Blaulicht-Blog

Polizei verhindert Brandstiftung an iranischer Botschaft

| Lesedauer: 7 Minuten
Das Blaulicht eines Polizeifahrzeuges leuchtet.

Das Blaulicht eines Polizeifahrzeuges leuchtet.

Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

In unserem Blaulicht-Blog finden Sie die Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Dienstag, 4. Oktober 2022.

Dahlem: Brandstiftung an iranischer Botschaft verhindert

Berlin. Die Polizei hat einen Brandanschlag auf die iranische Botschaft vereitelt. Gegen 16.45 Uhr hatten Objektschützer der Polizei am Montag einen Mann bemerkt, der eine Flüssigkeit auf den Gehweg der Drygalskistraße in Dahlem an einem Seiteneingang der Botschaft schüttete und anztündete. Sie hielten den Mann fest, bis weitere Einsatzkräfte zinzukamen.

An dem steinernen Betonsockel des Zauns und einem Schild entstanden Verrußungen, verletzt wurde niemand. Der 34-Jährige wurde in ein Polizeigewahrsam gebracht und nach erkennungsdienstlicher Behandlung und Gefährderansprache wieder entlassen. Zudem wurde das Handy des Mannes beschlagnahmt, mit dem er die Tat gefilmt haben soll.

Bahnhof Zoo: Mann verletzt zwei Polizeibeamte

Die Bundespolizei hat am Sonntagabend einen Mann im Bahnhof Zoo festgenommen. Zunächst hatte der 20-Jährige eine Glasflasche auf den Boden geworden, die dabei zerbrach. Als eine Streife der Bundespolizei ihm ein Verwarngeld wegen der Verunreinigung von Bahnanlagen aussprach, trat der Mann plötzlich gegen einen Abfalleimer und schlug einem Beamten ins Gesicht. Bei der Festnahme wehrte er sich und verletzt einen weiteren Beamten am Handgelenk und eine Mitarbeiterin der DB Sicherheit im Gesicht. Der 20-Jährige wurde zur Wache gebracht. Eine Atemalkoholkontrolle ergab 3,3 Promille, zudem fiel ein Drogenschnelltest positiv aus. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren ein, danach wurde der 20-Jährige wieder freigelassen.

Königs Wusterhausen: Quartett bei versuchtem Einbruch in Bank festgenommen

Vier Männer im Alter zwischen 30 und 33 Jahren wurden in der Nacht auf Sonntag, den 2. Oktober, bei einem Einbruchversuch in eine Bankfiliale in Königs Wusterhausen auf frischer Tat ertappt.

Die mutmaßlichen Täter wurden gegen 2 Uhr am frühen Sonntagmorgen von Spezialkräften des Berliner Landeskriminalamtes kurz vor dem Durchbruch mittels Kernbohrer in den Tresorraum verhaftet. Die Tatverdächtigen sollen Bestandteil einer Gruppierung sein, die seit Jahren immer wieder in unterschiedlicher Zusammensetzung insbesondere durch Einbrüche in Geldinstitute, um in den Tresorräumen die Kundenschließfächer auszuräumen, in Erscheinung getreten ist. Einer der mutmaßlichen Täter ist bereits wegen eines Einbruchs in eine Sparkassenfiliale in Berlin-Frohnau angeklagt. Der Tatvorwurf lautet Diebstahl mit Waffen.

Während sich drei der vier Männer nunmehr in Untersuchungshaft befinden, fahndet die Polizei Berlin nach weiteren Personen, die sich an dem Einbruch in die Brandenburger Bankfiliale beteiligt haben. Bei der Tat in Frohnau waren fünf Einbrecher über ein Toilettenfenster vermummt in die Bank eingestiegen, hatten sechs Schließfächer aufgebrochen und Bargeld, Edelmetalle und Schmuck im Wert von etwa 960.000 Euro gestohlen. Die Polizei fasste vier mutmaßliche Täter, die angeklagt wurden. Die Beute blieb verschwunden.

Tiergarten: Vier Autos wegen mutmaßlicher Brandstiftung in Flammen

Vier Autos haben in der Nacht zum Dienstag in Moabit gebrannt. Nach Angaben der Polizei entdeckte ein Taxifahrer auf der Straße Alt-Moabit (Tiergarten) auf Höhe des Carl-von-Ossietzky-Parks ein brennendes Auto und alarmierte daraufhin die Feuerwehr. Das Feuer sprang auf drei weitere Fahrzeuge über und beschädigte sie stark. Nun ermittelt das Brandkommissariat wegen des Verdachts der Brandstiftung.

