Blaulicht-Blog

Steglitz: Chlorgas-Alarm in Schwimmbad

| Lesedauer: 6 Minuten
Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife.

Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife.

Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild

Im Blaulicht-Blog finden Sie die Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Freitag, 28. Oktober 2022.

Steglitz: Chlorgasalarm in Schwimmbad ausgelöst

Feuerwehrleute sind wegen eines Chlorgasalarms zu einem Schwimmbad in Steglitz ausgerückt. Es seien Spezialkräfte des Technischen Dienstes in die Finckensteinallee hinzugerufen worden, teilte die Feuerwehr am Freitagnachmittag bei Twitter mit. Badegäste seien nach ersten Erkenntnissen nicht in Gefahr, sagte ein Feuerwehrsprecher. Es seien mehr als 40 Einsatzkräfte vor Ort oder auf dem Weg zu dem Schwimmbad.

Etwa 20 Badegäste seien ins Freie geführt worden teilte die Feuerwehr später mit, verletzt wurde niemand. Die Undichtigkeit konnte beseitigt werden.

Grünheide: Feuer auf Campingplatz – 30-Jähriger tot aufgefunden

Bei einem Wohnwagenbrand auf einem Campingplatz in Kagel in Grünheide (Landkreis Oder-Spree) ist ein Mann tot gefunden worden. Ein weiterer Mann, der den 30-Jährigen aus dem brennenden Wohnwagen befreien wollte, wurde leicht verletzt, wie eine Polizeisprecherin am frühen Freitagmorgen sagte. Wie es zu dem Feuer kam, war zunächst unklar. Laut "B.Z." sollen die Flammen zur Detonation einer Gasflasche geführt haben. Demnach hörten Zeugen Explosionen auf dem Campingplatz. Die Flammen gingen laut Sprecherin auch auf den Wohnwagen des Helfers über. Zu weiteren Details wie der Identität des Mannes oder der Sachschadenhöhe konnte die Sprecherin zunächst keine Angaben machen.

Niederschöneweide: Frau mit Messer angegriffen und verletzt

Ein Mann hat am Donnerstagabend in Niederschöneweide eine 50-Jährige angegriffen und schwer verletzt. Laut Polizei hatte die Frau gegen 18.30 Uhr mit einem Mann die Fahrbahn der Schnellerstraße Richtung Fließstraße überquert, als ein Bekannter der Frau erschien. Der 23-Jährige soll den Begleiter zu Boden gestoßen haben, um dann mit dem Messer auf die 50-Jährige loszugehen. Die Frau erlitt Schnittverletzungen am Hals und Stichverletzungen im Oberkörper. Der Angreifer ergriff die Flucht.

Ein Passant leistete Erste Hilfe, bis die Rettungskräfte eintrafen. Die Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht und operiert. Der Begleiter erlitt ein leichte Schulterverletzung. Der Täter ist noch auf der Flucht, die Polizei fahndet nach ihm.

Lichtenberg: Streit um Alkohol eskaliert – Streitschlichter brutal verpügelt

Gestern Mittag wurden Einsatzkräfte wegen einer Körperverletzung nach Lichtenberg gerufen. Ersten Erkenntnissen nach soll ein 30-jähriger Mann gegen 12.30 Uhr in der Ruschestraße mit drei flüchtig Bekannten auf einer Mauer gesessen und Alkohol getrunken haben. Im Verlauf des Gesprächs sei es zum Streit um selbigen gekommen, in dessen Verlauf der Tatverdächtige zunächst einen 60-Jährigen und einen 69-Jährigen mit der flachen Hand geschlagen haben soll. Als ein 40-Jähriger dazwischen gehen wollte, habe der Tatverdächtige diesen mehrfach mit dem Kopf gegen eine Mauer geschlagen und mit Tritten malträtiert. Als er das Martinshorn des alarmierten Einsatzwagens hörte, ergriff er zunächst die Flucht, konnte aber wenig später im Umkreis wieder angetroffen und festgenommen werden. Eine Atemalkoholkontrolle ergab einen Wert von 2,10 Promille. Der 40-Jährige erlitt schwere Verletzungen am Kopf sowie eine Nasenbeinfraktur und wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die anderen beiden angegriffenen Männer erlitten nur leichte Verletzungen. Die weiteren Ermittlungen übernimmt ein Fachkommissariat der Direktion 3 (Ost).

