Dieser ergab bei beiden einen Wert von rund 0,8 Promille.

Anschließend brachten die Einsatzkräfte das Duo für erkennungsdienstliche Behandlungen in einen Polizeigewahrsam, von wo aus die Männer nach Abschluss der Maßnahmen wieder entlassen wurden. Der 19-Jährige konnte seinen Weg nach einer Identitätsfeststellung vor Ort fortsetzen. Die Ermittlungen wegen eines Raubes, gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen dauern an.

Falkenberg: Reh auf der Straße – Vier Verletzte nach Ausweichmanöver

Bei einem Ausweichmanöver wegen eines Rehs sind im Süden Brandenburgs ein Autofahrer und seine drei Beifahrer verletzt worden. Der 20-Jährige wollte am Samstagabend zwischen Falkenberg und Großrössen im Elbe-Elster-Kreis einen Zusammenstoß mit dem Tier vermeiden und wich mit seinem Fahrzeug aus, wie die Polizei mitteilte. Dabei kam der junge Mann von der Fahrbahn ab und überschlug sich mit seinem Wagen. Außer ihm wurden auch zwei 17-jährige Mitfahrende und ein 12-Jähriger leicht verletzt, wie die Polizei am Sonntag weiter mitteilte. Alle kamen zur Behandlung in ein Krankenhaus.

Siemensstadt: Unter Drogeneinfluss vor Polizei geflüchtet

Ein mutmaßlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stehender Mann versuchte sich gestern Abend in Siemensstadt einer Polizeikontrolle zu entziehen und flüchtete mit seinem Fahrzeug.

Gegen 21.45 Uhr wollten Verkehrskräfte der Polizei in der Otternbuchtstraße den Fahrer eines Audi kontrollieren. Der Fahrer wendete sein Fahrzeug jedoch stattdessen und raste mit durchdrehenden Reifen und aufheulendem Motor davon. Seine Flucht führte, von dem ihm mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn folgendem Zivilfahrzeug unbeeindruckt, über die Motardstraße und den Rohrdamm. Der Audi-Fahrer fuhr mit einer sehr hohen Geschwindigkeit, missachtete beim Abbiegen von der Motardstraße in den Rohrdamm das für ihn geltende Rotlicht und geriet aufgrund der hohen Geschwindigkeit in den Gegenverkehr. Nur durch eine schnelle Reaktion eines dort fahrenden Verkehrsteilnehmers konnte ein Zusammenstoß mit diesem verhindert werden. Auch mehrere Fußgängerinnen und Fußgänger mussten zurückweichen, als der Audi über eine Fußgängerfurt fuhr.

Letztlich verringerte der Audi-Fahrer seine Geschwindigkeit und hielt am rechten Fahrbahnrand im Rohrdamm an. Die Polizeikräfte traten umgehend an den Wagen heran und forderten den Fahrer auf, auszusteigen. Dieser kam der Aufforderung nach und ihm wurde die Handfessel angelegt. Im Fahrzeug saß noch ein weiterer Mann auf dem Beifahrersitz, der den Fahrer während der polizeilichen Maßnahmen heftig beschimpfte und betonte, dass er Angst um sein Leben gehabt hätte.

Der 23-jährige Fahrer stimmte einem Drogenvortest zu, der den Verdacht einer Beeinflussung durch Betäubungsmittel bestätigte. Nach einer Blutentnahme in einem Polizeigewahrsam wurde er wieder entlassen, sein Führerschein und das Fahrzeug wurden beschlagnahmt. Die Ermittlungen dauern an.

Steglitz: 57-jähriger Fußgänger angefahren und schwer verletzt

Bei einem Verkehrsunfall, der sich gestern Abend in Steglitz ereignete, wurde ein Mann schwer verletzt. Der 57-Jährige überquerte bisherigen Erkenntnissen zufolge gegen 19 Uhr zu Fuß die Bergstraße. Dabei wurde er von einem Fahrzeug erfasst, mit welchem ein 23-Jähriger von der Heesestraße kommend in Richtung Körnerstraße unterwegs war. Der Fußgänger erlitt bei dem Unfall schwere Kopfverletzungen und wurde durch alarmierte Rettungskräfte in ein Krankenhaus gebracht, wo er stationär verblieb. Der Fahrzeugführer blieb unverletzt. Für die Dauer der Unfallaufnahme war die Bergstraße zwischen Heesestraße und Filandastraße für rund 30 Minuten komplett gesperrt. Hiervon war auch der Öffentliche Personennahverkehr betroffen. Ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 4 (Süd) hat die weiteren, noch andauernden Ermittlungen übernommen.

Dahlem: Iranische Botschaft mit Farbbeuteln beworfen – Staatsschutz ermittelt

Nach einem Farbbeutelwurf vor der iranischen Botschaft in Dahlem hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Die beiden Tatverdächtigen wurden bisher nicht gefasst. Auch Erkenntnisse zu den Hintergründen der Tat liegen noch nicht vor, wie eine Sprecherin der Berliner Polizei am Sonntag sagte. Zuvor hatte der „Tagesspiegel“ darüber berichtet.

Am Samstagnachmittag hatten die beiden bislang Unbekannten Farbbeutel in Richtung der Botschaft der Islamischen Republik Iran in der Podbielskiallee in Berlin-Dahlem geworfen. Nach Angaben der Polizei traf einer der beiden Farbbeutel einen Sockel vor dem Gebäude, der zweite den Schutzzaun davor. Die Täter flüchteten anschließend in Richtung Schweinfurthstraße. Verletzt wurde niemand.

( ag/dpa )