Spandau: Zugbegleiterin bespuckt

Die Bundespolizei hat am Sonntagmorgen einen Mann in einer Regionalbahn festgenommen, der zuvor eine Zugbegleiterin angegriffen und bespuckt haben soll. Demnach hatte die Mitarbeiterin gegen 6 Uhr in dem Zug zwischen Charlottenburg und Spandau die Fahrkarten kontrolliert. Ein Reisender habe, so die Bundespolizei, aggressiv reagiert und die 50-Jährige bespuckt. Anschließend habe er seine Oberbekleidung ausgezogen, gegen die Zugtüren getreten und versucht, diese während der Fahrt zu öffnen.

Schließlich zog der Mann die Notbremse, worauf der Zug in Spandau hielt. Der 26-Jährige ging bedrohlich auf die Mitarbeiterin zu, so die Polizei weiter, worauf sie ihm Reizgas ins Gesicht sprühte. Der Mann wurde schließlich festgenommen, Rettungskräfte versorgten seine Augen.

Die Bundespolizei leitete Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung und Missbrauchs von Nothilfemitteln ein. Der bereits wegen Drogendelikten polizeibekannte Mann wurde wieder auf freien Fuß gesetzt.

Kreuzberg: Lieferfahrzeug und Dodge Challenger kollidieren

In der Nacht zu Dienstag ereignete sich an der Kreuzung Schöneberger Ufer / Schöneberger Straße / Tempelhofer Ufer / Schöneberger Brücke (Kreuzberg) ein schwerer Unfall zwischen dem Fahrer eines Dodge-Challenger und dem Fahrer eines Sushi-Lieferservices. Der Fahrer des Kleinwagens wurde verletzt, vor Ort vom Notarzt versorgt und in ein Krankenhaus transportiert. Der Fahrer des Dodge Challenger wurde leicht verletzt. Der Dodge schleuderte nach dem Aufprall erst in Poller auf der linken Straßenseite, schoss dann auf die rechte Seite über Fahrrad- und Gehweg und kam erst zwischen einem Baum und Grundstückszaun zum Stillstand. Die Trümmerteile beider Fahrzeuge flogen meterweit durch die Gegend. Weder Radfahrer noch Fußgänger wurden verletzt.

Mitte: E-Scooter-Fahrerin schwer verletzt

Eine E-Scooter-Fahrerin wurde am Montagabend an der Bernauer, Ecke Wolliner Straße (Mitte) von einem Autofahrer angefahren. Sie soll bei Rot gefahren sein und gab an, dass sie Alkohol und Marihuana konsumiert hatte. Bei der Kollision wurde sie fünfeinhalb Meter weit geschleudert. Sie blieb auf der Fahrbahn liegen, kroch dann aber noch zum Gehweg. Mit mehreren Knochenbrüchen liegt sie nun im Krankenhaus.

Heiligengrabe: Zwei schwer verletzte Mopedfahrer nach Unfall mit Traktor

Bei einem Unfall mit einem Traktor sind ein 59-jähriger Mopedfahrer und seine 57-jährige Beifahrerin schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, fuhr der Traktorfahrer am Montagmittag in Heiligengrabe (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) auf den engeren Straßenabschnitt der Volkwiger Straße und erfasste dabei mit seinem Fahrzeug das Moped. Der Fahrer und seine Beifahrerin wurden mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Der 59-jährige Traktorfahrer blieb unverletzt. Zum genauen Unfallhergang wird nun ermittelt.

Oranienburg: Autofahrer fährt Kind an und flüchtet

Ein Achtjähriger mit einem Fahrrad ist in Sachsenhausen (Oberhavel) von einem bisher unbekannten Autofahrer angefahren worden. Der Junge wurde dabei in dem Ortsteil von Oranienburg leicht verletzt, wie die Polizei in Neuruppin mitteilte. Nach bisherigen Erkenntnissen wollte er am Dienstagmorgen gerade an einem stehenden Fahrzeug vorbei fahren, als er von dem abbiegenden, schwarzen Wagen erfasst wurde und stürzte. Der Unbekannte setzte die Fahrt fort, ohne sich um das Kind zu kümmern.

Feldberger Seenlandschaft: Diebe plündern Haus von Berlinern

Einbrecher sind in der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft (Mecklenburgische Seenplatte) in ein Wochenendhaus eingestiegen und haben Werkzeug und eine Münzsammlung entwendet. Wie eine Polizeisprecherin sagte, stellten die Eigentümer aus Berlin den Einbruch samt Diebstahl fest, als sie nach längerer Abwesenheit am Freitagabend wieder anreisten. Der Sachschaden wurde auf rund 18.000 Euro geschätzt.

Der Vorfall im Haus des 55-jährigen Besitzers ereignete sich im Ortsteil Wrechen unmittelbar an der Grenze zwischen Mecklenburg und der brandenburgischen Uckermark. Nach bisherigen Ermittlungen stahlen die Diebe unter anderem Angeln und Angelzubehör, Rasenmäher, Kettensägen, eine Motorsense sowie eine Handkreissäge. Der Tatzeitraum soll zwischen dem 25. und 30. September liegen.

( BM )