Neukölln: Paar homophob beleidigt und attackiert

Nach einem Angriff auf ein Paar in Neukölln gestern Nachmittag hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt die weiteren Ermittlungen übernommen. Ein 32-jähriger Mann rief gegen 16.45 Uhr die Polizei in die Sonnenallee. Er gab an, mit seinem 25-jährigen Freund kurz zuvor auf einem Gehweg in der Sonnenallee gelaufen zu sein, als beide auf Höhe eines Cafés aus einer Gruppe von mindestens drei Männern heraus homophob beleidigt worden seien. Nachdem er sein Telefon aus einer Tasche genommen habe, um die Polizei zu rufen, soll ihm einer der Männer gedroht haben, ihn abzustechen. Dies erklärte der 32-Jährige im Rahmen der Anzeigenaufnahme. Anschließend sei aus der Gruppe heraus eine mit Wasser gefüllte Glasflasche auf das Paar geworfen worden, die neben den beiden Männern aufgekommen und zersprungen sei. Anschließend entfernten sich die Angreifer. Eine sofort eingeleitete Nahbereichsabsuche durch die Einsatzkräfte verlief ohne Erfolg. Die attackierten Männer blieben unverletzt, standen jedoch unter Schock. Die Ermittlungen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung dauern an.

Mitte: Stolperstein beschädigt

Ein Passant bemerkte am Freitagmorgen einen beschädigten Stolperstein auf dem Gehweg der Barfusstraße in Mitte. Die Polizei stellte mehrere Einkerbungen fest. Der Staatsschutz ermittelt.

Kreuzberg: Golf-Fahrer weicht Fuchs aus und verursacht Unfall

Ein 20-jähriger Autofahrer ist einem Fuchs in Kreuzberg ausgewichen und dabei unter anderem gegen mehrere Fahrzeuge gefahren. Der junge Mann war mit drei weiteren Personen im Wagen in der Alten Jakobstraße unterwegs, als nach seinen Angaben das Tier auf der Straße auftauchte, wie eine Sprecherin der Polizei am Freitag mitteilte. Bei einem Ausweichmanöver verlor der 20-Jährige den Angaben zufolge die Kontrolle über sein Fahrzeug und rammte fünf geparkte Autos, fünf Fahrräder sowie einen Imbissanhänger. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

Mitte: Schulklasse hilft – Mann und Hund aus Spree gerettet

Eine Schulklasse hat in Mitte dabei geholfen, einen Mann und seinen Hund aus der Spree zu retten. Der Hund war nach Angaben der Feuerwehr in der Nacht zum Freitag in der Nähe des Hauptbahnhofs in den Fluss gesprungen, sein Besitzer hinterher. Über die glatte Kaimauer hätten sie es jedoch nicht zurück an Land geschafft, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Drei Schülerinnen einer zufällig anwesenden Schulklasse hörten demnach die Rufe des Mannes und alarmierten die Feuerwehr zum Ufer zwischen der Moltkebrücke und der Gustav-Heinemann-Brücke. Den Hund sicherten sie an der Leine.


28 Einsatzkräfte rückten an und holten den Mann und das Tier über eine Leiter aus dem Wasser. Einen Transport ins Krankenhaus lehnte der Mann ab. Woher die Schulklasse kam, war zunächst nicht bekannt. Laut Einsatzleiter der Feuerwehr war das Verhalten der Schüler mehr als vorbildlich, wie die „B.Z.“ schrieb.

( BM/dpa )