Blaulicht-Blog

Frau in Flüchtlingsunterkunft von eigenem Ehemann getötet

| Lesedauer: 7 Minuten
Ein Notarztwagen und Polizeiautos stehen an der Wollenberger Straße.

Ein Notarztwagen und Polizeiautos stehen an der Wollenberger Straße.

Foto: Peise

In unserem Blaulicht-Blog finden Sie die Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Sonnabend, 1. Oktober 2022.

Alt-Hohenschönhausen: Frau in Flüchtlingsunterkunft getötet

Eine 44 Jahre Frau ist in Alt-Hohenschönhausen ums Leben gekommen. Ersten Informationen von vor Ort zufolge wurde sie mit einem Messer niedergestochen. Sie verstarb am Tatort. Zu dem Tötungsdelikt kam es in einer Flüchtlingsunterkunft an der Wollenberger Straße. Bei dem mutmaßlichem Täter im Alter von 50 Jahren handelt es sich um den Ehepartner der Frau, wie die Polizei mitteilte. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen. Zwei Kinder des Paares wurden in die Obhut des Jugendamtes gegeben. Die Ermittlungen zum Tathergang dauern an. (Anm. d. Red.: In einer ersten Fassung dieser Meldung hatten wir fälschlicherweise geschrieben, dass es sich bei dem Opfer um einen Mann gehandelt habe. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.)

Britz: Schwerer Unfall auf Autobahnabfahrt

In Britz (Neukölln) hat es in der vergangenen Nacht einen schweren Unfall gegeben. Wie die Polizei am Sonnabend mitteilte, war ein 29-Jährige gegen 0.30 Uhr auf der A100 in Richtung Wedding an der Anschlussstelle Buschkrugallee mit hoher Geschwindigkeit abgefahren und auf einen Pkw aufgefahren, der an einer roten Ampel wartete. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Auto des 41-Jährigen gegen den Wagen eines 37-Jährigen geschleudert und der wiederum traf ein Fahrzeug eines 48-Jährigen.

Der 41-Jährige erlitt bei dem Aufprall leichte Verletzungen und wurde am Unfallort von Rettungskräften behandelt. Seine 28 Jahre alte Begleiterin erlitt schwere Verletzungen am Oberkörper und kam in ein Krankenhaus. Weitere Personen wurden nicht verletzt. Der 29 Jahre alte Unfallverursacher hatte Alkohol getrunken. Ein Alkoholtest ergab rund zwei Promille. Nach Angaben der Polizei hatte er keine gültige Fahrerlaubnis. Er kam zur Blutentnahme in einen Polizeigewahrsam und wurde anschließend von dort entlassen.

Der Unfallort blieb wegen der Unfallaufnahme sowie anschließender Reinigungsmaßnahmen für circa zwei Stunden gesperrt. Es entstand erheblicher Sachschaden. Ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 5 (City) hat die weiteren Ermittlungen übernommen

Lichtenberg: Auto kracht gegen Hauswand - Fahrer reanimiert

In Lichtenberg hat es am Freitag einen schweren Unfall gegeben. Ein Mercedes-Fahrer war gegen 21 Uhr von der Bornitzstraße auf die Siegfriedstraße gerast. Dabei durchbrach er an einer Haltestelle ein kleines Gitter und prallte dann gegen eine Hauswand. Ersten Informationen von vor Ort zufolge wurden keine wartenden Fahrgäste verletzt. Der Fahrer soll beim Eintreffen der Rettungskräfte keinen Puls mehr gehabt haben. Man habe ihn reanimieren müssen. Der Fahrer wurde in ein Krankenhaus gebracht.

An der Hausfassade eines BVG-Betriebshofs entstand Sachschaden in unbekannter Höhe. Ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Berliner Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache vor Ort aufgenommen.

Wilhelmstadt: Brand in Umspannwerk - Stromausfall

In einem Umspannwerk an der Schmidt-Knobelsdorf-Straße in Wilhelmstadt (Spandau) hat es am Sonnabend gebrannt. Nach Angaben der Feuerwehr handelte es sich um einen Kleinbrand. In Folge des Brandes kam es zu einem Stromausfall - rund 3000 Haushalte in Spandau waren betroffen. Der Brand war schnell gelöscht. Es wurden keine Personen verletzt. Die Stromversorgung ist wiederhergestellt.

Barnim: Unfall mit mehreren Verletzten

In Bernau im Landkreis Barnim hat es am Sonnabend einen Unfall gegeben. Zwei Autos waren auf der Puschkinstraße frontal zusammengestoßen. Ersten Informationen von vor Ort zufolge wurden drei Personen verletzt. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden.

