Blaulicht-Blog

Mitte: Farbanschlag auf Deutsch-Israelische Gesellschaft

| Lesedauer: 10 Minuten
Unbekannte haben einen Farbanschlag auf das Büro der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) verübt. Die Täter haben die Glastür des Büros der Gesellschaft mit dem Schriftzug "40 Jahre Massaker" beschmiert, das Klingelschild besprüht und die Logo-Tafel unkenntlich gemacht.

Unbekannte haben einen Farbanschlag auf das Büro der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) verübt. Die Täter haben die Glastür des Büros der Gesellschaft mit dem Schriftzug "40 Jahre Massaker" beschmiert, das Klingelschild besprüht und die Logo-Tafel unkenntlich gemacht.

Foto: Paul Zinken/dpa

In unserem Blaulicht-Blog finden Sie die Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin vom Sonntag, 18. September 2022.

Mitte: Farbanschlag auf Deutsch-Israelische Gesellschaft

Nach einem Farbanschlag auf das Büro der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) in Mitte ermittelt der Staatsschutz. Das teilte eine Polizeisprecherin am Sonntag auf Anfrage mit. Ein Reinigungsservice habe am Samstag Schriftzüge und Schmierereien in roter Farbe festgestellt. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet. Man habe Anzeige wegen Sachbeschädigung erstattet, sagte DIG-Präsident Volker Beck am Sonntag. „Diese Farbattacke auf unsere Geschäftsstelle ist ein inakzeptabler Angriff auf uns und die deutsch-israelische Freundschaft.“

Unbekannte haben die Glastür des Büros der Gesellschaft mit dem Schriftzug „40 Jahre Massaker“ beschmiert, das Klingelschild besprüht und die Logo-Tafel unkenntlich gemacht. Die Täter nähmen Bezug auf ein Ereignis vor 40 Jahren, erklärte Beck. Im September 1982 hatten christliche libanesische Milizionäre - in Sichtweite israelischer Kontrollposten- in einem palästinensischen Flüchtlingslager das Massaker von Sabra und Schatila verübt. Israels Verteidigungsminister Ariel Scharon wird eine politische Mitverantwortung angelastet.

Das Ereignis rechtfertige die Aktion nicht, betonte Beck. „Wer solche Farbattacken verübt, will einschüchtern, verunsichern und mundtot machen. Wir, die Deutsch-Israelische Gesellschaft, lassen uns so aber nicht beeindrucken“, sagte der DIG-Präsident, der bis 2017 für die Grünen im Bundestag saß.

Mitte: Polizei nimmt Randalierer fest

Nach Angriffen auf Passanten und einen Mitarbeiter des Rettungsdienstes ist ein 34-jähriger Mann in Mitte festgenommen worden. Die Polizei war gegen 18.15 Uhr zur Panoramastraße verständigt worden. Vor Ort beobachteten sie, wie der 34-Jährige mit beiden Armen in Richtung eines 23 Jahre alten Sanitäters schlug. Der Angegriffene konnte zurückweichen, sodass er von dem Verdächtigen nicht getroffen wurde. Er gab an, dass der 34-Jährige zuvor beim Aufsteigen auf ein Fahrrad gestürzt sei und er ihm daraufhin seine Hilfe angeboten habe, obwohl er mit seinem Begleiter in einem anderen Einsatz gebunden war. Daraufhin habe der Gestürzte versucht, ihn zu schlagen.

Die Polizisten nahmen den Mann fest, der nach Angaben von mehreren Zeuginnen etwa eine Stunde zuvor in ein Café an der Rathausstraße gerannt sei und dort diverse Tische umgeschmissen haben soll. Auf dem Weg dorthin soll er laut geschrien und mehrere Passanten angepöbelt haben. Während die Polizei die Sachverhalte aufnahm, meldete sich ein 25-Jähriger, der angab, dass ihn der Mann gegen 17.50 Uhr an der Panoramastraße geschubst und mit einer Faust gegen den rechten Oberarm geschlagen habe. Zuvor habe er beobachtet, wie sich der Angreifer gegenüber anderen Personen aggressiv verhalten habe. Ärztlich behandelt werden musste der 25-Jährige nicht.

