Blaulicht-Blog

Radfahrer stiehlt Bolzenschneider aus Feuerwehrauto

| Lesedauer: 5 Minuten
Ein Rettungswagen fährt zu einem Einsatz.

Ein Rettungswagen fährt zu einem Einsatz.

Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

In unserem Blaulicht-Blog finden Sie die Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg vom Dienstag, 16. August 2022.

Spandau: Radfahrer stiehlt Bolzenschneider aus Feuerwehrauto

Ein betrunkener Mann hat in Spandau einen Bolzenschneider aus einem Rettungswagen der Feuerwehr gestohlen und die Feuerwehrmänner verletzt. Am Montagabend nahm der Mann, der mit einem Rad unterwegs war, den Bolzenschneider aus dem im Einsatz befindlichen Wagen, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Er flüchtete und wurde von den Feuerwehrleuten mit dem Auto verfolgt. Rettungswagen und Radfahrer kollidierten dabei und der gestürzte Mann griff die Rettungskräfte mit dem Bolzenschneider an. Weitere Feuerwehrleute und ein Polizist konnten den Täter letztlich überwinden. Er hatte Drogen bei sich und 1,7 Promille Alkohol im Blut.

Friedrichshain: Zoll und Ordnungsamt führen Lokalkontrollen durch

Am Dienstagabend führten Polizei, Zoll und Ordnungsamt an der Boxhagener Straße in Friedrichshain Lokalkontrollen durch. Dabei wurde eine nicht unerhebliche Menge an Shisha-Tabak beschlagnahmt. Die Polizei war mit mehreren Beamten am Ort im Einsatz. Es wurden insgesamt rund 50 Kilo Tabak beschlagnahmt. Weitere Kontrollen sollen im Laufe des Abends folgen.

Ölspur auf der A100: Lange Staus

Wegen eines beschädigten Lkws auf der Berliner Stadtautobahn A100 kommt es zu langen Staus. Wie eine Sprecherin der Berliner Polizei auf Nachfrage mitteilte, war am Vormittag Öl aus einem Lkw ausgelaufen. Aufgrund der Reinigungsarbeiten kam es zwischenzeitlich zu einer Vollsperrung.

Autofahrer müssen laut Verkehrsinformationszentrale (VIZ) auf der A100 Richtung Neukölln 70 Minuten mehr einplanen. Auf dem Tempelhofer Damm dauert es stadtauswärts 45 Minuten länger, stadteinwärts 20 Minuten. Auch im Bereich Sachsendamm/Schöneberger Straße staut sich der Verkehr, hier dauert es etwa 40 Minuten länger.

Motorradfahrer stirbt nach Unfall in Mitte im Krankenhaus

Ein 57-Jähriger, der am 6. August bei einem Verkehrsunfall in Mitte schwer verletzt worden war, ist am Montag in einem Krankenhaus gestorben. Das teilte die Polizei mit. Der Motorradfahrer war mit seiner Maschine auf der Behrenstraße unterwegs. Bei einem Überholmanöver stieß er dem Auto einer 77-Jährigen zusammen, stürzte und erlitt dabei schwere Kopfverletzungen. Die Autofahrerin blieb unverletzt. Die Ermittlungen dauern an.

Der Motorradfahrer ist der 16. Tote im Berliner Verkehr in diesem Jahr. Unter den Opfern sind auch zwei Kinder und sieben Senioren. 2022 starben bislang fünf Radfahrer, vier Motorradfahrer, drei Fußgänger, zwei Autofahrer und zwei Fahrer von sonstigen Fahrzeugen. Im vergangenen Jahr gab es 40 Verkehrstote: 15 Fußgänger, 10 Radfahrer, 8 Autoinsassen, 5 Motorradfahrer und 3 weitere Verkehrsteilnehmer. 2020 zählte die Polizei 50 Verkehrstote.

Charlottenburg: Türschloss von Synagogen beschädigt

Die Türschlösser von zwei Synagogen in Charlottenburg sind von einem oder mehreren Unbekannten beschädigt worden. Am Dienstagmorgen entdeckten Wachleute der Polizei an einem Türschloss der Synagoge in der Joachimsthaler Straße eine klebrige Substanz. Später wurde bekannt, dass bereits in der Nacht zum 13. August ein Türschloss einer anderen Synagoge in der Pestalozzistraße durch das Einstecken eines Gegenstandes beschädigt wurde. Die Polizei ermittelt.

Großer Tiergarten: Männer homophob beleidigt und attackiert

Im Großen Tiergarten sind am Montag zwei Männer durch einen Unbekannten beleidigt und angegriffen worden. Wie die Polizei mitteilte, saßen beide 59- und 83-Jährigen gegen 16 Uhr auf einer Parkbank am Faulen See und unterhielten sich, als sich von hinten auf einem schmalen Weg ein Mann näherte und die beiden Männer mit homophoben Ausdrücken beleidigt haben soll. Den Älteren soll der Pöbler zudem auf den Rücken geschlagen haben. Der 59-Jährige schubste den Mann schließlich weg und dieser entfernte sich, nicht ohne noch einen Ast in Richtung der Parkbank zu werfen, der die dort Sitzenden jedoch nicht traf. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Biesdorf: 49-Jähriger von Auto erfasst

Ein 49-Jähriger ist am Montagabend bei einem Unfall in Biesdorf schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, querte der Fußgänger kurz vor 21 Uhr die Straße Alt-Biesdorf und wurde dabei vom Wagen eines 53-Jährigen erfasst. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der 49-Jährige auf die Motorhaube des Fahrzeugs geschleudert und stürzte anschließend zu Boden. Von Zeugen alarmierte Rettungskräfte brachten den Schwerverletzten in ein Krankenhaus. Weil der Verdacht bestand, der Passant könne alkoholisiert gewesen sein, wurde ihm dort auch Blut abgenommen. Die Ermittlungen dauern an.

Treptow: Radfahrer stößt mit Kind zusammen - Fünfjähriger verletzt

Ein Junge ist am Montagabend in Alt-Treptow bei einem Verkehrsunfall verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, befuhr ein 26-Jähriger mit seinem Rad gegen 18.30 Uhr den Fahrradweg der Puschkinallee, als der Fünfjährige in Höhe des Eingangs zum Sowjetischen Ehrenmal auf den Radweg lief. Der Radfahrer stieß mit dem Kind zusammen, beide stürzten. Dabei erlitt der Junge eine Fraktur in einem Bein. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der Radfahrer verletzte sich leicht an einer Hand.

Vier Autos brennen in Moabit

In der Nacht haben vor der Justizvollzugsanstalt in Moabit vier Autos gebrannt. Menschen wurden nicht verletzt, wie die Berliner Feuerwehr mitteilte. Das Feuer in den an der Straße Alt-Moabit abgestellten Fahrzeugen war aus noch ungeklärter Ursache am Dienstagmorgen ausgebrochen. Zwei der Wagen seien komplett abgebrannt, hieß es. Die Feuerwehr löschte. Zur Höhe des Schadens konnten noch keine Angaben gemacht werden.

( BM/dpa )