Blaulicht-Blog

Neukölln: Rauchender Fahrgast greift BVG-Busfahrer an

| Lesedauer: 5 Minuten
Der Vorfall ereignete sich nach einer Fahrt mit einem Bus der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG).

Der Vorfall ereignete sich nach einer Fahrt mit einem Bus der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG).

Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

In unserem Blaulicht-Blog finden Sie die Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin vom Donnerstag, 15. September 2022.

Neukölln: Busfahrer angegriffen und verletzt

In Neukölln hat ein 34-Jähriger in der Nacht zu Donnerstag einen Busfahrer angegriffen. Wie die Polizei mitteilte, soll sich der Fahrgast eines Busses der Linie M41 gegen 23 Uhr während der Fahrt eine Zigarette angezündet haben. Der 44 Jahre alte Busfahrer forderte ihn auf, die Zigarette auszumachen und den Bus beim nächsten Zwischenstopp zu verlassen. An der Haltestelle Hertzbergplatz soll der Fahrgast sich wie aufgefordert zum Ausgang begeben haben. Der Busfahrer soll sich zu diesem Zeitpunkt außerhalb seiner Fahrerkabine aufgehalten haben. Als er dorthin zurückkehrte, soll der Fahrgast ihn gegen den Rücken gestoßen haben, woraufhin er nach vorne gefallen sein soll. In Folge dessen soll sich ein Streit zwischen den Männern entwickelt haben. Auf dem Gehweg soll der Fahrgast den Busfahrer auch körperlich angegriffen haben, ihn zu Boden gerissen, beleidigt und mehrfach ins Gesicht geschlagen haben. Durch den Angriff wurde der Busfahrer im Gesicht verletzt. Er wurde von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht. Auch der Tatverdächtige, der von Polizisten festgenommen wurde, kam in eine Klinik. Dort verblieb der 34-Jährige aufgrund seines psychischen Zustands stationär. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Pankow: Besatzung von Polizeihubschrauber stoppt Kabeldiebstahl

Die Besatzung eines Polizeihubschraubers hat in der Nacht zu Donnerstag einen Kabeldiebstahl an einer Bahnstrecke verhindert. Wie die Bundespolizei mitteilte, hatte die Besatzung gegen 22 Uhr zwei Männer im Bereich des Karower Kreuzes in Pankow entdeckt, die sich mit Fahrrädern im Gleisbereich aufhielten. Dabei luden sie offenbar Gegenstände in die Anhänger. Die Besatzung verständigte die Bundespolizei, die den 30-Jährigen und den 33-Jährigen kontrollierten. Dieser hatten mit einem Bolzenschneider und einer Axt etwa 60 Meter Baustromkabel an einer Bahnbaustelle entwendet. Die Bundespolizisten nahmen die beiden Männer fest.

Gesundbrunnen: Männern gegen den Kopf getreten und beraubt

Zwei Männer sind am frühen Donnerstagmorgen in Gesundbrunnen brutal überfallen und ausgeraubt worden. Der Polizei zufolge hatte zunächst ein Mann einen 44-Jährigen am S-Bahnhof Gesundbrunnen nach einer Zigarette gefragt. Als dieser keine hatte, soll der Verdächtige ihn zu Boden gebracht und mehrfach gegen den Kopf getreten haben, bevor er mit dessen Rucksack in einer S-Bahn flüchtete. Der Mann erlitt leichte Verletzungen, die ambulant in einem Krankenhaus behandelt wurden.

Gegen 5.40 Uhr kam es an der Putlitzbrücke zu einem ähnlichen Raub, wahrscheinlich durch denselben Täter. Auch hier bat er einen 62-Jährigen um eine Zigarette und attackierte ihn dann. Allerdings erlitt das Opfer hier durch die Tritte gegen Kopf und Gesicht schwere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der Täter erbeutete erneut einen Rucksack und ließ dafür den des 44-Jährigen am Tatort zurück, bevor er die Flucht ergriff.

Wedding: Tumult nach fremdenfeindlicher Beleidigung zweier Kinder

Zwei Frauen im Alter von 33 und 42 Jahren sollen am Mittwochnachmittag in Wedding zwei Kinder fremdenfeindlich beleidigt haben. Wie die Polizei mitteilte, setzten sich die Kinder verbal zur Wehr und sollen die beiden Frauen bespuckt haben. Die betrunkenen Frauen jagten daraufhin die Kinder über den Gehweg, konnten sie aber nicht mehr einholen. Dadurch offenbar frustriert begannen sie, wahllos andere Passantinnen und Passanten zu beschimpfen und zu bedrängen. Ein Radfahrer habe der 33-Jährigen daraufhin einen Kinnhaken verpasst, sie in den Rücken getreten und geschubst. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte der Polizei wurde die am Boden Liegende bereits von der Besatzung eines Rettungswagens erstversorgt, eine weiterführende ärztliche Versorgung benötigte sie nicht. Der Radfahrer hatte sich bereits vom Tatort entfernt. Während der weiteren Befragungen sollen beide Frauen wiederholt Unbeteiligte angebrüllt und tumultartige Zustände ausgelöst haben, in deren Verlauf die 33-Jährige auch den Hitler-Gruß ausgesprochen haben soll. Beide Frauen wurden erkennungsdienstlich behandelt und konnten ihren Weg im Anschluss fortsetzen. Die Ermittlungen dauern an.

Angriff in der S-Bahn: Neue antisemitische Attacke in Berlin

In einer Berliner S-Bahn ist es erneut zu einer antisemitischen Attacke gekommen. Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich der Angriff am Dienstag gegen 14.50 Uhr in einem Zug der Ringbahnlinie S41 in Höhe des Bahnhofs Jungfernheide in Charlottenburg. Demnach betrat ein 33-Jähriger den Zug und wurde kurz darauf unvermittelt judenfeindlich beleidigt. Als er sich dies verbat, packte ihn der Unbekannte am Arm. Der Festgehaltene schob den Mann von sich, worauf ein zweiter Unbekannter hinzutrat und gemeinsam mit dem Angreifer mit Fäusten gegen den Kopf und Oberkörper des 33-Jährigen schlug. Alle Details zu der antisemitischen Attacke in der S-Bahn lesen Sie hier.

( BM )