Weißensee: Auto kollidiert beim Linksabbiegen mit Straßenbahn

Ein Auto ist am Freitag in Weißensee (Pankow) mit einer Straßenbahn kollidiert. Der 59 Jahre alte Autofahrer war beim Linksabbiegen von der Greifswalder Straße auf die Lehderstraße mit der Tram zusammengestoßen, die geradeaus in Richtung Berliner Allee fuhr. Das Auto wurde einige Meter über die Gleise geschoben. Der Autofahrer wurden in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten ihn befreien. Mit einem Knochenbruch am Oberkörper wurde er ins Krankenhaus gebracht, teilte die Polizei am Sonnabend mit. Die 50 Jahre alte Zugführerin sowie Fahrgäste wurden nicht verletzt. Ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 1 (Nord) hat die Ermittlungen übernommen.

Britz: Fußgänger tritt auf Straße und wird angefahren

Ein Mann ist am Freitag bei einem Unfall in Britz (Neukölln) schwer verletzt worden. Wie die Polizei am Sonnabend mitteilte, hatte ein 19 Jahre alter Autofahrer den Fußgänger erfasst, als dieser auf die Gutschmidtstraße trat. Der 68-Jährige sei mehrere Meter durch die Luft geschleudert worden. Er erlitt innere Verletzungen sowie Gesichtsverletzungen. Rettungskräfte brachten ihn in eine Klinik. Der Autofahrer blieb unverletzt. Ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 4 (Süd) hat die Ermittlungen übernommen.

Kreuzberg: Mehrere Autos brennen

Mehrere Autos haben in der vergangenen Nacht in Kreuzberg gebrannt. Ein Anwohner der Lilienthalstraße hatte gegen 2.45 Uhr Polizei und Feuerwehr verständigt, nachdem er auf den Brand aufmerksam geworden war. Trotz der Löschmaßnahmen brannten zwei Fahrzeuge vollständig aus. Bei einem dritten Auto erloschen die Flammen von selbst und ein vierter Wagen wurde in Mitleidenschaft gezogen. Die Ermittlungen hat ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes übernommen.

Neukölln: Gegenstände gehen in Flammen auf

In einem Mehrfamilienhaus an der Treptower Straße in Neukölln sind mehrere Gegenstände in einem Hausflur in Brand geraten. Nach Angaben der Berliner Feuerwehr brannte das „Gerümpel“ in der Nacht zu Sonnabend gegen 0.40 Uhr im Erdgeschoss des fünfstöckigen Hauses. Einsatzkräften der Feuerwehr gelang es, das Feuer schnell zu löschen. Insgesamt waren 40 Feuerwehrkräfte im Einsatz. Verletzt wurde niemand. Die Polizei Berlin hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Mitte: Kein Verdächtiger ermittelt nach K.o.-Tropfen bei SPD-Fest

Knapp drei Monate nach den mutmaßlichen Vorfällen mit K.o.-Tropfen auf einem Sommerfest der SPD-Bundestagsfraktion in Mitte gibt es den Ermittlern zufolge keinen Verdächtigen. Die Polizei hat ihre Ermittlungen zu zehn Fällen wegen gefährlicher Körperverletzung zwischenzeitlich an die Amtsanwaltschaft abgegeben, wie ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft auf Anfrage mitteilte. Es könne jedoch nicht mehr festgestellt werden, ob tatsächlich K.o.-Tropfen verabreicht worden seien.

Als Grund dafür nannte der Behördensprecher, dass bei neun der zehn Fälle der Zeitraum abgelaufen gewesen sei, in dem die Tropfen noch medizinisch hätten nachgewiesen werden können. In einem Fall gab es nach früheren Angaben der Polizei eine Blutuntersuchung. Laut Staatsanwaltschaft steht die mutmaßliche Geschädigte inzwischen aber als Zeugin nicht zur Verfügung und hat die sie behandelnden Ärzte auch nicht von der Schweigepflicht entbunden.

Nach der Teilnahme an dem Sommerfest der SPD-Bundestagsfraktion am 6. Juli hatten mehrere Frauen über Unwohlsein, Schwindel und Gedächtnisverlust geklagt. Eine 21-Jährige habe sich im Krankenhaus untersuchen lassen und die Polizei eingeschaltet, hieß es damals. Laut Polizei wurden Foto- und Videomaterial auswertet sowie Betroffene, Gäste und Beschäftigte befragt. Nun muss die Amtsanwaltschaft, die in Berlin als Ermittlungsbehörde für die Verfolgung kleinerer bis mittlerer Straftaten zuständig ist, über das weitere Vorgehen entscheiden.

( BM/dpa )