Die Beamten brachten den Mann, der einen verwirrten Eindruck machte und angab, Drogen konsumiert zu haben, zur erkennungsdienstlichen Behandlung in einen Polizeigewahrsam. Anschließend kam er in ein Krankenhaus, wo er wegen seines psychischen Zustands stationär verblieb. Bei der Festnahme verletzte sich ein Polizist am Steißbein, konnte aber im Dienst bleiben. Die Ermittlungen wegen eines Tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen, einer Körperverletzung und einer Sachbeschädigung übernahm die Kriminalpolizei der Direktion 5 (City).

Spandau: Autofahrer rast auf Polizisten zu

In der vergangenen Nacht hat ein Autofahrer in Spandau versucht, sich einer Kontrolle zu entziehen und ist auf seiner Flucht auf einen Polizisten zugefahren. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, hatte der 20-Jährige gegen 23.20 Uhr ein bestehendes Durchfahrtsverbot missachtet und fuhr auf der Rhenaniastraße in Richtung Am Havelgarten. Polizisten führten dort gerade eine Kontrolle durch und entschlossen sich, das mit mehreren Personen besetzte Auto anzuhalten. Die Anhaltesignale ignorierte der Fahrer jedoch. Stattdessen beschleunigte er den Wagen. Der Polizist konnte sich nur durch einen Sprung zur Seite retten und blieb dadurch unverletzt, hieß es am Sonntag von der Behörde.

Die Polizei nahm daraufhin mit eingeschaltetem Blaulicht die Verfolgung auf. Auf Höhe der Daumstraße verloren sie den Wagen zunächst aus den Augen. Sie konnten den Wagen dann aber auf der nahegelegenen Pohleseestraße entdecken. Er war beschädigt und wies einen platten Reifen auf. Bisherigen Erkenntnissen nach wurde der Wagen bei der Überfahrt einer Mittelinsel beschädigt. Die Insassen sollen mehreren Zeugenaussagen zufolge ausgestiegen und in unterschiedliche Richtungen geflüchtet sein. Eine Absuche des Nahbereichs verlief ohne Erfolg. Hinzualarmierte Kriminalpolizistinnen sicherten Spuren, beschlagnahmten ein im Wagen aufgefundenes Handy und übergaben das Fahrzeug anschließend einem Firmenverantwortlichen.

Weiterführende Ermittlungen führten schließlich zur Festnahme eines 20-Jährigen in Spandau. Er wurde für eine erkennungsdienstliche Behandlung in einen Polizeigewahrsam gebracht und nach Abschluss der Maßnahmen entlassen. Ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 2 (West) führt die Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr in Verbindung mit einer versuchten gefährlichen Körperverletzung und wegen Verkehrsunfallflucht.

Tiergarten: Feuerwehr löscht Kellerbrand

In einem Keller eines Hauses an der Pohlstraße in Tiergarten (Mitte) ist am Sonntagmorgen ein Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr war gegen vier Uhr mit rund 20 Kräften im Einsatz und hatte den Brand rasch unter Kontrolle. Ersten Informationen von vor Ort zufolge wurden keine Personen verletzt. Die Polizei ermittelt zur Brandursache.

Mitte: 90-Jährige bei Überfall verletzt

Eine Frau ist am Sonnabend in Mitte bei einem Überfall verletzt worden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wurde die 90-Jährige gegen 11.30 Uhr auf dem Gehweg der Neuen Blumenstraße von einem Mann von hinten umfasst. Als sie sich umdrehte, habe der Mann nach ihrer Handtasche gegriffen und ihr diese nach kurzer Gegenwehr entrissen, sodass sie stürzte. Der Unbekannte sei dann mit der Tasche, in der sich Geld und Schlüssel befanden, Richtung Magazinstraße geflüchtet. Die Polizei konnte den Mann nicht finden. Die 90-Jährige kam mit einem Hämatom, einer Verstauchung und starken Schmerzen in einer Schulter in ein Krankenhaus. Die Ermittlungen übernahm die Kriminalpolizei der Direktion 5 (City).

