Verkehrsunfall

56-jähriger Radfahrer von abbiegendem Lkw getötet

Die Leuchtschrift «Unfall» auf dem Dach eines Polizeiwagens.

Die Leuchtschrift «Unfall» auf dem Dach eines Polizeiwagens.

Foto: Carsten Rehder/dpa/Symbolbild

Abbiegende Autos und Lkw sind für Radfahrer häufig eine Bedrohung. Sicherheitstechnik hat die Gefahr noch nicht gebannt.

Berlin (dpa/bb). Ein Radfahrer ist in Berlin-Reinickendorf bei einem Unfall mit einem abbiegenden Lastwagen ums Leben gekommen. Der 56-jährige Mann fuhr am Mittwochmorgen gegen 8.00 Uhr an der Kreuzung Gotthardstraße und Teichstraße auf einem Radweg geradeaus, als der 37-jährige Lkw-Fahrer rechts abbog, wie die Polizei mitteilte. Der Radfahrer stürzte unter den Lastwagen und wurde überrollt. Er starb noch am Unfallort. Der Lkw-Fahrer erlitt einen Schock.

Immer wieder werden Fahrradfahrer von abbiegenden Lastwagen getötet oder schwer verletzt. Seit Inkrafttreten der neuen Straßenverkehrsordnung 2020 dürfen Lastwagen beim Rechtsabbiegen innerorts nur noch mit Schrittgeschwindigkeit fahren. Viele, aber nicht alle Lastwagen haben inzwischen Abbiege-Assistenten mit Notbremsfunktion.

In diesem Jahr starben bislang 17 Menschen in Berlin bei Verkehrsunfällen: sechs Radfahrer, vier Motorradfahrer, drei Fußgänger, zwei Autofahrer und zwei Fahrer sonstiger Fahrzeuge. Im vergangenen Jahr gab es 40 Verkehrstote, davor 50.