Blaulicht-Blog

Friedrichshain: Brennpunkteinheit verhindert Messerstiche

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An der Warschauer Brücke verhinderten Polizisten eine mögliche blutige Auseinandersetzung.

An der Warschauer Brücke verhinderten Polizisten eine mögliche blutige Auseinandersetzung.

Foto: Morris Pudwell

Im Blaulicht-Blog finden Sie die Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Sonnabend, 5. November 2022.

Friedrichshain: Polizisten verhindern offenbar Messerstiche

Unter der Warschauer Brücke (Tamara-Danz-Straße) in Friedrichshain gerieten in der Nacht zu Sonnabend, kurz vor Mitternacht, ein 24-Jähriger und eine Gruppe von Jugendlichen in Streit. Ein Polizeibeamter in Zivil beobachtete die Streitigkeiten zufällig. Er sah, wie ein 20-Jähriger ein Messer zog und dem flüchtenden 24-Jährigen hinterherrannte. Daraufhin informierte er seine Kollegen der Brennpunkteinheit, zog seine Schusswaffe und forderte den Bewaffneten auf, das Messer umgehend fallen zu lassen. Dieser kam laut Polizei der Aufforderung nicht nach, hielt das Messer jedoch nur noch zwischen zwei Fingern, so dass es einem weiteren Polizisten gelang, ihm das Messer aus der Hand zu treten. Anschließend wurde der 20-Jährige festgenommen. Gegen ihn wird wegen Bedrohung ermittelt. Verletzt wurde niemand. Ein alkoholisierter Jugendlicher leistete während der Polizeimaßnahmen Widerstand und beleidigte die Einsatzkräfte. Gegen den 16-Jährigen wurden Ermittlungen wegen Widerstands und Beleidigung eingeleitet.

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Zehlendorf: Farbbeutel auf iranische Botschaft geworfen

Zwei bislang Unbekannte haben nach bisherigen Erkenntnissen am Sonnabendnachmittag Farbbeutel in Richtung der Botschaft der Islamischen Republik Iran in der Podbielskiallee in Zehlendorf geworfen. Einer der beiden Farbbeutel traf einen Sockel vor dem Gebäude, der zweite den Schutzzaun davor. Anschließend flüchteten die Tatverdächtigen in Richtung Schweinfurthstraße. Verletzt wurde niemand. Die Ermittlungen hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt übernommen.

Neukölln: Razzia in zehn Objekten

Bei einem Verbundeinsatz des Ordnungsamts, Zoll und der Berliner Polizei wurden rund zehn Objekte rund um die Hermannstraße in Neukölln kontrolliert. Dabei wurden zahlreiche Verstöße festgestellt. Unter anderem sollen auch Drogen gefunden worden sein.

Lichtenberg: Taxifahrer angegriffen

In Neu-Hohenschönhausen hat ein Mann am Sonnabend einen Taxifahrer angegriffen. Gegen 4.30 Uhr soll es in der Rüdickenstraße zu einem Zahlungsstreit zwischen dem 57 Jahre alten Taxifahrer und einem 21 Jahre alten Fahrgast gekommen sein. Der Mann soll den Taxifahrer am Hals gegriffen und mit einer Glasflasche auf den Kopf und gegen den Hals geschlagen haben. Der Taxifahrer wurde leicht verletzt. Der Angreifer soll geflüchtet, kurz darauf jedoch zurückgekehrt sein, woraufhin er von alarmierten Polizisten festgenommen wurde. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von rund 1,8 Promille.

Neukölln: Seniorin beraubt und verletzt

Bei einem Raub am Freitagmittag in Gropiusstadt wurde eine 87-jährige Frau verletzt. Bisherigen Erkenntnissen zufolge verließ die Seniorin gegen 10.45 Uhr ein Mehrfamilienhaus in der Hugo-Heimann-Straße, als eine Unbekannte ihr Reizstoff ins Gesicht gesprüht und anschließend die Handtasche entrissen haben soll. Mit der Beute flüchtete die Tatverdächtige. Die Angegriffene erlitt Augenreizungen und wurde durch Rettungskräfte in ein Krankenhaus gebracht, wo sie stationär verblieb.

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Marzahn: Autofahrer fährt Fußgängerampel an Tram-Haltestelle um

Aus bisher ungeklärter Ursache knallte in der Nacht zu Sonnabend gegen 1.10 Uhr der Fahrer eines Mazda auf der Rhinstraße in Marzahn gegen eine Fußgängerampel an einer Tramhaltestelle auf Höhe der Landsberger Allee. Er begrub sie vollständig unter sich. Passanten kamen nicht zu Schaden. Ob der Fahrer verletzt wurde, ist unklar. Die Berliner Feuerwehr zog das Fahrzeug aus dem Unfallbereich auf den Bürgersteig. Die genauen Umstände des Unfalls ermittelt nun die Berliner Polizei.

Charlottenburg: Feuerwehr wegen qualmendem E-Scooter im Einsatz

Im Terwielsteig in Charlottenburg kam es am Freitag gegen 22.40 Uhr zu einem nicht seltenen, aber gefährlichen Einsatz der Berliner Feuerwehr. Ein Bewohner wollte den Akku seines E-Scooters laden. Dabei kam es offenbar zu einem Kurzschluss. Der Roller fing plötzlich an zu qualmen. Der Mann löste das Ladekabel, brachte den Roller auf den Balkon seiner Wohnung in dem Mehrfamilienhaus und alarmierte die Feuerwehr. Diese holte den Roller vom Balkon auf die Straße und begann mit der Zerlegung des Gefährts, um an den qualmenden Akku zu gelangen. Es kam nicht zu einem Brand, das Gerät beruhigte sich.

Schöneberg: Familienzentrum mit Eiern beworfen

Unbekannte haben nach Angaben des Lesben- und Schwulenverbands Berlin-Brandenburg ein Beratungszentrum mit Eiern beworfen. Das Regenbogenfamilienzentrum in Schöneberg sei am Montagnachmittag angegriffen worden. „Es wurden zwei rohe Eier an die Beratungsstelle geworfen. Während des Angriffs fand eine Beratung statt“, teilte der Verband am Samstag mit. Zum Glück sei weder ihre Mitarbeiterin noch eine der Ratsuchenden verletzt worden. Trotzdem habe die Beratung danach nicht weitergeführt werden können.

Der Fall wurde der Polizei gemeldet. Nach Angaben einer Polizeisprecherin sollen Mitarbeitende zunächst Geräusche wahrgenommen und dann die Eierreste an der Fassade entdeckt haben. In der Mitteilung des Verbands hieß es, sie ließen sich nicht einschüchtern und würden ihre Arbeit fortsetzen.

Vor einer Woche hatten dort in der Nähe mehrere Dutzend Menschen gegen ein Kitaprojekt der Schwulenberatung Berlin demonstriert. Zu dem Protest hatte die Junge Alternative Berlin aufgerufen, die Jugendorganisation der AfD. Gegen den Protest hatte es auch eine Gegendemonstration gegeben. Die Schwulenberatung Berlin plant in Schöneberg ein Mehrgenerationenhaus für homo-, bi-, trans- und intersexuelle Menschen. Dort soll es neben Wohnungen und Gemeinschaftsräumen auch eine Kindertagesstätte geben.

( BM/dpa )