In Berlin ist es in den vergangenen Wochen immer wieder zu ähnlichen Überfällen auf Senioren gekommen, die bei der Tat verletzt wurden. Erst Ende August sollen fünf Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren eine 78-Jährige auf dem U-Bahnhof Fehrbelliner Platz die Treppe hinuntergeschubst und ihr die Handtasche entrissen haben. Die Frau kam auf die Intensivstation eines Krankenhauses. Ende Juli war ein 15-Jähriger nach einem tödlichen Raubüberfall in Berlin-Gesundbrunnen verhaftet worden. Er soll einer 75-Jährigen bei der Tat ins Gesicht geschlagen und dann so lange an ihrem Einkaufsbeutel gezerrt haben, bis der Henkel abriss und die Frau zu Boden stürzte. Die Seniorin kam mit Verletzungen im Gesicht und einem gebrochenen Oberschenkel ins Krankenhaus, wo sie wenig später starb.

Barnim: Verfolgungsfahrt mit der Polizei - ein Schwerverletzter

Bei der wilden Flucht eines Kleintransporters vor der Polizei ist in der Innenstadt von Eberswalde im Landkreis Barnim ein 17-Jähriger schwer verletzt worden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wurde er zwischen dem Fluchtfahrzeug und einem Einsatzwagen der Polizei eingeklemmt.

Polizeibeamte wollten den Transporter am Samstagabend kontrollieren. Dann sei das Fahrzeug mit hohem Tempo auch durch kleinere Seitenstraßen davongerast. Als der Transporter in der Breiten Straße gestoppt werden konnte, sprang der 17-Jährige - einer von drei Insassen - aus dem Fahrzeug und lief vor den Fluchtwagen. Der 19-jährige Fahrer sei in diesem Moment wieder losgefahren, teilte die Polizei mit. Dabei sei der 17-Jährige zwischen den Transporter und einen Streifenwagen geraten und schwer verletzt worden. Der Fahrer des Fluchtfahrzeuges wurde vorläufig festgenommen. Warum er flüchtete, sollen die Ermittlungen ergeben, wie es hieß.

Oder-Spree: Elektriker will Anlage reparieren - Brand in Wohnhaus ausgebrochen

Während Reparaturarbeiten an einer Elektroanlage ist ein Einfamilienhaus in Tauche im Südwesten Brandenburgs im Landkreis Oder-Spree in Brand geraten. Das Gebäude sei nicht mehr bewohnbar, teilte die Polizei am Sonntag mit. Es entstand ein Schaden von rund 200.000 Euro. In dem Haus im Ortsteil Kossenblatt hatte es technische Probleme mit der Elektroanlage gegeben. Es sei vor Tagen zu einem Kurzschluss gekommen, sagte ein Sprecher der Polizei. Deshalb habe ein Elektriker den Fehler beheben wollen und mit der Reparatur begonnen. Dabei kam es zum Ausbruch des Brandes. Kriminaltechnische Untersuchungen sollen nun Aufschluss über die Ursache bringen.

Potsdam-Mittelmark: Postzusteller sollen Pakete aufgemacht haben

Drei Postzusteller sollen in Teltow im Landkreis Potsdam-Mittelmark Pakete geöffnet und Waren gestohlen haben. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, habe ein Zeuge der Polizei am Freitagabend gesagt, dass aus neun Paketen in drei Zustellfahrzeugen Kosmetik herausgenommen wurde. Die Ermittlungen führten die Polizei dann auf die Spur von drei Verdächtigen im Alter zwischen 20 und 21 Jahren. Sie seien für das Versandunternehmen als Fahrer angestellt. Zur Höhe des Schadens konnte die Polizei zunächst keine Angabe machen.

Ostprignitz-Ruppin: Biker-Unfall mit drei Toten - Fahrer fuhren aufeinander zu

Einen Tag nach dem Unfall mit drei Toten bei einem Bikertreffen auf dem stillgelegten Flugplatz Alt Daber bei Wittstock im Landkreis Ostprignitz-Ruppin hat die Polizei erste Erkenntnisse zur Unfallursache. Wie ein Polizeisprecher am Sonntag sagte, sollen die beiden beteiligten Motorräder auf der Flugplatz-Betonpiste bei Wittstock am Samstag mit noch ungeklärter Geschwindigkeit aufeinander zu gefahren sein. Dabei sei es zu einer seitlichen Berührung und dem schweren Unfall gekommen. Mehr darüber lesen Sie hier.

( BM/dpa )